Schatten von Hand die weglaufendes Holzmännchen fangen will
stuant63 (bearb.) via Compfight cc

Wenn Angst zum Problem wird

Alle Menschen haben ab und zu Angst. Das ist ganz natürlich und in gewissen Situationen sogar notwendig. Einige Menschen leiden allerdings unter so genannten Angststörungen, wie zum Beispiel "Panikattacken". Was das genau ist, und noch viele weitere Infos zum Thema Angst, findest du hier!
 

Angst als "Lebensretter"

Angst ist ein ganz natürliches Gefühl. Würden wir niemals Angst empfinden, würden wir uns häufig in Situationen begeben, die für uns bedrohlich sind. Insofern ist Angst manchmal sogar überlebensnotwendig, weil sie uns davor bewahrt, Dinge zu tun, die gefährlich sein könnten.

 

Wenn Angst hinderlich wird

Es kann aber auch sein, dass Angstgefühle für uns hinderlich werden. Nämlich dann, wenn wir Angst haben, obwohl eigentlich gar kein wirklicher Grund dafür besteht. Ein Beispiel dafür wäre zum Beispiel die "Prüfungsangst". Eine Prüfung ist eigentlich keine (lebens-)bedrohliche Situation. Und trotzdem empfinden manche Menschen so große Angst vor einer Prüfung, dass sie sich kaum noch konzentrieren können.

 
 

Körperliche Auswirkungen

Wenn man Angst empfindet, reagiert auch der Körper. Diese Reaktionen sind ganz natürlich und dienen dazu, den Menschen auf eine "Flucht-" oder "Kampfreaktion" vorzubereiten. "Flucht" oder "Kampf" sind die ganz normalen Schutzreaktionen, die tief in uns verankert sind.

Körperliche Symptome bei Angst:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher
  • Erhöhte Muskelanspannung und Reaktionsgeschwindigkeit
  • Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, sowie eine flachere und schnellere Atmung
  • Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
  • auch Übelkeit und Atemnot können auftreten
    Foto © neoleo / aboutpixel.de
Bursch blickt verängstigt.

Angststörungen

Etwa fünf von 100 Menschen leiden an einer Angststörung. Das bedeutet allgemein gesagt, dass man übermäßig starke Angst empfindet, obwohl objektiv gesehen "kein Grund" dafür besteht. Das alltägliche Leben der Betroffenen ist durch diese übermäßige und häufig auftretende Angst meist stark beeinträchtigt.


 



Phobien
Unter Phobien versteht man eine bestimmte Art von Angststörung. Nämlich die Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen.
Eine häufig vorkommende Phobie ist die so genannte "Klaustrophobie" - die Angst vor engen oder geschlossenen Räumen. "Spezifische Phobien" beziehen sich auf die Angst vor ganz bestimmten Objekten (z. B. Schlangen, Blut, Spinnen, etc.).
Nicht jeder der sich vor einer Spinne ekelt leidet aber unter einer Phobie. Erst wenn die Angst wirklich übermäßig ist und man aus Panik davor auf Spinnen zu treffen, bestimmte Situationen ganz vermeidet, kann man von einer Phobie sprechen.

 

Panikattacken
Unter Panikattacken versteht man plötzlich auftretende Angstanfälle, ohne dass es dafür einen sichtbaren Auslöser gibt. Meist werden diese Attacken von den oben beschriebenen körperlichen Symptomen begleitet (u.a. Zittern, Schwindel, Schweißausbrüche, Atemnot und Herzrasen). Oft treten auch ängstliche Gedanken auf, z. B. die Angst einen Herzinfarkt zu bekommen, oder verrückt zu werden. Aus Angst wieder eine Panikattacke zu bekommen sind die Betroffenen oft ungern alleine oder scheuen sich davor aus dem Haus zu gehen.

 

Generalisierte Angststörung
Unter diesem Krankheitsbild werden anhaltende Symptome von Angst zusammengefasst. Betroffene können meist nicht sagen, wovor genau sie Angst haben. Meist jedoch machen sie sich große Sorgen um ihre Angehörigen, haben z. B. große Angst davor, dass sie krank werden oder einen Unfall erleiden könnten. Aufgrund der ständigen Besorgnis kommt es zu vielen weiteren Symptomen wie Nervosität, Reizbarkeit, Einschlafstörungen, Herzrasen, Bauch- oder Schluckbeschwerden, Schwitzen, Schwindelgefühle, Konzentrationsstörungen usw.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Angststörungen lassen sich im allgemeinen sehr gut behandeln. Wichtig ist es, sich jemandem anzuvertrauen und sich Hilfe zu holen. Eine erste Anlaufstelle könnte z. B. der Hausarzt sein. Er kann einem helfen, die passende Behandlungsform (z. B. Entspannungstraining, Psychotherapie, angstlösende Medikamente, ...) zu finden.


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