Gesicht eines geflüchteten Kindes, im Hintergrund Szenen eines Kriegs
CC0 / Pixabay Alexas_Fotos (bearbeitet)

Flucht – ein Thema, das uns alle betrifft

Egal ob in Nachrichten sozialen Netzwerken, Familien oder Schulen, die Flüchtlingssituation ist ein Thema. Für uns Erwachsene, aber ebenso für Kinder und Jugendliche.
Je jünger Kinder sind, umso eher übernehmen sie Ansichten ihrer Eltern, bevor sie sich in der Pubertät ihre eigene Meinung bilden. Wir Erwachsene haben derzeit eine große Chance und damit verbunden eine große Verantwortung, wie das Thema Flucht an den Nachwuchs gelangt.

Die Chance liegt darin, Kinder zu weltoffenen, kritischen Menschen zu erziehen. So ermöglichen wir ihnen, ohne Furcht auf Kinder in ihrem Umfeld zuzugehen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten.

Es bestehen viele Fragen, aber auch Ängste, auf die oft auch wir Erwachsenen keine einfache Antwort parat haben. Viele davon werden im Internet kindgerecht beantwortet und aufgegriffen. Die Suchmaschine blinde-kuh.de liefert mehr als 50 Treffer zu speziell für Kinder aufbereiteten Informationen zum Thema Flucht. Es wird erklärt, warum Menschen fliehen, was Flucht bedeutet, aber auch was die Folgen sein können, wenn so viele Flüchtlinge nach Europa kommen.

Gehen Sie auf die Fragen des Nachwuchses ein, ein Abtun, verstärkt Ängste und Ungewissheit. Bilder in Nachrichten und Zeitungen sind allerdings für Kinder unter 10 Jahren nicht geeignet, da sie von ihnen noch nicht verstanden, eingeordnet und verarbeitet werden können.

Gerade wenn auch Gleichaltrige Opfer sind, geht das vielen Kindern zu Herzen. Entlastend ist, aufzuzeigen, das und wie betroffenen Kindern und Jugendlichen geholfen wird. Informieren Sie über Unterstützungen aber auch, wie Ihr Kind eventuell selbst helfen kann. Z.B. durch das Spenden von Spielsachen, die nicht mehr benötigt werden.

Wenn von „den Flüchtlingen“ gesprochen wird, dann geht es um eine große, unbekannte Menge an Menschen. Gerade das Unbekannte kann ängstigen. Im Internet gibt es viele Videos von Kindern, die von ihrem Heimatland, ihrer Flucht und dem Krieg berichten. So bekommt das Wort „Flüchtling“ ein Bild und kann helfen, Ängste abzubauen.

Gerade Jugendliche sind in sozialen Medien nicht nur objektiven, sondern auch falschen bzw. dezidiert angstmachenden Informationen ausgesetzt. Regen Sie Ihren Nachwuchs an, nicht alles zu glauben und immer auf die Quelle der Informationen zu achten. Die Website mimikama.at informiert über Falschmeldungen.
Die Gratis-Broschüre „Da mach’ ich nicht mit!“ von WienXtra zeigt, wie Jugendliche gängigen Vorurteilen begegnen können.
 

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