Auge einer Frau in Nahaufnahme, ein roter gemalter Handabdruck symbolisiert Stopp, über dem Auge steht
CC0 / Pixabay Alexas_Fotos (bearbeitet)

Mobbing keine Chance lassen!

Unter Mobbing versteht man bewusstes Ausschließen, Beileidigen oder Bloßstellen über einen längeren Zeitraum hinweg, von Cyber-Mobbing, wenn dies im Rahmen von Online-Medien auftritt. Was können Eltern tun, wenn ihre Kinder betroffen sind?
Via Facebook, WhatsApp &Co über jemanden herzuziehen, ist eine Form des Mobbings bzw. Bullyings, vor der man nicht weglaufen kann. Gemeint ist Cyber-Mobbing, das bewusste Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen mit Handy oder im Internet über einen längeren Zeitraum hinweg. Mobbing macht so auch vor der eigenen Zimmertüre keinen Halt, das Publikum ist unüberschaubar groß. Viele Jugendliche melden sich verzweifelt bei „147 Rat auf Draht“. Häufig haben Sie dann bereits Monate, oftmals Jahre, unter Mobbing  gelitten. Deshalb gibt es im Juni bei der Notrufnummer auch einen Schwerpunkt zum Thema.

Nur etwa die Hälfte aller betroffenen Jugendlichen traut sich, mit den Eltern zu sprechen. Zu groß ist die Scham und oft auch die Angst vor Konsequenzen. Wenn wir von (Cyber)Mobbing sprechen, reicht dies von  Beschimpfungen, Veröffentlichungen bloßstellender Videos bis zu Verleumdungen und Gewalthandlungen. Mobbing ist kein „harmloses Aufziehen“,  sondern eine Form von Gewalt und in vielen Fällen eine strafbare Handlung. Trotzdem wird oft einfach zugesehen. Jugendliche bekommen kaum Unterstützung, fühlen sich hilflos und ausgeliefert. Die Folgen sind nicht selten bis ins Erwachsenenalter spürbar. Umso wichtiger ist es, aufmerksam Veränderungen beim Nachwuchs wahrzunehmen.

 

Suchen Sie vorsichtig das Gespräch, sagen Sie ehrlich, dass Sie sich Sorgen machen. Berichtet Ihr Kind von Mobbing, hören Sie genau zu und schenken Sie Glauben. Es ist ein großer Vertrauensbeweis. Der Nachwuchs braucht Unterstützung! Protokollieren Sie gemeinsam, was bereits vorgefallen ist.
Bevor Sie vorschnell etwas unternehmen, erkundigen Sie sich, was Sie tun können. Durch unüberlegtes Vorgehen kann sich die Situation verschlimmern. „147 Rat auf Draht“ hilft anonym und kostenlos mit konkreten Anregungen.
 

Mobbing in der Schule

Fragen Sie, welcher Lehrkraft das Kind vertraut. Schildern Sie die Vorfälle sachlich und machen Sie deutlich, dass Sie Mobbing nicht akzeptieren. Es ist Aufgabe der Schule eine gewaltfreie Lernumgebung zu schaffen. Fragen Sie, was unternommen wird. Vereinbaren Sie einen Folgetermin.

Überlegen Sie mit Ihrem Kind erste Handlungsmöglichkeiten. Etwa sich in der Pause in der Nähe einer Schutzperson aufzuhalten, dem Mobber das Gefühl zu geben „Du kannst mich nicht quälen“.
Fragen Sie vorbeugend beim Elternsprechtag, wie gut Ihr Kind in die Klassengemeinschaft integriert ist, aber auch, was an der Schule allgemein gegen Mobbing getan wird.

Cyber-Mobbing

Lassen Sie sich zeigen, was geschehen ist. Sichern Sie Beweise in Form von Screenshots. Melden Sie die Vorfälle gemeinsam mit Ihrem Kind beim Seitenbetreiber. Häufig können „Mobber“ blockiert werden, so dass sie keinen Kontakt mehr aufnehmen können.
Machen Sie Ihrem Kind Mut, andere zu unterstützen bzw. Vorfälle zumindest anonym in der Schule oder auch im Netz zu melden!
 
 
  • 147 Rat auf Draht berät auch Eltern!


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