Mädchen schaut schüchtern hinunter.

Schüchtern? Na und!

So ziemlich jeder kann sich an Situationen erinnern, in denen er oder sie schüchtern war. Plötzlich ist da so eine Schwelle über die man nicht drüber kommt. Hier kannst du mehr über dieses Thema erfahren und dir auch ein paar Tipps holen, wie du von deiner Schüchternheit profitieren kannst.
 

Schüchternheit - was ist das?

Schüchternheit ist eine Verhaltenszuschreibung für Menschen, die als scheu, zurückhaltend, ängstlich oder sogar gehemmt gelten. Manchmal ist Schüchternheit ein Schutz, um nicht gekränkt oder verletzt zu werden. Schüchternheit äußert sich in verschiedenen Symptomen wie z. B. Erröten, Herzklopfen, Schweißausbrüche, sich nicht trauen, ständige Selbstbeobachtung und der Angst, sich zu blamieren, sich lächerlich zu machen oder zu versagen. Schüchternheit ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Wissenschafter gehen davon aus, dass sie zum Teil aus Erfahrungen erworben ist, aber auch zum Teil vererbt sein kann.

So genug Theorie: Praktisch fühlt sich Schüchternheit ungefähr so an: Man traut sich nicht einmal in seiner Clique seine Meinung zu sagen, ein Referat vor der Klasse zu halten ist die reinste Qual, auch das Ansprechen des Schwarms undenkbar. Schüchternheit kann sich in vielen Situationen zeigen.


Schüchtern - ist das schlimm?

Manche sind schüchtern, manche nicht. Manche sind mehr, andere weniger schüchtern. So wie Menschen in all ihren Persönlichkeitszügen sehr unterschiedlich sind, sind sie das auch bei der Schüchternheit. Viele drücken der Schüchternheit den Stempel "unerwünscht" auf. Doch schüchtern sein, muss nicht schlimm sein. Bist du schüchtern, dann zeichnet dich vielleicht gerade das aus. Beobachte mal auf einer Party besonders selbstbewusste Mädchen. Da kannst du wahrscheinlich beobachten, dass manche von ihnen im Umgang mit Jungs "die Schüchterne" spielen. Warum? Weil Schüchternheit bei vielen als sehr sympathisch, angenehm und süß ankommt. Hadere also nicht mit deinem Schicksal, sondern akzeptiere dich, so wie du bist und schau, wie du deine Schüchternheit nützen kannst!
 

Schüchternheit und Pubertät

Gerade in der Pubertät, also in der Zeit in der man sich vom Kind zum Mann bzw. zur Frau entwickelt, sind viele besonders schüchtern. In dieser Zeit verändert man sich komplett. Da muss man zunächst einmal mit sich selbst klar kommen, bis man wieder unbefangen auf andere zugehen kann. Schüchternheit hilft dir in dieser Lebensphase dich von den anderen abzugrenzen.

 
 

Schüchtern und trotzdem nicht übersehen werden!

Schüchternheit kann oft ein Vorteil sein, manchmal kann sie aber auch dazu führen, dass du nicht zu dem kommst, was du willst. Damit es nicht so weit kommt, haben wir hier einige Tipps für dich:

 

Akzeptiere dich so wie du bist!


Deine Schüchternheit ist nichts Schlimmes, sie gehört zu dir, wie auch alle deine anderen Persönlichkeitsmerkmale, die dich einmalig machen. Solange sie dich nicht daran hindert, deine Ziele zu erreichen, ist alles in Ordnung.

 

Geh auf Nummer sicher!


Fühlst du dich in einer Situation besonders unsicher, dann schaff dir zunächst einmal einen Überblick. Je besser du mit der Situation vertraut bist, umso sicherer wirst du werden.

