Mädchen sitzt alleine auf einem Pfeiler vor einem Gewässer, hinter ihr ist ein Rucksack zu sehen.
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Ausreißen - sicher kein Abenteuer

Einfach einmal abhauen von zu Hause, alles hinter sich lassen - ein super Abenteuer? Eher nicht. Die Wirklichkeit schaut nämlich ganz anders aus. Warum, kannst du hier nachlesen.
 

In freier Natur schlafen, ganz ohne nervende Eltern, kein Zimmer aufräumen, keine Schule. Das ist oft der Schein einer perfekten Lösung. In der Realität schaut Abhauen aber ganz anders aus:

 

Kein Geld, kein Bett, Hunger

Spätestens nach wenigen Tagen geht das Geld aus, du hast kein weiches Bett zum Schlafen, dir ist kalt, du hast Riesenhunger, aber kein Geld, dir etwas zu kaufen. Aus dem ganz großen Abenteuer wird meist sehr schnell eine kleine Katastrophe. Alles ist irgendwie gar nicht so toll, wie du dir das vorgestellt hast.

 

Noch mehr Probleme durchs Abhauen

Noch dazu schaffst du dir mit dem Abhauen noch viel mehr Probleme als du vielleicht vorher hattest. Und vor allem ist es keine Lösung für irgendein Problem. Ausreißen löst keine Probleme, sondern es schafft dir nur noch mehr Probleme.

 

Nicht unrealistisch - jede Situation hat einen Ausweg

Die Situation ist meistens gar nicht so ausweglos, wie sie dir im Moment scheint.
Es gibt für jede auch noch so tragische Situation einen Ausweg und für jedes Problem eine Lösung. Das klingt für dich jetzt vielleicht völlig unrealistisch. Denn wenn man selbst betroffen ist, kann man die Auswege oft nicht mehr sehen. Aber wenn du dich mit jemand Außenstehendem austauschst, (zum Beispiel mit Freunden, einer netten Tante, einem verständnisvollen Onkel, den Großeltern, deinen Eltern oder einem Vertrauenslehrer) sieht oft alles gleich viel besser aus. Wenn es in deiner Umgebung niemanden gibt, dem du dich anvertrauen möchtest, dann scheu dich nicht und wende dich an eine Beratungsstelle. Da triffst du auf "ganz normale" Menschen, die dir einfach einmal zuhören.

 

Wenn du nicht mehr weiter weißt

Hast du einmal wirklich das Gefühl, dass du es zu Hause nicht mehr aushältst, dann gibt es folgende Möglichkeiten:
 

  • Überleg dir, ob es in deiner Verwandtschaft Erwachsene gibt, denen du vertraust. Bitte sie, dich bei ihnen übernachten zu lassen.
  • Auch die Eltern eines guten Freundes oder einer guten Freundin kannst du fragen, ob du einmal übernachten darfst.
    !! Wichtig dabei ist: Egal bei wem du ohne das Wissen deiner Eltern übernachtest - diejenigen Personen müssen am nächsten Tag die Jugendwohlfahrt informieren !!
  • Weiters gibt es auch die Möglichkeit, dass du dich an eine Notschlafstelle wendest. Diese gibt es in jedem Bundesland. Dort kannst du für einige Zeit übernachten. Allerdings müssen auch diese Stellen am nächsten Tag die Jugendwohlfahrt verständigen. Die Jugendwohlfahrt versucht dann gemeinsam mit dir und deinen Eltern nach einer Lösung für euer Problem zu suchen.
  • Adressen dieser Notschlafstellen kannst du jederzeit bei uns erfahren. Wenn du das möchtest, können wir auch gemeinsam, am Telefon, Kontakt mit diesen Stellen aufnehmen.
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