Skizze einer gruseligen Maske
CC0 / Pixabay guaxipo (bearbeitet)

MOMO

Bei Rat auf Draht haben sich in den letzten Wochen unzählige Kinder und Jugendliche gemeldet, weil sie Angst vor MOMO haben.

Was ist passiert?

Vor allem in WhatsApp aber auch in Instagram gab es plötzlich Accounts mit gruseligen Profilbildern, denen allen gemeinsam der Name MOMO war. Rasant verbreitete sich die Nachricht, dass UserInnen von diesen „Geister“-Accounts angeschrieben bzw. auch in der Nacht angerufen wurden. Auch sehr gruselige Bilder, Texte und Sprachnachrichten sollen verschickt worden sein.
 

Wer oder was steckt dahinter?

Das gruselige Bild, das bei allen Accounts verwendet wird, zeigt ein Bild einer Statue der Vanilla Gallery in Tokyo/Japan. Die ersten WhatsApp-Telefonnummern von denen Momo seine Nachrichten verbreitet hat, hatten Vorwahlen aus Japan, Mexiko und Spanien. Wer hinter der ursprünglichen Nummer steckt, wird wohl niemals geklärt werden. Seither gibt es viele Trittbrettfahrer, die die Aufmerksamkeit für sich zu nützen versuchen. Gerade auch viele YouTuberInnen berichten darüber, um ihre Klick-Zahlen zu erhöhen.
 
Zusätzlich wurde auch ein alter Kettenbrief reaktiviert und unter dem Namen MOMO wieder verschickt.
 

Die Angst ist real

Gerade Kinder sind durch diese Kettenbriefe, die zum Teil mit Verstümmelung und Tötung drohen, wenn man sie nicht weiterschickt, wirklich verängstigt. Auch wenn sie grundsätzlich wissen, dass Kettenbriefe nicht stimmen, so fürchten sie sich doch. Aus dieser Angst heraus, werden die Nachrichten weiterverteilt und damit auch die Furcht.
 

Was können Eltern tun?

 
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Falschmeldung MOMO.
  • Erklären Sie, dass es sich nicht um einen Geist handelt, sondern um ein Foto einer Kunstfigur aus Japan.
  • Nehmen Sie die Ängste ernst und erklären Sie geduldig, dass Kettenbriefe gemacht werden, um andere zu ärgern und deren Inhalte aber definitiv nicht stimmen und es auch keinen Geist MOMO gibt.
  • Machen Sie Mut, die Kette zu stoppen und die Nachricht nicht weiterzusenden. Denn wenn man sich schon selbst fürchtet, sollte man nicht auch noch anderen Angst machen.
  • Vereinbaren Sie, dass der Kontakt als Spam gemeldet und danach direkt blockiert werden soll, wenn man von einem MOMO Account kontaktiert wird.
Aufgrund der vielen Trittbrettfahrer ist nicht klar, wer hinter dem Account steckt und was das Ziel ist. Vor allem Links sollten niemals angeklickt werden. Gerade Jugendliche finden es oft spannend, auszuprobieren, was passiert, wenn sie mit „MOMO“ schreiben.

 
 
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