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Pubertät - kein Grund zur Panik

Als Elternteil kommt´s doppelt dick. Da muss man nicht nur selbst einmal durch die Pubertät, sondern noch einmal mit seinem Nachwuchs. In keiner anderen Zeit im Leben verändert sich alles so stürmisch wie in dieser Zeit. Das gilt sowohl für den Pubertierenden selbst, als auch für die Eltern.
 

Tipps für den Umgang mit dem Nachwuchs

Die Pubertät ist der Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Provokationen, raue Töne, heftige Streitigkeiten und Gefühlshochschaubahnen gehören zu dieser Zeit dazu. Hier einige Tipps, wie Sie Ihrem Nachwuchs in dieser Zeit am besten begegnen sollten.

 


Versuchen Sie das Unmögliche zu verstehen, indem sie sich an Ihre eigene Pubertät zurück erinnern. Das wird Ihnen helfen, das Verhalten ihres Kindes zu verstehen und auch auszuhalten.

 


Der Ton pubertierender Kinder ist für Eltern manchmal nur schwer auszuhalten. Die Pubertierenden müssen erst lernen, einen neuen Umgang mit Erwachsenen zu finden. Zusätzlich müssen sie eine neue Identität aufbauen. Um sich selbst zu finden, braucht es zuerst Abgrenzung. Auf diesem Weg ist es völlig normal, dass die eigenen Eltern in Frage gestellt werden. Vielleicht gelingt es Ihnen, die eine oder andere abfällige Bemerkung, über ihr Aussehen oder andere Provokationen zu überhören. Wir Erwachsenen sind in der Sicht der Pubertierenden bedauernswerte Spezies, die vom Leben keine Ahnung hat. Wenn es Ihnen gelingt diese Tatsache mit einem Lächeln im Ohr zu haben, haben Sie schon viel gewonnen.

 

Respektieren Sie ihren Jugendlichen als eigenständige Persönlichkeit. Verkneifen Sie sich die eine oder andere Bemerkung über das Outfit oder die Sprache ihres Nachwuchses, auch wenn es Ihnen die Haare aufstellt. Gewähren Sie eine eigene Privatsphäre. E-Mail, Handy, Post sollte auf jeden Fall tabu sein. Auch das eigene Zimmer, sollte wirklich das Reich ihres Sohnes/ihrer Tochter sein. Sie können ja jederzeit die Türe verschließen.

 


Lassen sie Auseinandersetzungen zu. Denn auch das Verhalten in Streitsituationen muss erlernt werden. Wichtig ist, dass sie zuerst zuhören und die Argumente ernst nehmen. Emotionale Ausbrüche können auf beiden Seiten passieren. Entschuldigen Sie sich gegebenenfalls dafür, wenn das Gewitter vorüber gezogen ist und werden Sie so zu einem Vorbild.

 


Behalten Sie auch in schwierigen Situationen den Kontakt zu ihrem Nachwuchs. Denn auch wenn es manchmal ganz anders scheint, Jugendliche brauchen ihre Eltern während der Pubertät. Bleiben Sie im Gespräch durch gelegentliches Nachfragen, versuchen Sie aber nichts zu erzwingen.

 


Eine Aufgabe in der Pubertät ist es, sich an einen neuen Körper zu gewöhnen. Diese Zeit ist oft von einem negativen Selbstbild begleitet. Sie als Eltern können durch ihre Erziehung dieses Akzeptieren erleichtern. Vermeiden Sie: "Du kannst das eh nicht." oder "Du bist furchtbar." Versuchen Sie stattdessen: "Probier es einmal, ich drück dir die Daumen, das es klappt." Oder "Ich hab dich lieb, auch wenn mich das gerade verletzt hat, was du gesagt hast."

 


Pubertierende brauchen Orientierung. Sie können durch klare Regeln und Grenzen dazu beitragen. Versuchen Sie gemeinsam mit ihrem Nachwuchs eine Balance zwischen Grenzen und Freiräumen zu finden. Vereinbaren sie gemeinsam Regeln und Konsequenzen bei Nichteinhaltung.

 
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