Zeichnung. Mädchen wird von Burschen an den Haaren gezogen.
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Mobbing in der Schule

Studien zeigen, dass rund die Hälfte der Eltern nicht wissen, dass Ihr Kind gemobbt wird. Viele trauen sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen und suchen die Schuld bei sich. Dabei ist gerade die Unterstützung der Eltern wichtig. Wie Sie helfen können, finden Sie hier.

Was ist Mobbing?

Mobbing bedeutet herabsetzende, ausgrenzende Handlungen, die systematisch und dauerhaft gegen eine Person gerichtet sind. Es hat nichts mit einer Streiterei zwischen Freunden zu tun, sondern hat das Ziel jemanden bewusst fertig zu machen.

 

Mobbing ist kein neues Phänomen, durch die neuen Medien wird es zusätzlich verschärft. Denn nun macht es oft auch keinen Halt mehr vor dem eigenen zu Hause. Durch Handy und Internet ist man quasi nirgends mehr sicher. Die Auswirkungen für die Betroffenen sind dadurch massiv verstärkt. Denn das Bloßstellen im Internet erreicht ein kaum mehr kontrollierbares Publikum.

 

Folgen von Mobbing

Wir alle sind gefordert aufmerksam zu sein und erste Anzeichen ernst zu nehmen. Denn Mobbing wirkt sich auf die gesamte Persönlichkeit aus. Das Vertrauen in sich selbst geht verloren, es kommt zu Schlafstörungen und oft auch Konzentrationsproblemen. Verständlich, wenn man nicht weiß, wie man die Fiesheiten weiter ertragen soll. Mobbing hat auch Einfluss auf die Lernmotivation und kann bis zur Schulverweigerung führen. Auch Appetitlosigkeit, depressive Tendenzen, Bauch- und Kopfschmerzen können Folgen sein.

 

Das Kind unterstützen

 

  • Bemerken Sie Veränderungen an Ihrem Kind, suchen Sie vorsichtig das Gespräch, sagen Sie ehrlich, dass Sie sich Sorgen machen. Berichtet Ihr Kind von Mobbing, hören Sie genau zu, schenken Sie Glauben und nehmen Sie es ernst. Es ist ein großer Vertrauensbeweis. Bieten Sie Unterstützung an.
  • Bevor Sie vorschnell etwas unternehmen, erkundigen Sie sich, was man am besten tun kann. Denn leider kann sich die Situation durch unüberlegte Vorgehensweisen auch verschlimmern. Rat auf Draht hilft anonym und kostenlos mit konkreten Anregungen sowohl bei Mobbing als auch bei Cybermobbing.
  • Melden Sie Cybermobbing beim Betreiber der entsprechenden Seite.
    Wenden Sie sich an eine Lehrkraft, mit der Sie bisher gut reden konnten.
  • Schildern Sie die Vorfälle sachlich. Machen Sie deutlich, dass Sie Mobbing nicht akzeptieren. Fragen Sie, was unternommen wird.
  • Ändert sich nichts, gehen Sie nochmals in die Schule. Ein nächster Schritt kann sein, die Direktion zu benachrichtigen.
    Gleichzeitig ist es wichtig, mit dem Kind Strategien zu erarbeiten, was es tun kann, um der Situation zu entgehen, bis sich etwas ändert.

 

 

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