Junges Mädchen posiert für Foto.
CC0 / Pixabay Gilmanshin (bearbeitet)

Kinderfotos in sozialen Netzwerken

Kann man Kinderfotos bedenkenlos in Facebook laden? Welche Gefahren könnten lauern? Was Sie dazu beachten sollten, können Sie hier nachlesen:
 

Facebook lockt

Kommt ein neuer Erdenbewohner auf die Welt, möchte man seine Freude mit aller Welt teilen. Soziale Netzwerke locken mit der Möglichkeit, seinen Stolz mit einem Mausklick mit allen seinen Freunden zu teilen. Die vielen positiven Kommentare lassen die Risiken oft in den Hintergrund geraten. Dabei sind diese vielfältig.

Als Eltern gilt es, sich immer wieder vor Augen zu führen, was ein Veröffentlichen eines Bildes seines Nachwuchses bedeutet.

 

Genau überlegen lohnt sich

Ab dem Online-Stellen eines Kinderfotos in Facebook - erteilt man dem sozialen Netzwerk ein Nutzungsrecht.

Einmal veröffentlicht, hat man kaum mehr Kontrolle über das Foto. Prinzipiell könnte es auf jedem x-beliebigem Computer landen. Im Extremfall auch in pädophilen Kreisen.

 
Schatten von Kindern hinter einer Spinnenwand. (ep)
Foto © EP
 

Peinlich, peinlich!

Viele können sich bestimmt noch daran erinnern, als die eigenen Eltern beim Vorstellen des ersten Partners das Fotoalbum gezückt haben. Peinlich berührt wären wir am liebsten im Erdboden versunken. Bilder im Internet werden nicht nur den engsten Verwandten und Bekannten, sondern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Und das möglicherweise lebenslang.

 

Schützen Sie die Privatsphäre Ihres Kindes

Es gilt die Privatsphäre unseres Nachwuchses bestmöglich zu schützen!

  • Veröffentlichen Sie Fotos Ihres Kindes nur mit dessen Einverständnis.
  • Überlegen Sie bei Fotos im Baby- bzw. Kleinkindalter, ob es für Sie okay wäre, hätte jemand Fremdes dieses Foto auf dessen privatem Computer.
  • Achten Sie auch bei Statusmeldungen, in denen Sie über Ihre Kinder berichten, darauf, sie nicht bloß zu stellen.
  • Vermeiden Sie familiäre Interna im Internet, wie z.B. das im Vertrauen erzählte erste Verliebt-Sein, die abgelehnte Bitte, sich die Haare färben zu dürfen, etc. Auch Zitate im Jugendalter sollten tabu sein. Fragen Sie im Zweifelsfall nach dem Okay Ihres Nachwuchses. Wir wollen ja auch nicht, dass der Nachwuchs vom letzten Familienstreit auf Facebook berichtet, oder?
  • Achten Sie beim Fotografieren, vor allem mit Smartphones, darauf, dass der Entstehungsort nicht gespeichert wird. Sonst übermitteln sie auch die geografischen Daten.
  • Bedenken Sie, dass jetzt veröffentlichte Informationen auch noch Jahre später für Ihre Tochter/Ihren Sohn relevant sein können.
  • Achten Sie auf die Privatsphäre Einstellungen, wenn Sie nicht gänzlich auf Kinderfotos in sozialen Netzwerken verzichten möchten.
  • Alternativen können Web-Fotoalben sein, die nur durch Passwörter eingesehen werden können.
  • 147 Rat auf Draht berät auch Eltern!


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