Screenshots der Instagram App
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Instagram

Instagram ist ein soziales Netzwerk, in welches Fotos und Videos hochgeladen werden können. Was es für Eltern zu beachten gibt, erfahren Sie hier.
Facebook ist out, Instagram in. Denn wer möchte schon in einem sozialen Netzwerk sein, in dem auch die Eltern verkehren?

Gerade Instagram ist beim Nachwuchs zur Zeit sehr beliebt, knapp die Hälfte der 12-19 Jährigen haben einen eigenen Account. Auf den ersten Blick ist Instagram für Nicht-User_innen gar nicht so leicht zu verstehen. Die Kommunikation verläuft in einer ganz eigenen Art und Weise. #lol #followforfollow ist für Jugendliche völlig klar und logisch, doch für nicht Instagram User_innen ist es oft schon schwieriger.

Was ist das? Instagram ist eine Art öffentliches Netzwerk, in dem Fotos und Kurzvideos hochgeladen und auch direkt in der App oder mit anderen Tools bearbeitet werden können. Durch das Versehen mit einem Hashtag (#) können die Inhalte bestimmten Themen zugeordnet werden. Z.B. findet man unter #friends, alle Bilder und Videos aller Instagram Nutzer_innen, die ihre Inhalte unter diesem Hashtag veröffentlicht haben. Andere können die Bilder liken, teilen und kommentieren.

Privat oder öffentlich? Wenn es nicht anders eingestellt wird, sind alle hochgeladenen Inhalte bei Instagram öffentlich für alle sichtbar. Es gibt die Möglichkeit, diese Grundeinstellung auf „privat“ zu setzen. Dann sind die Inhalte nicht für alle öffentlich ersichtlich, sondern nur für die vom jeweiligen User freigegebenen „Follower“. Man gibt dann selbst frei, wer dem eigenen Account folgen darf und somit die Inhalte sehen kann.

Eine allgemeine Empfehlung für Jugendliche fällt hier schwer. Sinnvoll ist es, nachzufragen, was der Nachwuchs in Instagram zeigen möchte. Sollen vor allem die eigenen Kenntnisse im Comic-Zeichnen im Vordergrund stehen, ist verständlich, dass der Jugendliche seinen Account öffentlich stellen möchte. Viele Jugendliche möchten anderen Tipps geben und daher möglichst viele Follower bekommen. In dem Fall spricht hier auch nichts gegen ein öffentliches Profil. Je mehr Privates allerdings veröffentlicht werden soll, umso eher ist es ratsam auf privat zu stellen und somit nur mit Freunden zu teilen.

Achtung, das Profilbild ist immer öffentlich, auch wenn der Account auf privat gestellt wird. Daher mit Bedacht auswählen!

Ortungsfunktion aus! In Instagram gibt es bei jedem Account ein Stecknadelsymbol auf das man klicken kann. Durch einen Klick darauf sieht man bis auf wenige Meter genau, wo die Fotos aufgenommen wurden, wenn nicht am Handy die Ortungsfunktion ausgeschalten ist. Fotografieren Jugendliche z.B. ihre Haustiere, dann ist dadurch direkt ersichtlich, wo sie wohnen. Deaktiviert kann die Ortungsfunktion direkt in den Einstellungen am Smartphone werden.

Namen hinterfragen! Viele Jugendliche nutzen Nicknames in Instagram und nennen sich z.B. x_x.anna, helomausi, chris_boss, love_mitsch. Sinnvoll ist es zum Nachdenken anzuregen, was mit manchen Namen ausgelöst werden kann. Nicht wenige verwenden.  z.B. sweet als Zusatz zu ihrem Vornamen oder auch sexy. Überall im Internet, wo sich Kinder und Jugendliche bewegen, sind sie auch vor Erwachsenen nicht gefeit, die versuchen, bewusst Kontakt herzustellen. Häufig dann auch nicht unbedingt mit positiven Absichten. Jugendlichen ist das oft nicht bewusst.

Alles was in Instagram gepostet wird, ist im Prinzip öffentlich. Deshalb sollten nur Fotos hochgeladen werden, die auch in der Öffentlichkeit stehen können und nicht nachteilig ausgelegt werden können. Regen Sie an, nur Fotos zu posten, die für den Nachwuchs nicht peinlich wären, wenn sie in der Schule die Runde machen bzw. auch von Verwandten und Lehrenden gesehen werden.
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