Waage, die hohes Gewicht zeigt.
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Adipositas - Nicht rund, sondern ernsthaft krank!

Übergewicht ist ein zunehmend großes Problem bei Kindern und Jugendlichen. Wie man Übergewicht vorbeugen kann und alles rund um Adipositas können Sie hier nachlesen.
 

Adipositas

Erreicht das Übergewicht ein bestimmtes Maß, spricht man von Adipositas. Sie ist eine chronische Erkrankung mit massiven Folgen für Körper und Seele. Haltungs- und Gelenksprobleme, Depressionen aufgrund von Hänseleien, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in jungen Jahren sind häufige Folgen.

 

Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig. Eine Rolle spielt die Erbanlage, aufgrund derer Kinder z.B. „leichter“ zunehmen, weil sie zu einem verminderten Energieumsatz tendieren. Eine Veranlagung heißt aber nicht, dass man auf jeden Fall übergewichtig wird. Zusätzliche Faktoren sind Ernährung, Lebensweise, mangelnde körperliche Bewegung und auch seelischen Faktoren wie Stress und Einsamkeit. Auch Krankheiten können zu Fettleibigkeit führen.

Zu Adipositas kommt es, wenn die Energiezufuhr dauerhaft den Energieverbrauch übersteigt. Dann führt das zu einer stetigen Gewichtszunahme. Der Überschuss wird vom Körper als Fett gespeichert.

 

Übergewicht ernst nehmen

Holen Sie sich möglichst früh Unterstützung von Experten. Zunächst gilt es, abzuklären, ob das Kind übergewichtig ist und in welchem Ausmaß. Zur Diagnose zieht man den sogenannten Body-Mass-Index (BMI) heran. Bei Kindern und Jugendlichen reicht dieser alleine allerdings zur Diagnose nicht aus, sondern wird in Wachstumskurzen eingetragen und verglichen.
Wenden Sie sich an den Kinderarzt ihres Vertrauens, er berät Sie auch bezüglich weiterer Schritte. Bei Kindern reicht oft das Halten des Gewichtes, aufgrund des noch bevorstehenden Wachstumsschubs.

 

Übergewicht vorbeugen

 

  • Gewöhnen Sie von Beginn, Wasser als Durstlöscher an. Stellen Sie z.B. immer Wasser mit Zitronensaft am Tisch. Variieren Sie mit kaltem Früchtetee.
    Vermeiden Sie, dass nebenbei (z.B. Hausübung, Fernsehen) gegessen wird.
  • Greifen Sie zu Süßigkeiten, die in kleinen Portionen abgepackt sind, denn aus einem großen Sackerl isst man mehr. Alternativ portionieren Sie in einer Schüssel.
  • Vermeiden Sie Essen als Trostmittel bzw. Belohnung. Schokolade zum Trost wird schnell zu einer angelernten Strategie. Stattdessen auf Umarmung, ein Entspannungsbad (z.B. Knisterbad), lautes gemeinsames Schreien oder eine Sportaktivität zurückgreifen.
  • Bereiten Sie Kindern, die tagsüber alleine sind, Essen im Kühlschrank vor. Sie greifen bevorzugt zu Essen, das schnell verfügbar ist. Steht z.B. klein geschnittenes Obst bereit, ist es eine Alternative.
  • "Heute gönnen wir uns etwas Leckeres, morgen essen wir wieder gesund." Achten Sie darauf, wie Sie Gesundes in der Familie bezeichnen. Ihr Kind lernt sonst nebenbei, dass gesund nicht schmeckt.
  • Essen attraktiv gestalten: Obst wird als Getränk mit Eiswürfel besser angenommen. Vollkorntoast eher akzeptiert, als Vollkornbrot. Ein Vollkornweckerl mit gebratenem Hühnerfleisch, Salat und Ketchup gerne gegessen.
  • Bewegung ist wichtig! Nützen Sie Computerspiele bei denen man sich bewegen muss!

 

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