Schematische Abbildung eines Gehirns aus englischsprachigen Wörtern - etwa Memory, Belief, Meaning, usw.
CC0 / Pixabay johnhain (bearbeitet)

Lerntechniken

Mind Mapping, Chunking, Merkbilder, Vokabel Poster, Lernkartei und Gedächtnisspaziergänge! Hier erfährst du, welche unterschiedlichen Lerntechniken es gibt, und wie sie funktionieren! Klick dich rein!
 

Lernen, da setz ich mich einfach hin, schlage mein Buch auf und versuche mir zu merken, was da steht. Tja, das machen die meisten. Doch lernen kann man auf viele verschiedene Arten und mit vielen verschiedenen Techniken. Wir haben einige für dich zusammengestellt.

 

Vokabel Poster

Vokabeln die du dir nicht merken kannst, kannst du auf ein Vokabel-Poster schreiben, das du an einen Platz hängst, an dem du immer wieder vorbeigehst. So siehst du auch im Alltag immer wieder die Vokabel und lernst so quasi im Vorbeigehen. Ordne die Vokabeln z.B. nach Haupt- und Zeitwörtern oder auch nach ihrem Sinn. Z.B. die Vokabel die zum Thema Reise gehören schreibst du blau, die die zum Thema Umweltschutz passen grün,... u.s.w..


 
Mind Map über Dinge, die einem Zeit stehlen.

Mind Mapping

Besonders für Lerngegenstände wie Biologie, Geographie,...u.s.w. eignet sich die Technik des mind mappings. Dabei erstellt man zu einem Thema eine Mind Map. Dazu nimmst du ein Blatt Papier in Querformat und schreibst in die Mitte das Thema, worum es geht. Z.B. Säugetiere oder Wal oder Landwirtschaft in China. Noch besser ist, wenn du eine kleine Zeichnung anfertigst z.B. die Flagge von China oder du zeichnest das Tier, um das es geht. Und dann zweigst du von dem Thema Zweige ab, d.h. du machst einfach Striche weg und schreibst Schlüsselwörter als Stichwörter zu dem Thema an das Ende der Striche. Beim Wal z.B. ein Strich weg, an dessen Ende z.B. Nahrung steht, noch ein Strich, an dessen Ende dann Lebensraum steht. Dann gehen auch von diesen Schlüsselwörtern weitere Verzweigungen weg. Bei Nahrung steht dann Krill und Fische. Verwende dafür auch unterschiedliche Farben.

Das ist jetzt alles schwierig in schriftlicher Form erklärt, sieh dir einfach hier ein Beispiel zum Thema Marienkäfer an. Du wirst sehen, es ist gar nicht schwer!!

 
 

Spaziergang

Um sich Lernstoff leichter merken zu können, kann man sich gedanklich immer auf den gleichen Spaziergang begeben. Und an bestimmten Orten legst du bestimmte Informationen ab. Z.B. beginnst du den Spaziergang bei einem Teich, dort erinnerst du dich an den Wal als ein Beispiel für Säugetiere, dann gehst du gedanklich weiter zu einer Bushaltestelle, an der erinnerst du dich an die Merkmale der Pferde, ...u.s.w. Diese Methode kannst du für viele verschiedene Arten von Lernstoff verwenden. Z.B. wenn du über die Griechen lernst, merkst du dir an einem Ort, wie sie gelebt haben, am anderen Ort, was sie erschaffen haben,.... Es funktioniert deshalb so gut, weil das menschliche Gehirn Daten gut ortsabhängig einspeichern kann.


 
leere Karteikarten.
Foto (bearbeitet) Simon Ledermann / aboutpixel.de

 

Lernkartei

Mithilfe einer Lernkartei kannst du dir besonders gut Vokabeln einlernen oder auch Fehlerwörter (also Wörter, die du immer wieder falsch schreibst) merken. Karteien bekommst du in jedem Papiergeschäft bzw. kannst du sie auch ganz einfach selbst machen. Du brauchst dazu nur eine kleine Schachtel, normales Papier und etwas dickeres Papier. Auf die Karteikarten schreibst du dann auf eine Seite die Vokabeln auf Deutsch und auf die andere Seite in der jeweiligen Fremdsprache, also z.B. auf Englisch. Am besten machst du auch noch kleine Zeichnungen dazu, dann merkst du dir die Wörter noch besser. Also z.B. beim Wort "pig" ein kleines Schwein dazu zeichnen. In der Schachtel oder der Kartei brauchst du dann mindestens 2 Kärtchen zur Unterteilung.

