Handy auf dem Pokemon Go läuft und Umgebung.
CC0/Pixabay Tumisu (bearbeitet)

Pokémon Go

Was Eltern über die beliebte Spiele-App wissen sollten und wie sie Risiken reduzieren können.
Rund um die Spiele-App Pokémon Go fürs Smartphone kursieren viele angstmachende Beiträge durch Medien aller Art. Was sind die Fakten?

Bei Pokémon Go verbindet sich die reale Welt der Spielenden mit der virtuellen des Spiels. So können kleine, süße Monster durch das Smartphone Display in der eigenen Umgebung – z. B. einem Park, Schwimmbad oder auch in einem Geschäft - entdeckt und dann mittels PokéBall gefangen werden. Ziel ist, möglichst viele Pokémon zu fangen und zu trainieren.

Der Download und die laufende Nutzung sind kostenlos. Allerdings sind In-App-Käufe möglich, um z.B. Lockmodule zu erwerben. Deshalb – falls In-App-Käufe nicht erwünscht sind - In-App-Käufe am Smartphone deaktivieren und nur die Original App verwenden!

Die Nutzungsbedingungen geben 13 als Mindestalter an. Allerdings wird das Alter nicht kontrolliert. Eltern haben zusätzlich die Möglichkeit, ein eigenes „Kinder Konto“ anzulegen. PEGI gibt eine Altersfreigabe ab dem 3. Lebensjahr. Um entscheiden zu können, ob das Spiel bereits für Ihr Kind geeignet ist, entdecken Sie es mit Ihrem Kind gemeinsam und beobachten Sie es dabei.

Gerade mit jüngeren Kindern eignet sich Pokémon Go als Familienunternehmung, bei der auch Grundlegendes zu Spielen vermittelt werden kann. Z.B. dass auch etwas, das mit Spielgeld bezahlt wird, durchaus echtes Geld kosten kann oder dass in Spielen Daten über die Spieler gesammelt werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Spiel Kinder und Jugendliche zur Bewegung im Freien motiviert.

Gefährlich? Risiken gibt es. So wie generell in der realen als auch der virtuellen Welt. Allerdings können diese durch Vorgaben gezielt reduziert werden:

Jagd nur gemeinsam und in festgelegtem Gebiet - Vereinbaren Sie gerade bei jüngeren Kindern, dass sie nur mit Freunden Pokémon suchen und auch nur in einem von Ihnen vorgegebenen Areal.

Screenshots - Informieren Sie Jugendliche, dass Screenshots vom Spiel keine Personen zeigen dürfen, die nicht mit dem Hochladen einverstanden sind. Zudem können sie den realen Aufenthaltsort verraten.

Umgebung im Blick behalten – Die Spielewelt zieht in den Bann, wichtig ist, auch die Welt um einen herum im Auge zu behalten. Gerade jüngere Kinder müssen immer wieder daran erinnert werden! Durch das Aktivieren der Vibrationsfunktion, muss man nicht durchgängig auf das Display achten, um Monster zu entdecken, sondern wird durch Vibration direkt verständigt - auf Pokéball tippen–Einstellungen–Vibrieren.

Noch mehr Tipps und Infos dazu: saferinternet.at und bupp.at/de/spiele/pokémon-go
 
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