Unterarme liegen auf Teller mit Maßband um die Gelenke

Anorexie

Magersucht ist eine Essstörung, bei der es zu gesundheitsgefährlichem Untergewicht kommt. Informiere dich hier ...


Wenn das Essen aus dem Gleichgewicht gerät und es zum Zwang wird, sich damit zu beschäftigen, dann kann es sein, dass eine Essstörung vorliegt.
 

Welche Arten von Essstörungen gibt es?

Egal, ob man von zwanghaftem Essen (Adipositas), zwanghaften Abführen, Erbrechen etc. (Bulimie) oder zwanghaften Essenskontrolle (Anorexia Nervosa) spricht, gemeinsam ist diesen Formen, dass Essverhalten nicht mehr in gesundem Ausmaß gelebt wird. Da man dieses schädliche Essverhalten nicht einfach so beenden kann und erhebliche Folgeschäden auftreten können, werden Essstörungen zu den Krankheiten gezählt.

Anorexia Nervosa

Anorexia Nervosa wird auch als Anorexie oder auch Magersucht bezeichnet. Anorektische Mädchen und Jungen streben unter extremer Selbstkontrolle nach Gewichtsverlust. Zunächst scheint das Selbstbewusstsein sogar gestärkt, da man so konsequent ein Ziel verfolgt.

Dieses Gefühl wird jedoch durch den Verlust von Freiheit im Alltag begleitet. Das Denken und Handeln dreht sich fast ausschließlich darum, welche Nahrungsmittel, wann, wie und in welcher Menge eingenommen werden dürfen, sowie wie diese wieder vollständig vom Körper verbrannt werden können. Das ständige Zählen von Kalorien, verbotene Nahrungsmittel und der Zwang alles ? und sei es noch so wenig ? sofort wieder abzubauen, sind typische Verhaltensmuster. Übermäßiger Sport, Erbrechen oder andere Maßnahmen, um Gegessenes wieder abzuführen, kommen zum Einsatz.
 

Spieglein, Spieglein an der Wand..

Gefährlich ist die Tatsache, dass man sich selbst nicht mehr realistisch wahrnimmt. Dies wird als Köperschema-Störung bezeichnet und bedeutet zum Beispiel, dass man im Spiegel eine übergewichtige Person sieht, obwohl man bereits sehr dünn ist. Das Bild des eigenen Körpers ist verzerrt. Dies führt unter anderem auch dazu, dass Betroffene häufig gar nicht oder erst sehr spät erkennen, dass sie krank sind, da sie sich noch immer "zu dick" fühlen und sehen, egal welches Gewicht sie haben.
 

Wie kommt es dazu?

Eine Diät stellt in vielen Fällen den Beginn einer Essstörung dar. Auch die perfekten (überarbeiteten) Bilder von dünnen Menschen in Zeitung und Fernsehen können ordentlich unter Druck setzten und den Wunsch wecken, auch so sein zu wollen. Trotzdem spielen andere Faktoren eine viel größere Rolle.
Ein geringes Selbstwertgefühl, Probleme in der Schule oder Zuhause, Gewalterfahrungen oder auch extrem hohe Ansprüche an sich selbst stellen beispielsweise Gründe dar, die das Risiko für die Entstehung einer Essstörung erhöhen.
 

Was sind die Folgen?

Abgesehen vom extremem Untergewicht sind depressive Verstimmungen, Probleme mit der Konzentration, Schwindelgefühle, Müdigkeit und ein ständiges Kältegefühl einige der unmittelbaren Folgen von Anorexie. Bei Mädchen bleibt sehr häufig die Menstruation aus. Auch Haut und Haare werden häufig brüchig und trocken. Der Körper fährt auf Sparflamme.
Besonders gefährlich ist, dass das gestörte Essverhalten in vielen Fällen sehr lange unentdeckt bleibt, weshalb dauerhafte körperliche Schäden auftreten können. Im schlimmsten Fall kann diese Erkrankung auch zum Tod führen.
Daher ist es auch enorm wichtig, dass sich Betroffene möglichst rasch professionelle Unterstützung holen!!
 

Du kennst jemanden?

Beachte, dass nicht jede und jeder der dünn ist, auch magersüchtig sein muss! Ausschlaggebend ist die Art und Weise wie das Essen, das eigene Leben kontrolliert! (Ständig daran denken, Kalorien zählen, ...)
Wenn du dich sorgst, da jemand aus deinem Umfeld stark abgenommen hat oder du jemanden kennst, der betroffen sein könnte, so ist es wichtig, dies nicht für dich zu behalten! Rat auf Draht steht dir gerne zur Seite und unterstützt dich, einen Weg zu finden, damit umzugehen.

Übrigens: Aussagen wie "Iss doch mehr" oder "Schau dich doch in den Spiegel, du bist ja schon so dünn!" sind nicht zielführend. Auch das Verbot bestimmter Verhaltensweisen setzen nur unter Druck und führen in den meisten Fällen zu keiner Verbesserung. Im schlimmsten Fall wird dieses zwanghafte Verhalten nur noch besser versteckt.
 

Wenn du betroffen bist

Wenn du dich in der Beschreibung wieder erkannt hast, dann hol' dir Hilfe! Wenn du dir nicht sicher bist, dann frag' doch einmal bei jemandem nach, der es mit dir gemeisam einschätzen kann, denn eine Magersucht ist eine ernstzunehmende Krankheit! Auch wir sind jederzeit für dich da!

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