Mädchen, im Hintergrund mathematische Formeln
CC0 / Pixabay geralt (bearbeitet)

Und jährlich grüßt der Notenstress

Gerade im Juni sind der positive Schulabschluss und das Zeugnis in vielen Familien Thema Nummer eins. Oft gibt es noch die letzten Schularbeiten, die über das Durchkommen bestimmen. Gerade der Druck führt nicht selten zu Situationen, die mehr schaden, als helfen
Denn unter Druck und Angst kann man keine optimalen Leistungen erzielen. Viel mehr blockieren sie. Auch wenn man das selbst weiß, steht man trotzdem als Elternteil oftmals so unter Stress, dass man vielleicht zwischendurch vergisst, wieder ruhig durchzuatmen. Und vor allem zu überlegen, wie man sich gemeinsam bestmöglich gegenseitig stützen kann.
 
Droht ein Nicht-Genügend in einem Fach, verschaffen sie sich mit ihrem Kind einen Überblick:
 
  • Wie viel Zeit ist noch?
  • Kann sich das Kind noch zu einer freiwilligen, mündlichen Prüfung melden? – Dazu hat jede SchülerIn einmal pro Semester ein Recht.
  • Kann ein freiwilliges Referat noch zum Bestehen beitragen?
  • Was denkt ihr Kind, was helfen könnte?
  • Sorgen Sie dafür, dass ihr Kind zumindest einen Nachmittag lang den Kopf wieder frei bekommt.
  • Planen Sie beim Lernen gemeinsam auch Pausen und Nettes ein. Niemand kann durchlernen.
  • Informieren Sie sich gemeinsam konkret, ob ein Aufsteigen trotz Nicht Genügend möglich wäre. Das kann Druck und Angst nehmen. Oft herrschen darüber viele Irrglauben.
 
Aufsteigen mit einem Nicht-Genügend  - Grundsätzlich gilt:

Hat eine SchülerIn im Jahreszeugnis in einem Pflichtgegenstand ein Nicht Genügend, kann sie dann trotzdem aufsteigen, wenn der Gegenstand im Vorjahr positiv beurteilt wurde, der Gegenstand auch in der höheren Schulstufe weiterhin im Lehrplan vorgesehen ist und in der Klassenkonferenz festgestellt wird, dass die SchülerIn aufgrund ihrer sonstigen Leistungen in den anderen Pflichtgegenständen aller Voraussicht nach das nächste Schuljahr positiv abschließen wird können.

Egal, ob man zum Aufsteigen berechtigt ist oder nicht, es kann in beiden Fällen eine Wiederholungsprüfung abgelegt werden. Diese zu versuchen, macht Sinn, da der Stoff wiederholt wird und die Chance besteht, doch noch das Schuljahr positiv abzuschließen. Somit kann auch das nächste Schuljahr möglicherweise mit weniger Druck begonnen werden.
 
Manchmal gibt es auch Phasen, wo Kinder und Jugendliche sich nicht auf die Schule konzentrieren können. Wenn es z.B. Schwierigkeiten in der Familie gibt, sie Traumatisches erlebt haben oder es ihnen selbst nicht gut geht. Manchmal kann das Wiederholen ihnen hier Zeit geben, wieder zu sich selbst finden.
 
  • 147 Rat auf Draht berät auch Eltern!


    PsychologInnen beantworten Ihre Fragen und beraten Sie bei Problemen. Rund um die Uhr, anonym und ohne Vorwahl zum Nulltarif aus ganz Österreich.