Junge Frau von oben fotografiert, hat die Hände auf den Oberschenkeln liegen.
CC0 / Pixabay holdosi (bearbeitet)

Selbstbefriedigung

Viele fragen sich, ob Selbstbefriedigung "normal" ist, wie es am besten funktioniert. Hier findest du Antworten auf viele Fragen und Tipps rund um dieses Thema.
 

Völlig normal

Für Selbstbefriedigung gibt es viele Namen, onanieren, wichsen, sich reiben, sind nur einige der Bezeichnungen. Doch egal, wie sie auch immer genannt wird, fest steht, dass Selbstbefriedigung etwas völlig Natürliches und Normales ist. Das gilt sowohl für Mädchen als auch für Burschen. Fast Jeder und Jede befriedigt sich selbst.

Schon Babys empfinden Lust, wenn sie ihren Körper fest anspannen oder sich im Intimbereich berühren. In dieser Zeit sind diese Gefühle natürlich absolut noch nicht mit Sexualität verknüpft. Der Wunsch, schöne Gefühle durch Bewegungen des eigenen Körpers bzw. Berührungen hervorzurufen bleibt bei den meisten Menschen über ihr ganzes Leben erhalten. Während der Pubertät, steigt sowohl bei Burschen, als auch bei Mädchen das Verlangen. Auch das ist völlig normal!

 

Durch die Selbstbefriedigung erzeugt man sich selbst angenehme, sexuelle Gefühle. Man lernt sich und seinen Körper dadurch auch kennen, findet heraus, welche Berührungen einem selbst angenehm sind und welche man nicht so gerne mag, welche Körperteile besonders empfindlich sind. Die Selbstbefriedigung erfüllt somit sogar einen wichtigen Teil in der sexuellen Entwicklung. Denn man findet selbst heraus, was einen sexuell erregt. Hat man dann irgend wann einen Partner oder eine Partnerin, kann man weiter geben, was man gerne mag.
Selbstbefriedigung entspannt auch und lässt manche besonders gut einschlafen.

 

Absolut falsch!!

Manchmal kursieren auch heute noch Gerüchte darüber, was alles passieren kann, wenn man sich selbst befriedigt. Z.B. dass man blind werden kann, einem die Hände abfallen, das Sperma irgendwann einmal ausgehen könnte oder man impotent werden kann. Das ist absoluter Schwachsinn und stimmt definitiv nicht!!

 

Wie funktioniert Selbstbefriedigung?

Prinzipiell bedeutet Selbstbefriedigung, dass man zu sich selbst zärtlich ist und dass man sich selbst angenehme, sexuelle Gefühle erzeugt. Eine direkte Gebrauchsanleitung gibt es nicht. Denn was sich gut anfühlt, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Was dem einen Lust bereitet, kann einem anderen durchaus schon Schmerzen bereiten. Alles, was sich für dich schön anfühlt, ist okay. Es gibt kein allgemeines Richtig oder Falsch.

Es geht darum, für dich herauszufinden, was dir persönlich gefällt. Lasse auch deine Gedanken schweifen. Gerade auch die eigene Fantasie kann ein Motor für sexuelle Gefühle sein. Viele stellen sich bestimmte Situationen vor, die sie sexuell erregen. Manche verwenden auch Bilder oder Videos, um sich in sexuelle Erregung zu versetzen bzw. ihre Fantasie anzuregen.

 

Fantasie vs. Realität

Manche schrecken sich, weil sie sich in der Fantasie Situationen vorstellen, von denen sie wissen, dass sie sie in der Realität niemals erleben möchten. Doch keine Sorge, was einen in der Fantasie erregt, kann völlig unterschiedlich sein, von dem, was man dann irgendwann auch in der Realität in der Sexualität machen möchte!

Frau liegt auf dem Bett.

Selbstbefriedigung bei Mädchen

Was einen erregt und sich angenehm anfühlt, ist wie gesagt sehr individuell. Hier beschreiben wir, was ein Teil der Selbstbefriedigung sein und Lust verschaffen kann.
Zunächst geht es darum, eine Position für sich zu finden, in der man sich wohl fühlt. Das kann im Liegen sein, aber auch im Stehen oder Sitzen. Gerade der Kitzler oder auch Klitoris genannt, ist für Berührungen sehr empfindlich. Viele Mädchen mögen es, den Kitzler mit den Fingern zu stimulieren, in dem sie daran reiben, zupfen oder Druck darauf ausüben. Aber auch die ganze Region rund um die Scheide und die Schamlippen ist für Berührungen sehr empfindlich, manchmal auch der Bereich rund um die Po-Öffnung.

