Saferinternet. (saferinternet.at)
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Was tun gegen Cybermobbing?

Das Verbreiten von Lügen über dich im Internet, das Onlinestellen von peinlichen Fotos, das Knacken von Passwörtern und anschließende Schreiben von unfreundlichen Mails an deine Freunde unter deinem Namen, etc. kann zu allerhand Unannehmlichkeiten führen. Schütze dich!
Cybermobbing - Video (Dateigröße: 2 MB)
Was ist Cybermobbing?
Unter Cyber-Mobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen im Internet oder mit dem Handy. Personen, die andere schikanieren verwenden dabei unterschiedlichste Internet- und Handydienste wie z.B. im Internet: E-Mails, Instant Messenger, Chatrooms, Soziale Netzwerke, Foto- oder Filmportale bzw. am Handy: SMS, lästige Anrufe oder die Handykamera.
Ergebnisse der Cybermobbing Umfrage
Wir haben euch zum Thema Cybermobbing befragt. Das sind die Ergebnisse:

26% waren selbst schon einmal betroffen.
5 % sind aktuell von Cybermobbing betroffen.
52 % kennen jemanden, der betroffen ist.

Cybermobbing äußerte sich bei den Betroffenen in:

  • Beschimpfungen

  • Sexuellen Belästigungen (z.B. im Chat)

  • Belästigungen in sozialen Netzwerken (z.B. unangenehme Fotos veröffentlicht, falsches Profil im Namen des Betroffenen angemeldet,...)



Um sich zu wehren, haben die Betroffenen...
... User aus Freundesliste gelöscht
... Benutzer an den Betreiber des soz. Netzwerkes bzw. den Betreiber des Chats gemeldet
... sich offline gesetzt
... es ignoriert
... mit den Eltern gesprochen
Tipp Eure Tipps gegen Cybermobbing
Bei der Umfrage wurden folgende Tipps gegen Cybermobbing gefunden, weiter unten im Artikel findet ihr die Tipps der Experten, vieles überschneidet sich:

Eure Tipps, um sich zu wehren:
+ Profil durch Privatsphäreeinstellungen schützen
+ Denjenigen der mobbt, aus Freundschaftsliste löschen
+ User in soz. Netzwerk oder bei Chatbetreiber melden
+ Anzeige
+ 147 anrufen
+ Eltern informieren
+ ignorieren
+ Diejenigen die mobben, ansprechen

Als ungeeignet hält ihr:
- Nichts tun
- Selbst mobben
- Mit niemandem darüber sprechen

Als Ansprechpartner könnt ihr euch vor allem Freunde, das Internet selbst (also Profil löschen lassen, Mobber melden,...), Eltern und Beratungsstellen vorstellen. Lehrer haltet ihr dafür für eher ungeeignet.
Weitere Ergebnisse
19 % haben selbst schon einmal etwas Negatives über jemanden im Internet oder übers Handy verbreitet. Die Gründe dafür waren Wut/Ärger bzw. zurück mobben.

74 % wissen, dass Cybermobbing strafbar sein kann, z.B. wenn Fotos veröffentlicht werden, die den anderen negativ darstellen oder wenn es unter das Anti-Stalking-Gesetz fällt.
Die Eigenheiten des Cybermobbings
Mobbing hat es immer schon gegeben. Zu den Besonderheiten von Cyber-Mobbing zählen allerdings:

- Inhalte verbreiten sich rasch und vor einem großen Publikum und sind oft nicht mehr zu entfernen.
- Cyber-Mobbing endet nicht mit der Schule und macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt, es sei denn du nutzt in deiner Freizeit kein Handy oder Internet.
- Personen die andere online mobben tun dies oft (scheinbar) anonym oder aber auch manchmal unbeabsichtigt, weil sie nicht über die Folgen nachdenken.
Was kann ich dagegen tun?
Für Mobbing gibt es keine Rechtfertigung und es ist kein Kavaliersdelikt. Mobbing im Internet kann strafbar sein!
Was kannst du tun, wenn du selbst von Cyber-Mobbing betroffen bist?
Tipp - Antworte niemals auf Nachrichten, die dich belästigen oder ärgern. Ansonsten wird das Mobbing wahrscheinlich nur noch schlimmer.

- Bewahre die Nachricht auf! Du musst die Nachricht nicht lesen, sie ist aber ein guter Beweis dafür, dass du belästigt wurdest. Solche Beweise helfen dir, wenn du Unterstützung suchst oder die Belästigung melden möchtest.

- Melde Probleme. Nimm Belästigung und anstößige Inhalte nicht einfach hin und informiere den Betreiber der Website. Vorfälle, die illegal sein könnten, solltest du den Behörden melden.
Rat auf Draht - Ruf uns an! 147
Tipp - Sperre den Absender. Du musst dich nicht mit jemandem abgeben, der dich belästigt – blockiere unerwünschte Absender!

- Sei vorsichtig beim Veröffentlichen persönlicher Daten wie Adresse, Handynummer, Fotos, Videos etc.

- Wende dich an jemanden, dem du vertraust. Meistens ist es eine große Erleichterung, Probleme mit einer anderen Person zu teilen. In der Regel sind deine Eltern, Freunde, ein Lehrer, Jugendbetreuer erste Ansprechpartner.
Logo Saferinternet (saferinternet.at) Hilf anderen
Wenn du mitbekommst, dass jemand schikaniert wird, mach nicht mit und schreite ein, am besten gemeinsam mit anderen. Wenn der Täter oder die Täterin merkt, dass das Opfer nicht allein gelassen wird, hören die Beleidigungen oft schnell auf. Im Notfall holt Hilfe bei Erwachsenen, denen ihr vertraut.
Mehr über Cyber-Mobbing:
147 - Rat auf Draht
Hast du noch Fragen zu diesem oder einem anderem Thema, kannst du dich an uns wenden!
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Foto: www.saferinternet.at
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