Geldbörse mit Kreditkarten.
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Schuldenfrei ins Leben

Was können Eltern tun, wenn Jugendliche erste Schulden machen? Hier finden Sie einige Anregungen!

Moped, Smartphone, Markenkleidung – viele Bedürfnisse, die häufig auch mit Geld verbunden sind. Problematisch wird es, wenn weiter Geld ausgegeben wird, obwohl keines mehr vorhanden ist. Immer mehr Jugendliche wenden sich an Schuldenberatungsstellen. Für ein Drittel ist es ganz normal, Schulden zu machen und fast jede/r Vierte hat Probleme, mit dem Geld auszukommen. Wie können Eltern bei ersten Schulden eingreifen?

Konto überzogen – Informieren Sie sich gemeinsam, wie viel mehr zurück bezahlt werden muss, als man von der Bank geliehen hat. So bekommen Jugendliche ein Gefühl, was „überziehen“ bedeutet. Überlegen Sie gemeinsam, wie das Geld zurück gezahlt werden kann, z. B. durch Nebenjobs, Einsparungen. Sollten Sie die Kosten vorstrecken, bestehen Sie auf eine Rückzahlung. Es ist ein wichtiger Lerneffekt. Setzen Sie gemeinsam Vereinbarungen fest, um eine Überziehung in Zukunft zu vermeiden. Sinnvoll ist hier z.B. eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben.

Hohe Handyrechnung – Durch Vertragshandys konsumieren Jugendliche, bevor sie bezahlen. Jugendliche machen häufig die Erfahrung, dass sie bei hohen Handyrechnungen kurz Ärger bekommen, aber sonst nichts passiert. Sie sehen keinen Grund, ihr Verhalten zu ändern. Kommt es erstmals zu einer überhöhten Handyrechnung, lassen Sie den Nachwuchs die Differenz begleichen, gehen Sie gemeinsam den Gründen nach und legen Sie Regeln fest, wie eine nochmalige Überziehung verhindert werden kann. Manchmal kann sich herausstellen, dass der gewählte Tarif unpassend ist. Der geeignete Anbieter kann mit Hilfe des Handyrechners ermittelt werden: http://handy.arbeiterkamme.at/ Durch eine Beeinspruchung der Handyrechnung beim Netzanbieter kann oftmals eine Verringerung des Betrages erwirkt werden.

Ratenzahlung – Auch mündige Minderjährige (Jugendliche zwischen 14 und 18) können Ratenvereinbaren treffen, wenn die eingegangenen Verpflichtungen, die Befriedigung der Bedürfnisse nicht gefährdet. So dürfen monatliche Rate bei Lehrlingen etwa 30 % ihres Monatseinkommens ausmachen. Kann der Nachwuchs eine Ratenzahlung nicht mehr erfüllen, überprüfen sie zuerst, ob der Vertrag gültig ist. Unterstützung bekommen Sie von Konsumentenschutzeinrichtungen. Ist er gültig, gilt es auch hier gemeinsam Möglichkeiten zu finden, wie die Raten bezahlt und in Zukunft Schulden verhindert werden können.

 

Jugendliche schieben nicht selten ein „mir wurscht“ vor, wenn es um erste Schulden geht. Gleichzeitig beklagen sie sich aber über die unfaire Geldverteilung und dass sie sich vieles nicht leisten können. Genau hier kann man ansetzen. Denn ein passender Handytarif lässt Geldeinsparungen zu, mit denen man sich andere Wünsche erfüllen kann. Das Ansparen für ein Moped führt zwar zu einer längeren Wartezeit, bedeutet aber Geldeinsparung, da im Leasing deutlich mehr bezahlt werden muss. Jugendliche sind häufig dankbar für konkrete Tipps und vor allem auch Informationen, da sie selbst die Konsequenzen oft nicht einschätzen können. 
 


Schuldenberatungsstellen bieten kostenlose Hilfe, wenn einem die Schulden über den Kopf wachsen.
 
 
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