Z. B. Du traust dich nicht, deinen Schwarm anzusprechen. Beobachte ihn zunächst aus der Ferne. So kannst du schon ein wenig sehen, wie er auf andere reagiert. Vielleicht traust du dich sogar einmal "Hallo" zu ihm/ihr zu sagen. Achte genau auf die Reaktion. Ist sie positiv, traust du dich vielleicht noch einen Schritt weiter ...

Sicherheit kannst du dir auch verschaffen, indem du Situationen, die dir Angst machen, im Kopf durchspielst und dir Notfallspläne zurecht legst. Z. B. Du sprichst deinen Schwarm an und er/sie reagiert total blöd. Notfallsplan könnte sein: Du sagst: "Wenn ich gewusst hätte, wie kindisch du noch bist, hätte ich dich sowieso nie angesprochen." Du wirst sehen, dass dich alleine das Aushecken eines Notfallplans in der Situation sicherer macht.

Übe auch in weniger unangenehmen Situationen. Z. B. Du traust dich vor deinen Freunden nicht deine Meinung zu sagen. Übe bei deinen Eltern. Sage ihnen deine Meinung. Gelingt dir das schon ganz gut, dann schau mal, ob es dir auch im Freundeskreis gelingt.

 

Anderer Blickwinkel!


Schüchterne glauben oft, dass andere sie wegen ihrer Unsicherheit nicht mögen. Überlege mal, was du über jemanden denkst, der errötet oder vor Nervosität stottert. Wahrscheinlich wirst du feststellen, dass du die Person dann nicht furchtbar findest, sondern du Verständnis hast oder es vielleicht sogar sympathisch findest. Und so geht es den anderen auch mit dir!

 

Steh zu deiner Schüchternheit!


Dir schlottern die Knie, du hast das Gefühl kein Wort rauszukriegen? Wenn du etwas sagst, dann merkst du, dass nur Blödsinn rauskommt... Trau dich, und sag, was mit dir los ist, am besten mit einem Lächeln im Gesicht. Z. B. "Ich krieg gerade kein vernünftiges Wort raus, bin furchtbar aufgeregt, ich glaub ich dreh gleich durch ..." Du wirst sehen, das kommt meistens sehr gut an. Du kannst z. B. auch am Beginn eines Referates sagen, dass du total aufgeregt bist und hoffst, trotzdem noch gerade Sätze rauszubringen. Das macht dich sympathisch und gleichzeitig auch sicherer.

 

Oft ist es anders, als es scheint!


Gerade schüchterne Personen haben oft das Gefühl, von anderen ständig beobachtet und bewertet zu werden. Du betrittst die Klasse oder den Partyraum und hast das Gefühl, dass alle Blicke auf dich gerichtet sind. Sieh mal genauer hin und du wirst sehen, dass es nicht so ist, wie befürchtet. Außerdem dreh den Spieß doch einfach einmal um: Beobachte du die anderen. Sprich' diejenigen an, die alleine herumstehen. Oder lächle zurück, wenn dich jemand anlächelt.

 

Auch dein Moment kommt!


Andere sind lauter, schneller und auffälliger als du. Das muss für dich kein Nachteil sein. Meistens dauert die Selbstinszenierung nicht sehr lange und dann kommt deine Chance. Bis dahin hast du Zeit zu überlegen, was du sagen könntest, wie du reagieren könntest und kannst dann so richtig punkten.

 

Das waren einmal einige Tipps. Vielleicht helfen dir diese schon weiter. Die Probleme mit der Schüchternheit sind oft sehr speziell. Wenn du über deine ganz individuellen Probleme mit der Schüchternheit sprechen möchtest, dann ruf' an.


  • Folge uns


    Schnell über aktuelle Kettenbriefe & Abzock-Fallen informiert sein, die 147 Rat auf Draht BeraterInnen besser kennen lernen - Aktuelle Tipps & Infos von uns findest du auf unseren Social Media Kanälen:

    Instagram - @147rataufdraht
    Facebook – 147 Rat auf Draht
    WhatsApp Broadcast - 0676 / 88144251