Junge Frau liegt im Bett.
CC0 / Pixabay AlexVan (bearbeitet)

Träume - Nachtschicht im Gehirn

Wachst auch du manchmal auf und wunderst dich, was du da gerade geträumt hast? Oder wolltest du vielleicht schon einmal wissen, warum wir Menschen überhaupt träumen? Hier kannst du auf jeden Fall viele spannende Fakts zum Thema Traum nachlesen. Du kannst sogar herausfinden, wie du Träume selbst deuten kannst. Worauf wartest du noch? Klick dich weiter!
 

Wozu träumen wir?

Zur Funktion von Träumen gibt es aus verschiedensten wissenschaftlichen Richtungen unterschiedliche Theorien. Als sicher gilt, dass im Traum Geschehnisse aus dem Alltag verarbeitet werden und das sowohl "organisatorisch" als auch "inhaltlich". Damit ist gemeint, dass Eindrücke vom Tag, in der Nacht in verschiedenen Bereichen des Gehirns abgespeichert werden, mit anderen Eindrücken verglichen, abgeglichen und vielleicht auch verbunden werden. Das konnte durch die Beobachtung der Gehirnaktivität beim Schlafen festgestellt werden. Aber das Gehirn "räumt" im Traum nicht nur auf. Dieses Verarbeiten hat auch eine Art "therapeutischen" Effekt. Im Traum werden oft Erlebnisse verarbeitet, für die z. B. tagsüber zu wenig Zeit war oder die wir tagsüber einfach weggeschoben haben.

 

Träumt man immer?

Im Normalfall träumen Menschen jede Nacht. Auch wenn man sich nicht immer daran erinnern kann. Das liegt daran, dass das Traumerlebnis nur dem Kurzzeitgedächtnis zugängig ist. In diesem Gedächtnis können Inhalte, wie der Name schon sagt, nur sehr kurz gespeichert werden. Das heißt, wenn du dir einen Traum wirklich merken möchtest, musst du ihn dir gleich nach dem Aufwachen einprägen.
Es gibt allerdings auch Menschen, die nicht träumen. Das kann z. B. aufgrund einer Verletzung eines bestimmten Bereichs im Gehirn sein.
 

Mädchen schläft.

Wie träumen wir?

Menschen träumen vor allem in Bildern und Geräuschen. Dabei können die Bilder farbig, aber auch schwarz-weiß sein, je nachdem, welche Bereiche im Gehirn gerade aktiv sind. Traumforscher gehen davon aus, dass die Mehrzahl der Träume farbig ist. Nur selten ist der Geschmacks-, Geruchs- und Tastsinn beteiligt. Allerdings träumen z. B. auch blinde Menschen, die nie etwas sehen konnten. Bei ihnen stehen dann vor allem akustische Eindrücke und Tastwahrnehmungen im Vordergrund.

 

Traumdeutung

Träume zu deuten ist für viele sehr spannend und oft auch lustig. Es gibt jede Menge Bücher, in denen man - angeblich - nachlesen kann, was welcher Traum bedeutet. Doch kein Buch kann dir die Bedeutung verraten, die ein Symbol für dich selbst hat. Nur der Träumende selbst kann seine Träume entschlüsseln. Solche Bücher können dir höchstens bei der Ideenfindung helfen oder dir ein paar Lacher bereiten, wenn du dir deine Freizeit vertreiben möchtest.

 

Träume für den Alltag nützen

Mit Traumdeutung wird manchmal auch in Therapien gearbeitet, um z. B. auf unbewusste Probleme zu kommen. Hier (in unserem Artikel) soll es aber nicht um therapeutische Traumdeutung gehen, sondern darum, was du für deinen Alltag aus deinen Träumen vielleicht herauslesen kannst, wenn du Lust dazu hast.

 

Traumtagebuch

Wenn du dich näher mit deinen Träumen beschäftigen möchtest, dann könntest du z. B. ein Traumtagebuch führen. Das bedeutet, dass du, wenn du dich beim Aufwachen an einen Traum erinnerst, ihn aufschreibst, ein Bild dazu anfertigst oder das Geträumte nacherzählen und aufnehmen solltest. Je nachdem, was dir lieber ist.

