Wie spreche ich mit Kindern und Jugendlichen über das Coronavirus?

Viele junge Menschen machen sich Sorgen wegen dem Coronavirus. Wir geben Tipps, wie Sie Ihre Kinder informieren können, ohne ihnen Angst zu machen.

Wie erklärt man Kindern die Ausnahmesituation?

Viele Kinder, Jugendliche und auch Eltern melden sich gerade bei Rat auf Draht. Es wurden alle Vorkehrungen getroffen, um auch jetzt rund um die Uhr erreichbar zu sein. Somit ist Rat auf Draht eine wichtige Ressource für Familien,  wenn jetzt alle auf engem Raum zusammen sind. Unter 147 am Telefon, aber auch via Online und Chat Beratung.

 

Für Kinder ist das Virus präsent. Ehrliche, aber kindgerechte Erklärungen sind wichtig, um Sicherheit zu geben.

 

Wir sind Vorbild. Beobachten Sie sich selbst. Informieren Sie sich durchgängig, schaffen Sie Auszeiten von Corona, wie telefonieren Sie? Je mehr Angst wir haben, umso mehr überträgt sich das. Daher ist es wichtig, auf sich selbst zu schauen und Informations-Pausen einzulegen. Darauf zu achten, dass man bewusst durchatmet, Musik hört, kleine Sporteinheiten macht. Schlicht alles, was einem gut tut.

 

Kindergartenkindern kann man erklären, warum sie jetzt zu Hause sind. „Weil im Moment alle zusammen halten, damit möglichst viele Menschen gesund bleiben.“ „Wir helfen gerade vielen Menschen.“

 

Erklären Sie, was das Virus ist und wie man sich davor schützen kann. Es gibt Materialien, die Sie zu Hilfe nehmen können, etwa ein Video der Stadt Wien https://www.youtube.com/watch?v=_kU4oCmRFTw

oder ein online Bilderbuch https://bit.ly/2IM1db0.

Sie können die Wichtigkeit des Händewaschens auch optisch erfassbar machen. Z.B. mit etwas Aufgezeichnetem auf der Hand, das sich über den Tag verwäscht.

 

Was beruhigt? „Ja, auch Kinder können sich anstecken. Aber das Virus ist für Kinder nicht gefährlich. Dein Körper kann es gut bekämpfen.“ „Wichtig ist, dass wir ältere Menschen schützen. Wir können Oma und Opa ganz viel helfen, dass sie gesund bleiben.“ „Wir können für sie zeichnen, sie anrufen.“ Wenn die Großeltern digital affin sind, können Kinder etwa ein Buch über Videotelefonie zeigen und so mit ihnen zusammen spielen.

 

Kann man an Corona sterben? Sagen Sie ehrlich, dass man an dem Virus sterben kann, aber nur dann, wenn die Personen sonst auch Krankheiten haben. Ergänzen Sie, dass die Familie geschützt werden kann, in dem Personen zu Hause bleiben.

 

Sprechen Sie mit Jugendlichen über Fake News, Mimikama.at ist hier eine gute Quelle. Es gilt seriöse Quellen zu identifizieren. Es gilt, klar zu machen, dass auch sie, ohne den Besuch von Freund*innen, zu Hause bleiben müssen. Medienzeiten sollten erhöht werden. So können Kontakte außerhalb der Familie gehalten werden und somit das Konfliktpotential in Familien gesenkt werden.

Noch mehr Informationen für Eltern

Besuchen Sie auch die Rat auf Draht Elternplattform, mit vielen weiteren hilfreichen Informationen!