Frau mit ausgebreiteten Händen; von oben kommen Kästchen mit der Aufschrift :SALE
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Kaufsucht

Shoppen gehen wir fast alle gerne. Doch, dass eine so nette Freizeitgestaltung auch zu einem echten Problem werden kann, können sich oft nur wenige vorstellen. Hier kannst du mehr über eine in der Öffentlichkeit weniger besprochene Sucht erfahren, von der auch viele Jugendliche - vor allem Mädchen, betroffen sind.
 

Frustkäufe kennt jeder

Durch die Geschäfte bummeln und auch ein paar Dinge zu kaufen, macht Spaß. Manchmal kann Shoppen auch richtig heilsam sein. Vor allem, wenn es einem einmal nicht so gut geht und man sich in den Geschäften ablenken kann. Frustkäufe nennt man das. Das kennt so ziemlich jeder von uns und das ist auch völlig normal und okay. Gefährlich wird es allerdings, wenn Probleme regelmäßig durch Käufe zu lösen versucht werden und die Frustkäufe zur Gewohnheit werden.

 

Gefährlichkeit

Die Gefahr bei der Kaufsucht liegt vor allem in ihrer Unauffälligkeit. Denn Einkaufen wird in unserer Gesellschaft als etwas Positives angesehen. Die Umwelt findet es okay, wenn man sich in schwierigen Zeiten "etwas gönnt". Die anderen machen sich viel weniger Sorgen, wenn man viel Shoppen geht, als wenn man z.B. Alkohol trinken würde. Und so kommt es, dass Kaufsucht sowohl von den Süchtigen selbst, als auch von der Umwelt, oft erst sehr spät erkannt wird. Auch der Übergang von einem normalen Kaufverhalten zur Sucht ist sehr fließend und unauffällig. Umso wichtiger ist es, sich darüber zu informieren und sich selbst bei seinem Kaufverhalten zu beobachten.

 

Was ist Kaufsucht genau?

Als Kaufsucht bezeichnet man das meist in Anfällen auftretende Kaufen von Konsumgütern und auch Dienstleistungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Handlung des Kaufens und nicht der Besitz der gekauften Dinge. Mit dem Kaufen wird versucht eine innere Leere, einen Wunsch nach etwas auszugleichen. Das würde z.B. bedeuten, dass jemand, der sich sehr einsam fühlt, versucht, dieses Einsamkeitsgefühl durch Einkaufen zu bekämpfen.

 

Wann solltest du dir Sorgen machen?

 

  • Wenn du Kaufen als ganz starken Drang erlebst, du als etwas kaufen musst.
  • Wenn du nicht mehr shoppen gehst, um dir etwas Schönes zu kaufen, sondern um dich gut zu fühlen.
  • Wenn du das Gefühl hast, nicht mehr selbst steuern zu können, ob und wann du einkaufen gehst oder nicht.
  • Wenn du so eine Art Dosissteigerung bemerkst, du also immer mehr kaufen musst bzw. immer teurere Dinge, damit du dich wieder gut fühlst.
  • Wenn es dich nervös macht, wenn du einige Zeit nichts gekauft hast bzw. du weißt, dass du einige Tage nicht einkaufen gehen kannst.
  • Wenn du dich über die Dinge, die du gekauft hast, gar nicht mehr freust und sie dir gar nichts bedeuten. Du schmeißt sie einfach unausgepackt in deinen Kasten oder versteckst sie vielleicht sogar vor anderen.

 

 

Erkennst du dich in diesen Beschreibungen wieder, dann solltest du dein Kaufverhalten ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Überlege einmal ganz für dich alleine, in welchen Situationen du etwas kaufst. Vielleicht kommst du selbst darauf, was das Kaufen bei dir ersetzt.
Du solltest dich an eine Beratungsstelle wenden, um abzuklären, wie weit du betroffen bist und was du weiter tun kannst.

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