Mädchen mit einer Hand auf dem Kopf, die andere offen nach vorne gestreckt
Hibr (bearb.) via Compfight cc

Sexueller Missbrauch - Hilfe für Betroffene

Bist du selbst Opfer von sexuellem Missbrauch oder kennst du jemanden, der betroffen ist? Lies nach, wo du Hilfe bekommen kannst. Du bist nicht allein.
 

Wichtig: Du bist niemals schuld!

An jeder Grenzverletzung ist allein der Täter schuld, auch wenn er das Gegenteil behaupten sollte. Du kannst nichts dafür, auch wenn du zuerst vielleicht zu einem Kontakt eingewilligt hast, auch wenn es dir vielleicht am Anfang gefallen hat und auch wenn du dich nicht gewehrt hast.

Viele Täter vermitteln einem das Gefühl, den Missbrauch provoziert zu haben, z. B. durch sexy Kleidung. Doch das ist völliger Schwachsinn! Das gehört nur zu ihrer Strategie, um ihren Opfern Angst zu machen und sie zum Schweigen zu bringen. Denn die Täter wissen genau, dass das was sie tun, verboten ist. Sexueller Missbrauch ist auch kein "Zeigen, dass man sich lieb hat", und er passiert nicht unabsichtlich!

 

Hol dir Hilfe

Über sexuellen Missbrauch zu sprechen, ist schwierig und braucht viel Mut. Es ist unglaublich wichtig, dass du es trotzdem tust, denn ein sexueller Missbrauch ist nichts, womit man einfach alleine fertig werden kann. Auch wenn du noch so eine starke Persönlichkeit bist: Hol dir Hilfe.


    Foto © whatmegsaid unter creative commons Lizenz
Weibliche Person liegt auf einem Bett und hat die Hände über den Kopf.
Überlege, wem in deinem Umfeld du vertrauen kannst. Sprich mit jemandem über das, was dir passiert ist. Erzähle, was du erlebt hast. Vielleicht wird dir nicht sofort geglaubt. Lass dich dadurch nicht entmutigen und ziehe weitere Personen ins Vertrauen.


Möglicherweise möchtest du lieber mit einer Fachperson in einer Beratungsstelle reden. Wir sind auch zu diesem Thema immer für dich da. Du brauchst bei uns nicht sagen, wie du heißt. Keine Angst, wir erzählen auch bestimmt nichts weiter. Gemeinsam können wir eine Lösung finden.

 

Möglichkeit der Anzeige

Auch eine Anzeige ist möglich. Wenn du überlegst, eine Anzeige bei der Polizei zu machen, dann tu das nicht alleine. Sprich vorher mit jemandem deines Vertrauens darüber. Es gibt bei der Polizei häufig eigens dafür geschulte Mitarbeiter und auch Mitarbeiterinnen, die bei einem Verhör besonders behutsam umgehen.

 
 


Egal was du tust, wichtig ist nur, dass du mit dem Erlebten nicht alleine bleibst und dir Hilfe holst. Sich helfen zu lassen, ist keine Schwäche, sondern ganz im Gegenteil, eine große Stärke.

 

Kennst du Betroffene? So kannst du helfen

  • Als Freund/Freundin ist es wichtig, dass du einfach da bist, zuhörst und Glauben schenkst. Du musst auch nichts Kluges sagen, denn es gibt nichts, dass den Schmerz einfach nehmen kann.
  • Oft hilft es am meisten, den Betroffenen einfach in den Arm zu nehmen. Hilfreich ist auch mitzuteilen, dass Opfer niemals Schuld sind an dem, was die Täter tun.
  • Was du noch tun kannst, ist auf Beratungsstellen hinzuweisen und anzubieten, selbst mitzugehen. Übe aber keinen Druck aus. Jeder muss selbst entscheiden, wann er bereit ist, Hilfe anzunehmen.
 

Auch Helfer brauchen Hilfe

Auf keinen Fall solltest du vergessen, dir selbst helfen zu lassen. Auch für dich stellt der Missbrauch eines Freundes eine große Belastung dar. Du musst nicht alleine die Verantwortung für ihn übernehmen. Rede auch du mit einer Vertrauensperson oder wende dich an eine Beratungsstelle. Auch als Angehörige kannst du jederzeit bei uns anrufen. Wir sind immer für dich da.

 

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