Junge Frau macht ein Foto. Im Hintergrund ist eine kleine Stadt zu sehen.
CC0 / Pixabay SplitShire (bearbeitet)

Urlaubsfotos

Die Urlaubszeit steht vor der Tür und damit auch die Zeit in der man seine Erlebnisse festhalten oder auch teilen möchte, schnell und direkt, oftmals in sozialen Netzwerken. Dabei gilt es einiges zu beachten, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben!

Recht am eigenen Bild

Grundsätzlich dürfen Fotos von Personen im privaten Raum (Grillfeier im Garten) nur dann in Facebook, Instagram & Co geladen werden, wenn alle darauf abgebildeten Personen die Erlaubnis geben.
Fotos von Personen im öffentlichen Raum (an einem öffentlichen Strand) dürfen hochgeladen werden, ohne die abgebildeten Personen davor zu fragen. Aber nur dann, wenn die Personen damit nicht bloß gestellt werden.


Urheberrechtlich geschützt?

Fotos von Bauwerken können urheberrechtlich geschützt sein und dürfen dann nicht in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht werden. Es gilt die so genannte Panorama- bzw. Straßenbildfreiheit.  Diese erlaubt, dass Gebäude, die von öffentlichen Verkehrswegen aus sichtbar sind, fotografiert und veröffentlicht werden dürfen. Die Richtlinien sind in jedem Land anders und die Panoramafreiheit kann auch eingeschränkt werden. Fotos des Eiffelturmes am Tag dürfen veröffentlicht werden, nicht aber Aufnahmen, die ihn bei Nacht zeigen. Der beleuchtete Eiffelturm gilt als Kunstwerk und ist urheberrechtlich geschützt.


Nutzungsrecht!

Viele soziale Netzwerke haben ein sogenanntes Nutzungsrecht an den im Netzwerk veröffentlichten Fotos. Wie weit dieses geht, kann in den jeweiligen Nutzungsbedingungen nachgelesen werden.

Kinderfotos im Netz

Grundsätzlich hat man über einmal ins Internet gestellte Fotos keine Kontrolle mehr. Das gilt auch für Fotos, die via WhatsApp verschickt werden. Immer wieder landen diese im Internet, wo sie dann für alle sichtbar sind. Prinzipiell können Fotos auf jedem x-beliebigen Computer landen. Mitunter geraten sie auch in pädophile Kreise. Überlegen Sie vor dem Veröffentlichen genau, ob es für Sie okay wäre, hätte jemand Fremdes das Foto auf dem privaten Computer. Auch Privatsphäre-Einstellungen bieten keinen hinreichenden Schutz!
Veröffentlichen Sie Fotos Ihres Kindes nur mit dessen Einverständnis. Bedenken Sie, dass  jetzt veröffentlichte Informationen auch noch Jahre später für Ihren Nachwuchs relevant sein können.

Bikinifotos von Jugendlichen

Viele stellen Strandfotos in Bikini oder Badehose online. Eine Studie aus England hat gezeigt, dass von 10 ins Netz gestellten Fotos, auf denen viel Haut zu sehen ist, 9 nach nur einer Woche auch auf anderen Portalen, häufig Erotikseiten, landen. Auch wir kennen Beispiele aus Österreich. Es gilt darauf zu achten, dass die Person eher von hinten oder der Seite zu sehen sind!

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