Hand bewegt eine Schachfigur auf einem Schachbrett
CC0 / Pixabay Venturaartist (bearbeitet)

Wie viele Hobbys braucht ein Kind?

Montags Fußball, Dienstag Gitarre, ... Sie wollen das beste für Ihr Kind, doch wie viel ist gerade noch okay, was überfordert und warum macht Langeweile kreativ? Das erfahren Sie hier:
 

Mir ist langweilig!

"Mir ist langweilig!" Ein Satz vor dem Eltern oft Angst haben und der als Aufforderung gesehen wird, den Nachwuchs zu beschäftigen. Die Freizeit von Kindern wird immer mehr durchorganisiert mit spannenden Freizeitaktivitäten. Thermenbesuch, Hip Hop Dance, Fußballtraining, Vergnügungspark und noch vieles mehr. Denn wir wollen das beste für unsere Kinder, ihnen alles ermöglichen

 

Wie schlimm ist Langeweile?

Ist Langeweile wirklich so schlimm? Ganz im Gegenteil! Völlig unverplante Zeit und auch Langeweile sind wichtig für die Entwicklung von Kindern. Sie geben die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und das Erlebte zu verarbeiten. Ohne Langeweile gibt es auch keine Kreativität.

Diese wird erst angeregt, wenn es eine Möglichkeit zum eigenen Gestalten gibt.

 

Anleitung anstatt Beschäftigung

Wenn Ihr Kind über Langeweile klagt, leiten Sie es an, sich Gedanken zu machen, was es tun könnte. Im freien, eigen gestalteten Spiel lernen Kinder das Erforschen, Ausprobieren und vieles mehr. In einer komplett durch organisierten Umwelt würden sie im Gegensatz, ausschließlich das Konsumieren üben.

 

Hobbys sind wichtig

Das heißt jetzt aber nicht, dass Hobbys generell schlecht sind. Hobbys sind wichtig, denn so kann Ihr Nachwuchs auch in einem Bereich außerhalb der Schule Erfahrungen sammeln. Meist macht man das, was man gerne macht, auch gut. Das stärkt das Selbstbewusstsein und hilft den einen oder anderen Rückschlag in der Schule leichter wegzustecken.

Allerdings sollte nicht im Vordergrund stehen, dass man etwas am besten, schnellsten, tollsten kann, sondern dass man etwas gerne macht. Kinder haben immer öfter das Gefühl, dass man in der Freizeit nur das tun darf, worin man ein Meister ist. Bestärken Sie Ihren Nachwuchs darin, dass er nicht immer Höchstleistungen erbringen muss, sondern es darum geht, Spaß zu haben.

 

Auf das Maß kommt es an

Auch bei Hobbys kommt es auf das Maß an. Als grobe Orientierung sollten nicht mehr als 3 fixe Termine zu der Schule dazukommen. Dazu gehören auch Auftritte oder Turniere an den Wochenenden, freie Spielzeit mit Freunden zählt nicht dazu.

Das gilt auch dann, wenn die Kinder die treibende Kraft sind und unbedingt alles gleichzeitig machen wollen. Hier ist es wichtig, Grenzen zu setzen. Denn alles gleichzeitig ist nicht möglich, Kinder brauchen dabei Orientierung. Interessiert sich Ihr Kind hingegen scheinbar für gar nichts, können Sie mit ihm gemeinsam in verschiedene Freizeitaktivikäten hinein schnuppern.
 


 

  • 147 Rat auf Draht berät auch Eltern!


    PsychologInnen beantworten Ihre Fragen und beraten Sie bei Problemen. Rund um die Uhr, anonym und ohne Vorwahl zum Nulltarif aus ganz Österreich.