Denn am Beginn gibst du alle Kärtchen in das vorderste Fach. Dann überprüfst du dich. D.h. du nimmst alle Kärtchen heraus, schaust auf die eine Seite und versuchst das Wort zu übersetzen. Gelingt es, kannst du das Kärtchen in das nächsthintere Fach stecken, gelingt es dir nicht, steckst du das Kärtchen wieder in das vorderste Fach. Die die dann nach dem Üben immer noch im vordersten Fach stecken, wiederholst du noch einmal. Die im zweiten Fach brauchst du erst wieder am nächsten Tag zu wiederholen. Wenn du ein Wort aus dem zweiten Fach auch übersetzen kannst, darfst du es sogar ins letzte Fach stecken und die Wörter aus dem letzten Fach, musst du erst wieder vor der Schularbeit wiederholen. Bei Fehlerwörtern kannst du so vorgehen, dass du nach jeder Korrektur der Schularbeiten bzw. Hausübungen, die Wörter, die falsch waren, auf eine Karteikarte schreibst und dir diese dann jeweils ansagen lässt.

 

Chunking

Im Durchschnitt merkt man sich 5-7 Begriffe für kurze Zeit, d.h. wenn du z.B. 12 Länder lernen musst, solltest du versuchen Tricks anzuwenden, damit du bei der Prüfung auch tatsächlich alle 12 abrufen kannst. Helfen kann dir dabei die Methode des Chunkings.

Das bedeutet, dass man Lernstoff zusammenfasst. Nehmen wir an du musst dir folgende Länder merken: Österreich, Malaysien, Spanien, Italien, Thailand, Norwegen, Russland, Irland, Slovakei, Rumänien. Jetzt kannst du z.B. die Länder zusammenfassen, die zur EU gehören, dann die Länder zusammenfassen die zu Asien gehören, ...u.s.w. So merkst du dir zunächst EU, Asien, Russland. Und dann gliederst du dir Europa extra auf und auch Asien. Und schon hast du alle 12 beisammen.

 

Merkbilder

Wörter, die du immer und immer wieder falsch schreibst, kannst du dir durch Merkbilder einprägen. Genau die Stelle im Wort, die du immer wieder falsch schreibst, markierst du durch ein Bild. Und diese Zeichnungen hängst du dir am besten in deinem Zimmer auf, damit du sie immer wieder siehst und dir so auf Dauer einprägst. Z.B. Du schreibst Straße immer wieder ohne ß. Schreibe dir das Wort auf und das ß zeichnest du als Straße mit Mittelstreifen. Oder du vergisst beim Wort Pommes immer auf das mm. Verbinde auf der Zeichnung die beiden m mit einer Tüte und zeichne oben Pommes darüber.

 
Straße auf einem Blatt Papier geschrieben, wobei das ß wirklich als Straße gezeichnet ist.
Foto EP

 

Geschichten erfinden

Wenn du dir mehrere Begriffe merken sollst, dann kannst du versuchen, sie in eine Geschichte einzubauen. Z.B. du sollst dir Schlange, Gurke und Maus merken. Statt der Wörter merkst du dir die Geschichte: Die Maus beißt die Schlange und diese spuckt daraufhin eine Gurke aus. Das Beispiel dient nur zur Veranschaulichung der Technik. Je lustiger die Geschichten sind, umso besser merkt man sie sich meist!

 

Abprüfen

Nur wer auch das Abprüfen übt, kann erfolgreich lernen. Also lasse dich mündlich abprüfen für mündliche Prüfungen und schriftlich für schriftliche Prüfungen.

 


Das sind nur einige der Lerntechniken, die es gibt. Probier dich einfach durch und schaue, ob die eine oder andere zu dir passt. Viel Spaß dabei.


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