Frau in Yogapose mit Icons rundherum - Besteck, Herz mit EKG Linie, Hanteln, Uhr, aufgeladene Batterie, Herz, Aktentasche.

Wie kann ich meine mentale Gesundheit stärken?

Was alles umfasst Mental Health und wie kann die psychische Gesundheit gestärkt werden? Hier findest du viel Wissenswertes dazu.

Psychische Gesundheit ist ein Thema, das für uns alle wichtig ist. Manchmal ist es vielleicht so, dass erst auffällt, WIE wichtig die mentale Gesundheit ist, wenn es einem einmal nicht so gut geht und man spürt, wie anders es dann ist. Vermutlich hast du schon einiges rund um die psychische Gesundheit gehört. Glücklicherweise wird nach und nach mehr über psychische Gesundheit gesprochen, auch was sich belastend auf sie auswirken und wie die mentale Gesundheit gestärkt werden kann. Und es ist auch immer weniger Tabuthema, darüber zu sprechen, wenn die mentale Gesundheit leidet, es einem schlecht geht oder auch eine psychische Erkrankung da ist. Superwichtig, dass das immer mehr Thema sein kann - denn eine gestärkte psychische Gesundheit ist für uns alle wichtig. 

Mentale Gesundheit beschreibt grob gesagt, wie wir uns fühlen und wie es unserer Psyche geht. Unsere psychische Gesundheit hat Auswirkung auf Vieles – wie es uns geht, ob wir uns wohlfühlen, wie wir unseren Alltag machen, wie viel innere Ressourcen wir noch haben, um mit Stress, Spannung, Belastungen umzugehen etc. 

Viele Faktoren können die psychische Gesundheit beeinflussen, also sie sowohl stärken als auch belastend für sie sein. Zu erkennen, was mögliche „Baustellen“ sind, hilft uns zu sehen, wo man selbst ansetzen kann, etwas zu verändern und die eigene mental health zu stärken und positiv zu beeinflussen.

Wir haben ein paar Bereiche herausgegriffen, die sich auf die mentale Gesundheit auswirken können und in denen die psychische Gesundheit unterstützt werden kann.  

Wie kann ich herausfinden, womit ich mich wohlfühle?  

Etwas, was dir ein gutes Gefühl gibt, kann sich auch positiv auf deine psychische Gesundheit auswirken und dich entlasten und erholen lassen. Hilfreich um rauszufinden, was passt kann sein, in sich hineinzuspüren – was lässt mich durchatmen, wo kann ich mich erholen, was zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, mit welchen Menschen fühle ich mich wohl. Auch sich Zeit für sich zu nehmen, spielt hier eine Rolle. Viele Anregungen, wie du dein Wohlbefinden steigern kannst, findest du in unserem Infoartikel:

Hat Schlaf eine Auswirkung auf die mentale Gesundheit?

Ein wichtiger Aspekt für die psychische Gesundheit ist auch, dass die eigenen Grundbedürfnisse versorgt sind – z. B., dass der eigene Körper genügend Schlaf, Nahrung und Trinken bekommt. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung generell kann sich mit positiv auswirken und auch dass man z. B. ausreichend schläft und sich erholen kann, ist ein wichtiger Faktor fürs Wohlbefinden. Im Schlafen verarbeiten wir den Tag, erholen uns und tanken Energie. Schwierigkeiten z. B. beim Ein- oder Durchschlafen können echt belastend sein, vor allem, wenn sie länger anhalten. Wir haben hilfreiche Infos und Tipps rund ums Thema Schlaf gesammelt:

Selbstfürsorge hat auch eine positive Auswirkung auf unsere mentale Gesundheit. Darunter fällt z. B. achtsam mit sich und den eigenen Bedürfnissen zu sein, etwa wenn man total müde ist und sich eigentlich nur nach einem Abend auf der Couch sehnt auch mal ein Treffen abzusagen/zu verschieben, anstatt sich selbst immer „hinten anzustellen“.  

Wie kann ich mein Selbstvertrauen stärken?

Auch das eigene Selbstvertrauen, der Selbstwert und wie jemand mit sich selbst umgeht, ist mit dem psychischen Wohlbefinden verknüpft. Wenn man z. B. eher überkritisch mit sich ist und jeden Fehler sucht, wird sich das anders anspüren und eher Kraft kosten, als wenn man einen sanften und fürsorglichen Blick auf sich hat, auch wenn mal was nicht gut läuft.
Tipps, wie man das Selbstwertgefühl stärken kann findest du hier:

Wenn du wissen willst, wie es mit deinem Selbstwert aussieht, kannst du das hier herausfinden:

Wie kann ich mit meinen Emotionen umgehen?

