Fantasiecollage mit einem Frauenbild. Im Hintergrund Schriftzug von Youtube.
CC0/Pixabay geralt (bearbeitet)

„Ich werde YouTuber!“

Immer mehr Jugendliche wollen selbst Videos herstellen und auf YouTube veröffentlichen. Eltern können dabei helfen realistische Vorstellungen zu bekommen.
KS Freak Whats Else, Bibi, Dner und Co sind DIE Vorbilder. Entweder weil sie sich beim Computer Spielen filmen (Let’s Plays), Anleitungen (Tutorials) posten, Reinlege-Videos (Pranks) anfertigen oder einfach Tipps fürs Leben via YouTube geben. Sie vermitteln das Gefühl, ihnen nah sein zu können, fast so etwas wie Freunde zu sein. Sie sind die Rockstars der jetzigen Zeit.

Klar üben sie Faszination aus. Sieht es doch so aus, als könnte man ganz nebenbei, ohne viel Aufwand, viel Geld verdienen. Immer mehr Eltern sind mit dem Berufswunsch YouTuber konfrontiert.

Objektiv betrachtet ist das nicht außerordentlich realistisch, aber doch auch nicht unmöglich. Wie also reagieren, wenn der Jugendliche selbst einen YouTube Kanal starten möchte?

Ernstnehmen. Hinterfragen sie, was ihr Kind gerne auf YouTube machen möchte. Geht es darum, sich selbst beim Spielen zu filmen oder mehr darum, Tipps zu geben bzw. andere hinters Licht zu führen. Oft erkennen sie durchs Nachfragen bzw. auch den Einsatz schon, wie ernst der Wunsch wirklich gemeint ist.

Grundsätzlich braucht man als YouTuber viel Durchhaltevermögen, jede Menge Wissen und Fähigkeiten. All das kann dem Jugendlichen sowohl in der Schule als auch im Berufsleben helfen und von anderen abheben. YouTube als Hobby muss keine Angst machen, solange gewisse Regeln eingehalten werden. Gerade wenn Sie sich entscheiden, ihr Kind zur unterstützen, können Sie die Aktivitäten begleiten.
Je jünger Kinder sind, umso wichtiger ist es, klare Regeln vorzugeben. Etwa was die Privatsphäre angeht. Für den Kanal sollte ein Name verwendet werden, der weder auf das Alter, noch auf den Wohnort schließen lässt. Darauf gilt es auch in den Videos zu achten, so sollten keine Straßenschilder zu sehen sein.

Die Vorstellungen über das Leben eines YouTubers sollten realistisch sein. Dabei helfen Interviews, die viele der Internetstars geben bzw. Hintergrundvideos über die Seite im Internet-Star-Alltag, den man in den Videos nicht direkt erkennen kann. Dazu zählt der Aufwand, die Einschränkung der Privatsphäre, sobald man bekannt ist, die steuerrechtliche Seite, etc. Wenn sich Jugendliche dazu entscheiden, selbst Videos ins Netz zu stellen, sollten sie wissen, worauf sie sich einlassen. Dazu können Infos von  Ihnen beitragen. Hier geht es nicht um ein schlecht machen, sondern um realistische Infos anhand derer Ihr Kind abwägen kann, ob es sich darauf einlassen möchte.

Es gibt auch viel Rechtliches zu beachten, über das Jugendliche oft wenig wissen. Alle Infos dazu finden Sie auf rataufdraht.at und saferinternet.at.
 
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