 
 

Gerade auch Zärtlichkeiten am ganzen Körper, wie z.B. das Streicheln an den Innenseiten der Oberschenkel oder der Arme, der Brüste, etc. können Lust bereiten. Wie empfindlich man ist, ist dabei sehr unterschiedlich.

Ob man sich bei der Selbstbefriedigung stark bewegt, den Körper immer wieder an- und entspannt oder eher ruhig liegt und einfach seine Finger wandern lässt, ist ganz individuell. Finde heraus, was dir am angenehmsten ist.

Eindringen in die Scheide
Für viele ist es auch angenehm, das Innere der Scheide zu erkunden, in dem sie z.B. mit den Fingern eindringen. Am besten davor die Hände waschen, dadurch kann man Reizungen oder Entzündungen verhindern. Es gibt auch so genannte "Sexspielzeuge", die extra dafür hergestellt werden, um in der Sexualität und eben auch bei der Selbstbefriedigung eingesetzt zu werden. Dabei gibt es z.B. auch so genannte Dildos oder Vibratoren, die die Form eines Penis haben und für das Eindringen verwendet werden können. Meistens sind diese allerdings erst ab 18 zu erwerben.

Achtung beim Einführen von nicht extra dafür hergestellten Gegenständen. Wenn du einen Gegenstand verwendest, dann darf dieser nicht kantig, spitz oder zerbrechlich sein. Für den Schutz vor Keimen, solltest du am besten ein Kondom darüber ziehen. Viele Gegenstände bergen tatsächlich Gefahren. Bewegt man z.B. offene Flaschen in der Scheide, so kann ein Unterdruck entstehen. Dadurch sitzt die Flasche dann fest und kann nur noch durch einen Arzt/eine Ärztin entfernt werden. Bei Obst und Gemüse besteht die Gefahr, dass es durch die, auf ihnen vorhandenen Keime, zu Entzündungen kommt bzw. dass sie abbrechen.



   Mitya Ku via Compfight cc


Selbstbefriedigung bei Burschen


Wir beschreiben hier, was Teil der Selbstbefriedigung sein kann. Wie schon erwähnt, ist es sehr unterschiedlich, was man selbst als angenehm erlebt und was man gar nicht schön findet.
Viele Burschen stimulieren bei der Selbstbefriedigung vor allem ihren Penis. Dabei kann z.B. die Vorhaut vor und zurück bewegt werden, der Eichelrand massiert werden oder auch direkt mit der Hand über die Eichel "gerubbelt" werden. Welcher Druck bzw. welcher Rhythmus dabei als angenehm erlebt wird, ist sehr verschieden. Gerade, wenn man besonders empfindlich an der Eichel ist, kann Gleitgel oder auch eine Creme helfen, dass die Berührungen weniger stark erlebt werden.

Auch die Hoden oder die Gegend um die Po-Öffnung kann einbezogen werden, auch sie können für Berührungen sehr empfindlich sein. Auch der ganze Körper kann mit einbezogen werden, z.B. die Innenseiten der Oberschenkel, die Brustwarzen, der Halsbereich. An welchen Körperstellen Berührungen als angenehm und erregend empfunden werden, ist sehr unterschiedlich.

Manchmal konzentriert man sich eher auf die Stimulation des Penis, es kann aber genauso lustvoll sein, die Beckenmuskulatur anzuspannen oder sich mit dem ganzen Körper zu bewegen. Für viele ist es auch lustvoll den Bereich rund um diei Po-Öffnung zu stimulieren.




Burschen befriedigen sich manchmal auch selbst, bevor ihr Körper Samenzellen produziert. Sobald sie allerdings den ersten Samenerguss hatten, fragen sich viele, was sie mit dem Sperma machen sollen, wenn sie sich bei der Selbstbefriedigung selbst zum Orgasmus bringen. Auch das wird sehr individuell gelöst. Manche legen ein Handtuch darunter, um Flecken zu vermeiden. Andere fangen das Sperma direkt mit der Hand oder einem Taschentuch auf.
Da gerade die Eichel auch eine sehr empfindsame Stelle ist, empfiehlt es sich, sich vor der Selbstbefriedigung die Hände zu waschen.

 

Orgasmus und Selbstbefriedigung

Mit ein bisschen Übung kann man sich durch die Selbstbefriedigung auch zum Orgasmus bringen. Allerdings muss das nicht immer das Ziel sein. Jeder und Jede bestimmt selbst, wie weit er bzw. sie bei der Selbstbefriedigung gehen möchte.

 

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