Zwei Kinder albern herum.
rolands.lakis (bearb.) via Compfight cc

Rivalität unter Geschwistern

Egal, ob es darum geht, wer den Tür-Öffner drücken oder das Computerspiel als Erster ausprobieren darf. Welche Entscheidung auch immer Sie treffen, sie wird unfair sein. Wie man Geschwister Rivalität nicht noch zusätzlich schürt und vieles mehr rund um das Thema erfahren Sie hier:
 

Ein bisschen Rivalität unter Geschwistern ist normal, auch wenn es herausfordernd ist, täglich damit umzugehen. Die gute Nachricht ist, der Nachwuchs lernt und übt in diesen Auseinandersetzungen. U.a. wird trainiert, wie man seine Bedürfnisse durchsetzen und seine Gefühle ausleben kann.

 

Wie entsteht sie?

Kommt ein Geschwisterchen in die Familie muss die Aufmerksamkeit der Eltern schlagartig geteilt werden. Zudem muss sich das Kind in einer neuen Rolle einfinden, es soll "vernünftig" sein, weil es ja älter ist. Je mehr in dieser Phase auf die Bedürfnisse des älteren Kindes geachtet wird, umso eher kann die Eifersucht in Grenzen gehalten werden.
Vergleiche unter Geschwistern sind ganz natürlich, meist intensiver, wenn beide das gleiche Geschlecht haben und der Altersunterschied gering ist. Kinder kämpfen um Anerkennung, Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern. Die Gründe für Eifersucht unter Geschwistern sind vielfältig, Rivalitäten nicht gänzlich vermeidbar. Umso wichtiger, dass das Umfeld die Rivalität nicht zusätzlich fördert:

 

Was tun?

Keine Vergleiche! Sätze wie "Deine Schwester ist viel fleißiger in der Schule, nimm dir ein Beispiel." - "Dein Bruder ist noch jünger, aber er kann schon eine Masche binden." schüren Rivalität zusätzlich. Vermitteln Sie, dass jedes Kind für sich, ganz besondere Fähigkeiten hat.

Ermutigen Sie Ihr Kind, gerade wenn es sich in bestimmten Situationen schwer tut. Vermeiden Sie Zuschreibenden wie "Du bist unser Tollpatsch der Familie." Sprechen Sie stattdessen Mut zu: "Gib nicht auf, du kannst das schaffen."

Erklären Sie ehrlich, dass Geschwister nicht immer gleich behandelt werden können. Alleine durch das Alter ergeben sich Unterschiede hinsichtlich der Schlafenszeit. Es kann hilfreich sein, Vorteile eines jeden Alters aufzuzeigen.

Jedes Kind sollte Zeit alleine mit den Eltern verbringen können.

 

Eingreifen oder Konflikte selbst regeln lassen?

Bei kleineren Streitereien müssen Sie nicht eingreifen, vertrauen Sie, dass der Nachwuchs Konflikte alleine lösen kann. Wenn Sie eingreifen, bleiben Sie unparteiisch. Geben Sie nicht einem Kind die Schuld. Versuchen Sie zu vermitteln, in dem Sie sich sachlich berichten lassen, was zu dem Streit geführt. hat Alle Meinungen dürfen gelten. Überlegen Sie gemeinsam, wie eine Versöhnung oder auch Wiedergutmachung aussehen kann.

 

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