Gefühle begleiten uns immerwährend. In manchen Situationen ist man vielleicht superglücklich, wütend, traurig und Co. oder vielleicht ist es sogar ein Mix aus mehreren Gefühlen, die spürbar sind. Manche Gefühle fühlen sich vielleicht angenehmer an, wenn sie da sind, manche sind vielleicht schwerer auszuhalten. Man wünscht sich beispielsweise, dass sie gar nicht da wären und weiß vielleicht gar nicht, wie man damit umgehen soll. Sogenannte Emotionsregulationsstrategien, also Ideen zu haben, wie man bestimmten Emotionen wie Wut, Trauer, Angst, etc. begegnen kann, haben auch eine Auswirkung auf das psychische Wohlbefinden. 

Allein das Wissen, dass Gefühle auch wieder vergehen, also dass selbst das unangenehmste empfundene Gefühl nicht für immer anhalten wird, kann sehr hilfreich sein. Ideen für Strategien und „Ventile“ für Gefühle können z. B. sein: sie „rauszuschreiben“, zu malen, über Sport etwas rauszulassen, darüber zu sprechen, wie es gerade geht, in die Natur zu gehen, sich in die Decke einzukuscheln, den Frust unter der Dusche rauszuschreien, … Es gibt unzählige Strategien und es ist etwas sehr Individuelles, was für einen Menschen in der jeweiligen Situation passt. 

In unserem Infoartikel Wütend sein - aber richtig haben wir Ideen für den Umgang mit Wut gesammelt. Gerne können wir in der Beratung mit dir gemeinsam schauen, welche Strategien mit unterschiedlichen Emotionen umzugehen für dich hilfreich sein können.

Was hilft bei Stress zu entschleunigen? 

Stress ist ein wichtiger Faktor, der sich auf die psychische Gesundheit auswirken kann. Zu viel Stress, bzw. Stress, der lang anhält z. B. auch ohne Erholungspausen, kann auf Dauer belasten und sogar krank machen. Dementsprechend ist es wichtig, auch auf die eigene Entspannung, Erholung und Pausen zu achten. Wenn du dich reinlesen magst – hier findest Infos zu Stress und Entspannung und viele Ideen, wie du dich „entstressen“ kannst: 

Was ist Achtsamkeit und wie kann sie helfen?

Manchmal gibt es vielleicht Momente, in denen man super gestresst ist, die Gedanken vielleicht schon „kilometerweit“ in die Zukunft spazieren oder man so gar nicht „abschalten“ kann. Es kann dann echt hilfreich sein und entschleunigen, zu schauen, wie man wieder in den Moment, also ins Hier und Jetzt kommen kann. Sich zu fragen, was würde jetzt gerade guttun, was brauche ich jetzt und so eine Art “Innehalten” einzubauen und sich danach wieder Schritt für Schritt weiter zu hanteln. 

Zum Innehalten kann auch Achtsamkeit helfen, beispielsweise bei einem Spaziergang: bewusst wahrnehmen, wie es gerade ist, z. B. beobachten, was man wahrnimmt: schauen, welche Pflanzen da sind, ob es grün ist oder man vielleicht sogar etwas Blühendes sehen kann, vielleicht duftet eine Blume, oder Wind ist auf der Haut spürbar, ist es warm oder kalt? Wie spüren sich meine Schritte an? Ist vielleicht ein Knirschen auf dem Boden hörbar, wenn ich gehe etc. All die Sinne, die sich für dich angenehm anspüren zu verwenden, um wirklich im Moment zu sein, kann echt hilfreich sein.

Brauche ich eine Therapie? 

Wenn man bemerkt, dass die eigene psychische Gesundheit leidet, fragt man sich vielleicht, ab wann professionelle Unterstützung wichtig ist. Viele Dinge kann man selbst ausprobieren und so dazu beitragen, die eigene mentale Gesundheit zu stärken und zu umsorgen. Es gibt aber auch Situationen, in denen zusätzlich professionelle Unterstützung wichtig ist. Wenn du z. B. eine Belastung bemerkst, die länger andauert, die dich in deiner Lebensführung einschränkt, die viel Kraft braucht, dann kann es wichtig sein, dir auch professionelle Abklärung und Unterstützung zu holen.
Du kannst dich gern bei uns melden, um mal loszuwerden, was dich beschäftigt. Gemeinsam können wir weitere für dich hilfreiche Schritte erarbeiten und dich über Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort informieren.

Wir haben einige Artikel, wo du ganz viel über die psychosoziale Versorgung nachlesen kannst, z. B. wo du dich für Unterstützung vor Ort hinwenden kannst, welche Berufsgruppen hilfreich sein können, was Unterstützung kostet etc. 

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