Mädchen sitzt im Schneidersitz, hält die Hand an ihre Haare und schaut bedrückt zu Boden.
CC0 / Pixabay Matlachu (bearbeitet)

Depression - eine Krankheit

Depression, ein Wort, das im Alltag häufig verwendet wird. Doch was heißt es eigentlich, "depressiv" zu sein?! Mehr dazu kannst du hier erfahren.
 

Depression im Alltag

"Heute bin ich so richtig depressiv." – Ein Satz, den du in deiner Umgebung wahrscheinlich schon das eine oder andere Mal gehört hast. Der Ausdruck "depressiv sein" ist heutzutage fast schon so ein bisschen in Mode gekommen. Im Alltag wird der Begriff oft dafür verwendet, um auszudrücken, dass es einem nicht so gut geht, man sich eher niedergeschlagen und kraftlos fühlt.

 

Dass man einmal nicht so gut drauf ist, sich traurig und niedergeschlagen fühlt, gehört zum Leben dazu. Bei Erwachsenen genauso, wie auch bei Jugendlichen. Gerade im Jugendalter ist man mit vielen Veränderungen in seinem Leben konfrontiert und oft auch mit negativen Emotionen. Das ist ganz normal und gehört auch dazu. Es gibt allerdings auch Phasen der Traurigkeit, die man nicht mehr als "normal" bezeichnen kann. Der Übergang ist zwar fließend, aber es ist ein großer Unterschied, zwischen "Mir geht es gerade nicht so gut" und einer Depression - einer ernstzunehmenden Krankheit.

 

Depression - Was ist das wirklich?

Depression im eigentlichen Sinne steht für eine Krankheit. Eine Depression ist eine Erkrankung, die das Gefühlsleben unserer Seele betrifft. Dabei kommen verschiedene Krankheitsmerkmale zusammen.

 

Krankheitssymptome


Die häufigsten Merkmale sind dabei: ein deutlich herabgesetztes Interesse an Freunden und Familie, wenig Selbstvertrauen, grundlose Schuldgefühle, das Gefühl wertlos zu sein, Unruhe, Schlafschwierigkeiten, Energielosigkeit, Konzentrationsprobleme, kein Appetit. Man weint schnell oder wird schnell wütend (= geringe Frustrationstoleranz), fühlt sich ohne konkreten Anlass oft traurig und manche denken sogar an Suizid.

 

Wie gesagt, jeder von uns fühlt sich einmal eine zeitlang traurig und hat zu nichts Lust. Von einer Depression spricht man erst dann, wenn mehrere dieser Merkmale über Wochen nahezu täglich zu beobachten sind.

 
 

Depression bei Jugendlichen

Früher ging man davon aus, dass nur Erwachsene diese Krankheit bekommen können. Heute weiß man allerdings, dass auch Kinder und Jugendliche davon betroffen sind. Gerade da ist es aber noch viel schwieriger zu unterscheiden, ob es jemandem einfach nur mal nicht besonders gut geht oder ob jemand wirklich an einer Depression erkrankt ist.
Denn bei Jugendlichen äußert sich die Krankheit oft ein wenig anders. Jeder zeigt unterschiedliche Symptome. Ein Merkmal alleine reicht auch nicht für eine Diagnose aus. Wenn allerdings mehrere der in der Folge aufgezählten Merkmale zutreffen, sollte man zumindest einen Experten aufsuchen.
 

  • Traurigkeit ohne einen wirklichen Grund
  • Rückzug von Freunden und Familie
  • Schwierigkeiten in der Schule
  • Unbegründete Schuldgefühle
  • Andauerndes Gefühl von Hoffnungslosigkeit ("Es ist doch eh alles egal!")
  • Immer wieder Gespräche über Suizid
  • Fehlendes Selbstvertrauen
  • Schlafschwierigkeiten
  • Appetitlosigkeit
  • Probleme beim Konzentrieren
  • Selbstverletzungen (z. B. Ritzen)
  • Das Gefühl keine Kraft zu haben

 

 
Hand ragt aus dem Wasser mit einem Hilfe-Schild.
Foto © Rainer Sturm / aboutpixel.de

Selbst betroffen?

Erkennst du dich in den Beschreibungen oder hast du das Gefühl, dass das auf Freunde von dir zutrifft, dann wende dich an Erwachsene denen du vertraust, oder an eine Beratungsstelle.

Hol' dir Hilfe, denn eine Depression kann man sehr gut behandeln. Eine Behandlung ist aber dringend nötig. Denn eine unbehandelte Depression führt zu einem drei- bis vierfach höheren Suizidrisiko. Die Depression ist somit eine lebensgefährliche Erkrankung und stellt die Hauptursache für Suizide dar.

 

Ursachen

Man nimmt an, dass die Neigung zur Depression zum Teil vererbbar ist. Wichtig, nicht die Depression direkt wird vererbt, sondern ein erhöhtes Risiko eine Depression zu entwickeln.

Mittlerweile weiß man, dass der Ursprung der Depression im Gehirn liegt. Depressive Menschen haben einen gestörten Gehirnstoffwechsel. Im Vergleich zu gesunden Menschen, haben Depressive weniger Serotonin und Noradrenalin (das sind Überträgerstoffe). Diese fehlenden Balance im biochemischen Gleichgewicht ist eine Erklärung für das Entstehen einer Depression. Das Nervensystem ist "aus dem Lot" und eben dieser Mangel an Botenstoffen im Gehirn, macht sich durch seelische Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und Leistungsdefizit bemerkbar.

Hat man bereits einmal eine Depression durchlebt, so besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Krankheit erneut auftritt.

 
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