Trauriger Schüler.
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Ein Fünfer. Was jetzt?

Frühwarnungen werden ausgesprochen, ein Nicht genügend im Zeugnis droht. Lesen Sie hier nach, welche verschiedensten Auswirkungen ein Nicht genügend haben kann, wann die Aufstiegsklausel erteilt werden kann und warum es immer Sinn macht, zu einer Wiederholungsprüfung anzutreten.

13 gleiche Buchstaben mit unterschiedlichen Konsequenzen

Die 13 Buchstaben „Nicht genügend“ können verschiedenste Auswirkungen haben: Wiederholungsprüfung, Aufstiegsklausel oder fixes Wiederholen. Aber was gilt wann?
Was nach einem Nicht genügend passiert, ist im §25 des Schulunterrichtsgesetzes festgehalten.

 

Aufstiegsklausel

Mit einem Nicht genügend darf ein Schüler demnach aufsteigen, wenn

  • er nicht auch schon im vorigen Schuljahr im selben Pflichtgegenstand am Jahresende mit Nicht genügend bewertet wurde,
  • dieser Gegenstand auch noch in der nächst höheren Schulstufe im Lernplan enthalten ist
  • und wenn die Klassenkonferenz der Aufstiegsklausel zustimmt. Es wird dabei überlegt, ob der Schüler im nächsten Schuljahr die Defizite eher aufholen kann oder nicht. Ausschlaggebend sind dabei vor allem die Noten in den anderen Fächern.

 

 

Wiederholungsprüfung trotz Aufstiegsklausel

Auch wenn es sich komisch anhört: Auch bei einer Entscheidung für die Aufstiegsklausel, sollte man freiwillig zur Wiederholungsprüfung antreten. Denn in dem Fall kann man nur gewinnen. Wird sie bestanden, hat man auch noch im nächsten Jahr die Chance, mit einem Nicht genügend aufzusteigen, wird sie nicht bestanden, gilt weiterhin die Aufstiegsklausel.

 

Mehr als ein Nicht genügend

Bei zwei Nicht genügend kann man in beiden Fächern zu einer Wiederholungsprüfung antreten. Wird mindestens eine davon geschafft, entscheidet wieder die Konferenz über die Aufstiegsklausel. Ab drei Nicht genügend muss die Schulstufe wiederholt werden.

 

Erholung muss sein!

Ohne Erholung geht gar nichts! Wissenschaftliche Studien zeigen, dass schlechte Noten nicht gleichzeitig wenig Anstrengung bedeuten. Zunächst braucht der Nachwuchs Ferien, um wieder Energie zu tanken. Optimaler Lernbeginn für eine Wiederholungsprüfung ist der August!

 

Urlaub trotz Nachzipf?

Eine Nachprüfung muss die Ferienplanung nicht über Bord werfen. Denn auch im Urlaub kann, wenn es gut vorbereitet ist, wenige Stunden am Tag gelernt werden, ohne dass der Urlaub zum Stress wird. Die Zeit des Urlaubes kann aber auch vorher „eingearbeitet“ werden. Reden Sie mit ihrem Nachwuchs darüber, was ihm lieber ist.

 
 

Nützen Sie die Zeit vor den Ferien

Wichtig ist, den Lehrer noch vor Beginn der Sommerferien zu fragen, wie die Prüfung genau ablaufen wird (mündlich, schriftlich oder beides) und was Prüfungsstoff ist. Der Ablauf ist wirklich sehr unterschiedlich. Je genauer man weiß, wie die Prüfung aussieht, umso besser kann man sich vorbereiten!

 

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