Jugendliche mit Kopfhörern vor PC-Bildschirmen beim eSport
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Ich werde eSportler!

Gerade seit der Fortnite Weltmeisterschaft, sehen immer mehr Jugendliche ihre Zukunft im eSport - dem sportlichen Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen.
Sie wollen ihren Idolen nacheifern und als professionelle Gamer*innen Geld verdienen. Manche Jugendliche sehen dabei einfach eine Möglichkeit, mit einem Hobby schnell reich zu werden, andere setzen sich durchaus ernsthaft mit dem Thema auseinander.
 
Was also tun, wenn der eigene Nachwuchs den Wunsch äußert, eSportler zu werden?
Nehmen Sie den Wunsch ernst! Fragen Sie aktiv nach, in welchem Spiel ihr Kind z.B. das Gefühl hat, es schaffen zu können. Hat ihr Kind vielleicht schon Erfolge erzielt? Lassen Sie sich zeigen, was der Nachwuchs im Spiel bereits erreicht hat. In den meisten Spielen gibt es Rating-Systeme, die sehr schnell Anhaltspunkte liefern, welche Fähigkeiten ihr Kind in dem Spiel zeigt. So lässt sich einschätzen, wie gut das Kind in seinem Hobby ist und wie realistisch die Chancen sind. Das lässt sich direkt vergleichen, mit dem Wunsch Profi Tennisspieler*in oder Fußballer*in zu werden. Sie können sich hier gut orientieren, in dem Sie sich fragen, wie Sie hier vorgehen würden.
 
Verschaffen Sie sich einen Überblick, Ihr Kind genau meint? Geht es darum, an Wettkämpfen teilzunehmen oder ist es ein Berufswunsch oder geht es mehr um die unrealistische Vorstellung, man könnte ohne viel Aufwand sehr viel Geld verdienen.
 
Informieren Sie sich gemeinsam, wie der Tagesablauf eines E-Sportles aussieht. Denn da gehört viel mehr dazu, als einfach zu zocken.
 
Eine Möglichkeit, den Wunsch gleichzeitig ernst zu nehmen und aber auch auf eine realistische Ebene zu bringen, ist die Kontaktaufnahme mit dem österreichischen eSport Verband. Gemeinsam kann man sich erkundigen, was der Profi Sport an Anforderungen so mitbringt. Denn auf einem professionellen Niveau braucht es nicht mehr nur das Spielen, sondern auch ein körperliches Training und eine entsprechende Ernährung. Weiters kann der Verband auch Auskunft geben über Schulmeisterschaften oder andere Wettkämpfe, an denen man sich beteiligen kann.
 
Vereinbaren Sie gemeinsame Regeln. Etwa, dass Sie den Nachwuchs bei der Teilnahme an Turnieren unterstützen, wenn dafür die schulischen Leistungen nicht leiden.
 
Grundsätzlich ist es wichtig, sein Kind in dem zu unterstützen, was es wirklich liebt, gleichzeitig gilt es auch ehrlich hinzuschauen, ob der Weg eher in Richtung eines Hobbies oder einer realistischen Berufslaufbahn geht.
 
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