Peacezeichen mit dem Eiffelturm in der Mitte.
AP/Jean Jullien

Bilder des Terrors – wie rede ich mit meinem Kind darüber?

Die Terroranschläge in Paris bewegen uns alle. Doch wie soll man mit Kindern darüber sprechen? Antworten finden Sie hier!

Die Terroranschläge in Paris und weltweit berühren wohl jeden von uns. Wir sind sprachlos, fühlen mit, sind schockiert und haben vielleicht auch Angst. Bilder und Berichte über das Geschehene lösen auch bei Kindern und Jugendlichen starke Gefühle aus und können für sie sehr belastend sein. Umso wichtiger ist es, sie mit solchen Eindrücken nicht alleine zu lassen.
 
Darüber sprechen
Kinder spüren sehr genau, wenn Ihren Eltern etwas nahe geht und etwas passiert ist.
Versuchen Sie nicht, die Geschehnisse vor dem Nachwuchs zu verheimlichen. Die Unsicherheit erzeugt nur noch mehr Angst. Sprechen Sie ehrlich und altersentsprechend über den Terror.
 
Altersadäquate Informationen
Für Kinder unter 10 Jahre sind Bilder in Nachrichten und Zeitungen generell nicht geeignet, da sie von ihnen noch nicht verstanden, eingeordnet und verarbeitet werden können. Trotzdem wollen sie wissen, was los ist. Es gibt spezielle Kinder-Nachrichten, die Informationen kindgerecht aufbereiten. Diese können Sie nützen, um sich mit dem Nachwuchs gemeinsam zu informieren oder selbst geeignete Worte zu finden. Im Internet kann man viele dieser Beiträge auch noch im Nachhinein anschauen. Informationen über den IS finden Sie beispielsweise auf http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/43513/index.html
 
Nachfragen
Kinder haben oft ganz andere Ängste und Gedanken, als wir Erwachsenen. Fragen Sie nach, wie es Ihrem Nachwuchs im Speziellen damit geht bzw. was er wissen möchte. Beantworten Sie die Fragen wahrheitsgemäß. Wenn sie etwas selbst nicht beantworten können, sagen Sie das ehrlich. Mit der Kinder-Suchmaschine www.blindekuh.de können Sie gemeinsam nach kindgerechten Antworten suchen.
 
Auch Jugendliche sind von derartigen Ereignissen sehr betroffen. Schauen Sie die Berichterstattung gemeinsam, zeigen Sie ehrliche Ihre Gefühle und tauschen Sie sich aus. Bei Fragen können Sie auch miteinander recherchieren.
 
Kann so etwas auch bei uns passieren?
Viele Kinder machen sich Gedanken, ob so etwas auch in Ihrer direkten Umgebung geschehen könnte. Vermeiden Sie dabei ein globales: "Bei uns passiert so etwas nicht".

 Denn das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und keine ehrlichen Antworten zu bekommen, erzeugt Angst. Kinder sind dabei sehr feinfühlig. Statt dessen könnten Sie ehrlich antworten, dass alles dafür unternommen wird, damit in Österreich kein derartiger Anschlag stattfinden kann.
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