Rauchende Zigarette.
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Ich will nicht, dass mein Kind raucht!

Was können Eltern tun, wenn sie nicht wollen, dass ihr Kind zum Rauchen anfängt? Wie mit dem Kind darüber reden?

Studien zeigen, dass österreichische Jugendliche (11-15 Jährige) beim Rauchen, im Vergleich mit anderen Industrieländern, weit vorne liegen.

„...weil es alle machen, es cool ist, schlank hält, Sicherheit gibt“

sind häufig genannte Gründe, warum Jugendliche zum Glimmstängel greifen. Selten wird des Rauchens wegen geraucht, vielmehr spielen Herausforderungen des Erwachsenwerdens eine Rolle.

Kinder vor dem 11. Lebensjahr lehnen Zigaretten im Normalfall klar ab. In dieser Zeit kritisieren sie oft auch Eltern, die rauchen, heftig. Sie machen sich Sorgen, dass diese sterben könnten und nehmen Zigaretten als grauslich und giftig wahr. Die Einstellung gegen das Rauchen gilt es mit sachlichen Informationen zu stärken, aber übertreiben Sie dabei nicht.

Viele Jugendliche rauchen in ihrer Entwicklung irgendwann eine Zigarette und durchlaufen eine Art Experimentierphase. Das gänzlich zu verhindern ist nicht realistisch. Gespräche können aber die Entscheidung für oder gegen das Rauchen mitbeeinflussen, auch wenn sie natürlich völlig uncool sind. Verbote und Verurteilungen bewirken „Erst-Recht-Handlungen“.

Viel eher können Sie Einfluss nehmen, in dem Sie ehrliches Interesse zeigen und nachfragen, warum Ihr Nachwuchs zur Zigarette greift. Suchen Sie das Gespräch. Jugendliche sind häufig aufgeschlossen gegenüber Sachinformationen. Sie wissen z.B. oft nicht, welche Inhaltsstoffe im Zigarettenrauch stecken und schon gar nicht, wo diese sonst noch vorkommen (u.a. in Putzmitteln). Sprechen Sie zeitnahe Auswirkungen an, wie die Verfärbung der Zähne, Mundgeruch beim Küssen, Leistungseinbußen beim Sport oder Probleme mit der Libido. Informationsbroschüren sind dabei eine hilfreiche Unterstützung! Auch Grenzen,  z.B. die Wohnung als rauchfreie Zone, können die Zeit, in der nicht geraucht wird, erhöhen.

Wenn Eltern regelmäßig rauchen, ist das Risiko für ihre Kinder deutlich erhöht, selbst mit dem Rauchen zu beginnen. Denn Kinder lernen am Vorbild. Umso wichtiger ist es, das Thema anzusprechen. Auch als Raucher, können Sie glaubhaft dagegen auftreten. Erzählen Sie ehrlich über eigene Erfahrungen, beispielsweise Schwierigkeiten, mit dem Aufhören, Auswirkungen, die sie bemerken, Ängste die sie haben.
Häufige Argumente entkräften Sie am besten mit Sachinformationen. So zeigen Sie Kompetenz und bleiben glaubwürdig. Beispiel:

„Alle anderen rauchen auch“ - Unter den 11-15 Jährigen rauchen ca. 12 %. Ermutigen Sie Ihr Kind in der Schule nachzuzählen, wie viele tatsächlich rauchen.
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