Waage auf der Maßband liegt
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Essstörung - Die Qual mit Essen

Mmmhhh lecker... Schokolade, Chips. Allein bei dem Gedanken läuft dir schon das Wasser im Munde zusammen? Freust dich schon riesig, sie endlich verdrücken zu können? Dann scheinst du Essen genießen zu können. Was aber, wenn der Gedanke ans Essen nur noch eine Qual ist? Hier erfährst du mehr über Essstörungen!
 

Leider dient Essen in unserer Gesellschaft nicht immer nur dazu, einfach unseren Hunger zu stillen oder sich einmal bewusst etwas Leckeres zu gönnen. Essen wird oft zweckentfremdet verwendet,
 

  • als Trostmittel, wenn es einem nicht gut geht,
  • als Belohnungsmittel, wenn man etwas besonders gut gemacht hat, oder
  • als Mittel, um seine Verzweiflung und seine Probleme zum Ausdruck zu bringen.

Letzteres ist genau das Problem bei Essstörungen. Dabei drücken vor allem junge Mädchen aber auch Burschen aus, wie schlecht es ihnen geht. Sie möchten ihre Umwelt, durch ihre Krankheit, auf ihre Probleme und Verzweiflung aufmerksam machen. Also ganz wichtig: Essstörungen sind kein Ernährungsproblem, wo Betroffene einfach zu viel oder zu wenig essen, sondern richtige Krankheiten.

 

Verschiedene Ausprägungen

Bei Essstörungen unterscheidet man verschiedene Ausprägungen, nämlich Magersucht, Bulimie und Adipositas (Esssucht).

 

  • Magersucht: Bei Magersucht wiegen die Betroffenen zu wenig, haben also Untergewicht. Dabei haben sie dieses niedrige Gewicht selbst herbeigeführt, durch z.B. wenig Essen, extrem viel Sport,... Magersüchtige sehen selbst allerdings nicht, dass sie dünn sind. Sie selbst fühlen sich immer noch dick wie eine Tonne. Sie haben, ihre Figur betreffend, eine falsche Wahrnehmung.
 
  • Bulimie: Bei Bulimie haben die Betroffenen so genannte "Heißhungerattacken". Dabei nehmen bulimische Personen sehr große Mengen Nahrung zu sich, um dann wieder alles zu tun, um auf keinen Fall zuzunehmen. Dazu betreiben sie z. B. exzessiv Sport, nehmen Abführmittel oder führen selbst erbrechen herbei.
 
  • Binge Eating Disorder: Das so genannte Binge-Eating-Syndrom bezeichnet wiederkehrende, unkontrollierte Essanfälle ohne nachfolgendem Erbrechen.
  • Adipositas: Die Adipositas wird aktuell im psychologischen Diagnoseschema noch nicht als Essstörung klassifiziert, wird hier aber angeführt, da es auch eine Erkrankung ist, bei der Essen und Ernährung eine wesentliche Rolle spielen. Bei Adipositas liegt das Problem darin, dass die Betroffenen unter starkem Übergewicht leiden.
 
Mädchen greift auf einen Teller mit Cookies.
Foto © marshi / aboutpixel.de


Prinzipiell sind alle suchtartigen Verengungen in der Perspektive des Essens als krankheitswertig anzusehen. Z. B. wird die krankhafte Konzentration auf gesunde Ernährung auch Orthorexie genannt. Offizielle Diagnosekriterien dazu gibt es noch nicht.

 

Die Diagnose von Essstörungen ist keine einfache, gerade da die Krankheitsbilder auch in Mischformen auftreten.

 

Betroffene brauchen unbedingt Hilfe

Ist man von einer Essstörung betroffen, braucht man auf jeden Fall professionelle Hilfe. Alleine kann man diese Krankheit nicht bekämpfen. Da braucht man Unterstützung von Ärzten, Psychologen oder Psychotherapeuten.
Also wenn du selbst betroffen bist, dann hol dir Hilfe!

Für Angehörige ist es wichtig, zu wissen, dass die Betroffenen sich selbst nicht als krank sehen. Es wäre falsch, Druck auszuüben. Als Freund kann man Hilfe anbieten, indem man sich als Gesprächspartner anbietet oder Adressen von Beratungsstellen heraussucht. Auch als Angehöriger oder Freund von Betroffenen kannst du dir bei Beratungsstellen Unterstützung holen.

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