Mädchen am Laptop und Bursch am Laptop, beide am jeweils eigenen Bett.
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Treffen mit der Internet-Bekanntschaft

Jugendliche lernen im Internet neue Personen kennen, verlieben sich vielleicht sogar und dann wollen sie sich treffen. Wie soll man da als Elternteil reagieren?
 

Jugendliche bewegen sich ganz selbstverständlich im Internet. In sozialen Netzwerken, Chats, Foren und Co lernen sie auch neue Personen kennen. Online-Dating nimmt nicht nur bei den Erwachsenen zu. Auch Jugendliche verlieben sich in Personen, die sie aus dem WWW kennen und zu denen sie über Chats, Skype-Kontakte und oft auch Telefonate mit der Zeit Gefühle aufbauen.

 

Bitte, ich möchte mich mit ihm/ihr treffen!!

Irgendwann kommt häufig das Bedürfnis nach einem persönlichen Treffen auf. Immer mehr Jugendliche wenden sich an Rat auf Draht, um sich zu erkundigen, wie sie sich mit ihrer "Internet-Liebe" oder auch einem Online-Freund treffen können, ohne ein Risiko einzugehen. In den Gesprächen wird deutlich, dass sie sich Sorgen machen, was alles bei so einem "Blind Date" passieren könnte, jedoch nicht wirklich wissen, wie sie sich schützen können.
Wie soll man als Elternteil reagieren, wenn der Nachwuchs um Erlaubnis für ein Date mit der Internetbekanntschaft fragt?

 

Bieten Verbote Schutz?

Gar nicht selten reagieren Eltern mit einem generellen Verbot, um Jugendliche vor möglichen Gefahren zu schützen. Verbietet man etwaige Treffen, werden sie nicht selten heimlich organisiert und dann häufig, ohne sich ausreichend zu schützen. Natürlich macht man sich als Elternteil auch durchaus berechtigte Sorgen. Eine Variante ist es, mit dem Jugendlichen gemeinsam eine Art Sicherheitsnetz zu schaffen. So können beide Bedürfnisse erfüllt werden.

 

Hilfreiche Regeln schaffen Sicherheitsnetz

 

  • Vereinbaren Sie, dass Treffen ausschließlich an öffentlichen Orten stattfinden dürfen, an denen Personen fest arbeiten. Z. B. in einem Lokal, in dem man öfter ist, in einem großen Kinokomplex. Damit man sich jederzeit Hilfe holen kann, sollte man sich beim Date dann doch nicht wohl fühlen.
  • Vor dem Date ist es sinnvoll, zuerst mit der Person zu telefonieren oder zu skypen, denn durch die Stimme kann man einschätzen, ob das angegebene Alter der Internetbekanntschaft realistisch ist. Allerdings muss dies immer spontan erfolgen, da kriminelle Erwachsene bei vereinbarten Video-Chats oft jemand anderen dazu bringen, in den Video Chat zu gehen bzw. auch Kurzvideos vorbereitet haben.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie man die Identität der anderen Person überprüfen kann. Das geht relativ unkompliziert. Ihr Kind soll das Gegenüber auffordern, ein Selfie mit einem eindeutigen Merkmal zur Identifizierung zu schicken. Z. B. mit einem Zettel in der Hand, auf dem #itsme steht oder etwas anderes, was die Person unmittelbar anfertigen müsste. Bekommt man innerhalb kurzer Zeit das gewünschte Bild, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Kind auch tatsächlich mit der Person schreibt, die am Foto zu sehen ist und kein krimineller Erwachsener das Gegenüber ist.
  • Sie werden über den Ort und die Zeit des Treffens informiert.
  • Vereinbaren Sie auch als Vorsichtsmaßnahme, dass sich Ihr Kind nach einer vorgegebenen Zeit z. B. per Nachricht meldet und Bescheid gibt, dass alles in Ordnung ist.
  • Geben Sie auch vor, dass vor dem ersten Date keine persönlichen Daten, wie z. B. die Wohnadresse, der Sportverein, die Schule etc. bekannt gegeben werden dürfen.
  • Eine Möglichkeit ist auch, dass beim ersten Treffen ein Freund/eine Freundin zum Date mit kommt.
  • Je nach Alter können Sie auch anbieten, das Treffen zu begleiten. Je unauffälliger sie das mit Ihrem Kind vereinbaren, umso mehr wird es als ein angenehmer Schutz erlebt. So könnten sie z. B. ein paar Tische entfernt sitzen und sich auf ein Zeichen des Kindes, das alles in Ordnung ist, wieder zurück ziehen.

 

 
  • 147 Rat auf Draht berät auch Eltern!


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