Mann liegt mit Kopf auf Tisch und hält Flasche in der Hand
CC0 / Pixabay jarmoluk (bearbeitet)

Wenn Eltern Alkohol trinken

Viele Erwachsene trinken Alkohol, nach der Arbeit, zum Essen und bei Feierlichkeiten. Doch oft wird die Gefahr dieser gesellschaftlich akzeptierten Droge unterschätzt. 20% der österreichischen Erwachsenen haben ein Alkoholproblem, darunter sind auch viele Väter und Mütter. Was dann?
 

Alkoholabhängigkeit

Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit. Auch wenn das Alkohl-Trinken gesellschaftlich akzeptiert ist, so kann man von Alkohol körperlich und auch psychisch abhängig werden.
Ist jemand alkoholkrank, bestimmt der Alkohol einen großen Teil des Lebens. Es gelingt nicht mehr den Alkoholkonsum zu kontrollieren. Die Sucht steht dann im Vordergrund. Das hat natürlich Auswirkungen auf die ganze Familie.

 

Falls deine Eltern ab und zu Alkohol trinken, heißt das noch lange nicht, dass sie Alkoholiker sind.
Viele Kinder und Jugendliche merken jedoch ganz genau, wenn Eltern zu viel trinken.

 
 

Auswirkungen von Alkohol in der Familie

Worunter die Angehörigen eines Alkoholkranken leiden, ist nicht der Alkohol als Substanz an sich, sondern die Auswirkungen, die diese Krankheit mit sich zieht.
 

  • Oft kann der Betroffene seinen Pflichten nicht mehr nachgehen und andere Familienmitglieder übernehmen seine Aufgaben.
  • Stimmungsschwankungen und widersprüchliche Gefühlsäußerungen des Alkoholkranken müssen von den anderen Familienmitgliedern ausgehalten werden. Oft kommt es auch zu Streit und Gewalt.
  • Dem Betroffenen fällt es schwer, etwas, das ausgemacht war, auch einzuhalten. Dies führt zu Enttäuschungen bei den Angehörigen.
  • Dass ein Familienmitglied ein Alkoholproblem hat, wird oftmals nicht offen angesprochen und auch nach Außen wird "der Schein gewahrt". Der Schein muss oft gewahrt werden, auch wenn das bedeutet, dass die Angehörigen lügen müssen.
  • Die eigenen Gefühle dem Alkoholkranken gegenüber schwanken oftmals zwischen Liebe, Zuneigung, Trauer, Enttäuschung, Wut und Ekel.

    Foto (bearbeitet) Günter Havlena / PIXELIO

Mann hält halbvolles Weinglas vor dem Gesicht.

Beachte:

Du bist nicht allein! Auch wenn du vielleicht das Gefühl hast, es gibt viele andere Kinder und Jugendliche, deren Vater oder Mutter auch alkoholkrank ist. Nur wird darüber einfach nicht gesprochen, die Scham ist oft zu groß bzw. hat man Angst vor der Reaktion der anderen.
Du bist nicht schuld! Viele Angehörige fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben. Doch niemand ist für die Krankheit eines anderen verantwortlich. Was auch immer die Ursachen der Alkoholsucht deines Vaters oder deiner Mutter sind: Du bist nicht verantwortlich dafür.
Alkoholismus ist eine Krankheit und braucht daher professionelle Behandlung von Ärzten und Psychologen. Auch wenn du gerne helfen würdest, kannst du selbst gegen diese Krankheit nichts unternehmen. Es ist schwierig, das auszuhalten, aber leider die Wahrheit!

 

Was du tun kannst!

Wie bereits gesagt: Alkoholismus ist eine Krankheit und bedarf professioneller Behandlung. Wichtig ist, dass Du auf dich schaust!


  • Sei "egoistisch"! Du hast ein Recht darauf glücklich zu sein!
  • Pflege deine Freundschaften und Hobbys!
  • Das Zusammenleben mit einem Alkoholkranken ist sehr belastend. Versuche Kraft zu tanken, indem du dir selbst etwas Gutes tust!
  • Such dir Gesprächspartner und hol dir Unterstützung! Sprich mit Menschen, denen du vetraust, über deine Situation zu Hause (z.B. mit Verwandten, Bekannten, Eltern von Freunden, Lehrern,...).
  • Es gibt auch Beratungsstellen für Angehörige von Alkoholkranken, an die du dich wenden kannst!
  • Auch wir sind jederzeit zu diesem Thema für dich da! Wenn du es zu Hause gar nicht mehr aushältst, können wir mit dir gemeinsam auch einen ersten Kontakt am Telefon mit einem Krisenzentrum oder dem Jugendamt aufnehmen. Natürlich nur, wenn du das auch möchtest!

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