 

Träumen Alltagserlebnissen zuordnen

Erinnerst du dich an einen Traum, dann kannst du dir zunächst einmal den Traum genauer anschauen. Vielleicht hast du schon beim ersten Durchlesen eine Idee, warum du gerade diesen Traum geträumt hast. Manchmal ist es recht klar, warum etwas Bestimmtes im Traum vorkommt. Es kann z. B. sein, dass du gerade verlassen worden bist und du diese Szene im Traum immer wieder erlebst. Oder dir tagsüber ein bestimmtes Auto aufgefallen ist und im Traum fährst du dann damit Rennen.

 

Symbole entschlüsseln

Oft sind Träume aber auch verschlüsselter. Denn im Traum taucht zwar nur auf, was vorher in unserem Gehirn abgespeichert wurde, aber es wird oft ganz eigenartig verbunden, ohne Beachtung von zeitliche Folgen und ganz ohne Logik. Hast du auf den ersten Blick gar keine Ahnung, dann kannst du dir aufschreiben, welche Dinge, Personen und Tiere im Traum vorgekommen sind. Dann überleg dir, was dir zu all dem Vorkommendem ganz spontan als Erstes einfällt. Das nennt man "frei Assoziieren". Das kann dir dabei helfen, dahinter zu kommen, wofür die Symbole im Traum stehen. Wichtig ist dann auch noch, welche Gefühle du mit dem Traum verbindest.

 
Vielleicht helfen dir auch noch die folgenden Informationen, deine Träume zu deuten:

Traum zur Verarbeitung

Im Traum wird Erlebtes verarbeitet. So zeigt sich z. B. bei Menschen die besonders Schlimmes erlitten haben, dass sie dieses Ereignis (z. B. einen Brand) im Traum immer wieder durchleben. Mit der Zeit verändert sich dieser Traum und verschwindet irgendwann ganz. Das bedeutet, dass alleine das Träumen, ohne dass wir im Wachzustand etwas dazutun, uns beim Verarbeiten von Erlebtem helfen kann. Das ist z. B. oft auch bei Trennungen oder Trauerfällen so.

 

Racheträume

Im Traum kann man sich auch, ohne es in die Tat umzusetzen, an Personen rächen. Gar nicht selten kommt es vor, dass man z. B. wenn man sich über jemanden ärgert, träumt, dass man sich an dieser Person gerächt hat. Und das kann im Traum auf fantastischste Weise geschehen, denn im Traum kann man alles. Sogar fliegen. Der Traum alleine kann einen mit so einem erleichterten Gefühl aufwachen lassen und Rache im Wachzustand unnötig machen.

 

Luzides Träumen

Manche Menschen wissen während des Träumens, obwohl sie schlafen, dass sie gerade träumen. Dies nennt man luzides Träumen oder auch Klarträumen. Besonders ihr als Jugendliche beherrscht das oft, ohne großartig üben zu müssen. Dabei hat man die Möglichkeit in seinen Traum einzugreifen. Gerade bei Träumen, die einem Angst machen. Das könnte z. B. so aussehen: Wenn einen jemand verfolgt, kann man versuchen, sich im Traum umzudrehen und den Verfolger anzuschauen oder ihn zu fragen, was er möchte. Oder vielleicht auch einfach davon fliegen. So kann man seinen Angsttraum los werden. Manche Menschen schaffen es sogar, sich bei solchen Träumen Hilfe für ihr "waches" Leben zu holen. Z. B. Musiker träumen manchmal ganze Musikstücke, die sie dann gleich nach dem Aufwachen aufschreiben.

 
Bub liegend in einer Wiese. (aboutpixel.de, Jenny)
Foto © Jenny / aboutpixel.de

Tagträume

Tatsächlich, auch am Tag kann man träumen. Oft wird man dafür geschimpft. "Träum nicht schon wieder herum, konzentrier dich lieber!" Doch tagsüber in eine Art "Traumzustand" zu gelangen, also sich über seine Gedanken und Vorstellungen in eine andere Welt zu versetzen, ist eine besondere Gabe. Tagträume sind eine Fähigkeit, die gerade beim Entspannen helfen kann. Also lass dich nicht davon abbringen, wenn du Spaß daran hast. Aber Achtung: Natürlich gibt es auch Situationen, in denen Tagträumen nicht ganz so angebracht ist, wie z. B. beim Moped Fahren, während der Schularbeit, u.s.w.. Aber diese Situationen erkennst du sicher selbst. :-)

 

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