Mehrere weiße Kerzen die leuchten.

Terror in Wien

Der Terroranschlag in Wien macht uns alle betroffen. Wie können wir damit umgehen, dazu haben wir uns Gedanken gemacht.

Viele von euch melden sich gerade über alle Kanäle bei uns. Wir sind für euch da!

Die Bilder machen uns alle betroffen, sie machen uns auch Angst. Schnell hat man auch das Gefühl machtlos oder hilflos zu sein. Doch es gibt einiges, das wir tun können, um all das verarbeiten zu können.

Tipp

Sprich darüber!

Bleib mit deinen Gefühlen nicht alleine. Sprich aus, was du fühlst. Deine Freund*innen und Familie fühlen wahrscheinlich ähnlich. Gemeinsam kann man Schlimmes oft besser aushalten. Alles, was du denkst und fühlst, ist in Ordnung. Viele sind einfach auch wütend, dass so etwas geschehen kann. Auch wir sind rund um die Uhr da, wenn du dich austauschen möchtest! Wir verstärken heute unser Angebot, haben mehrere Leitungen offen, im Chat ab 18:00 kannst du uns auch schriftlich erreichen. Egal, was du gerade brauchst, melde dich!

Ein Gefühl von Gemeinschaft kann auch stützend sein, manchen hilft es in sozialen Netzwerken durch Bilder oder Statusmeldungen ihr Mitgefühl und ihre Solidarität auszudrücken.

Tipp

Bewusstes Informieren

Konzentriere dich auf wenige vertrauenswürdige Quellen. Gerade in sozialen Netzwerken wird gerade viel geteilt, was nicht stimmt und Angst macht. Achte auch darauf, selbst solche Infos nicht weiter zu teilen!

Tipp

Mach Pause

Wenn in den verschiedenen Medien keine neuen Nachrichten mehr kommen, sich die Bilder und Informationen nur noch wiederholen, dann schalte ab. Wir alle brauchen Pausen von den Informationen. Erinnere dich, was dir sonst ein Gefühl von Sicherheit vermittelt? Dein Haustier halten, dich am Boden setzen und deine Arme um die Knie legen, dich unter eine Decke legen, ruhige Musik, ein bestimmter Duft? Nütze das und schau, dass du dich so sicher wie möglich fühlst.

Tipp

Verzichte auf Videos

Terroristen wollen bewusst Angst verbreiten. Das gelingt auch mit dem Teilen der Videos. Mach nicht mit! Viele von euch haben diese Videos mit extrem gewalthaltigen Bildern gesehen. Sprich darüber, wie es dir damit geht. Niemanden lassen diese Bilder kalt!

Manchen hilft es auch, das Gesehene aufzumalen, um es ein wenig mehr aus dem Kopf zu bekommen.

Tipp

Sicherheit schaffen

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist in so einer Situation groß. Was uns Sicherheit vermittelt, ist individuell unterschiedlich. Vielen hilft es in den Arm genommen zu werden, das Haustier zu streicheln. Sich am Boden zu setzen, die Knie anziehen und dann die Arme um die Knie zu legen und den Kopf auf den Knien abzulegen, ist auch eine Möglichkeit, dieses Gefühl zu erzeugen. Manchmal sind es auch Gerüche oder das Kuscheln in eine Decke. Schau, wo und wie du dieses Gefühl der Sicherheit in dir aktivieren kannst.

Tipp

Innere Ruhe

Wenn um einen herum gerade alles turbulent ist, dann ist es wichtig, in sich drin, für Ruhe zu sorgen. Denn das können wir für uns beeinflussen. Wie kann das gelingen?

Wenn Gedanken kreisen, du nicht abschalten kannst, dann ist die einfachste Möglichkeit, einfach zu atmen. Klingt komisch, ist aber so.

Atemübung - Atme ein, zähle dabei bis vier, halte den Atem an, zähle bis vier, atme aus, zähle dabei bis vier, halte den Atem wieder an, zähle dabei wieder bis vier und dann beginne wieder von vorne. Dadurch, dass du zählst, konzentriert sich dein Gehirn genau darauf und alles andere kann mehr und mehr in den Hintergrund gelenkt werden.

Höre dir eine Fantasiereise ein. In YouTube findest du viele Varianten dafür.

Leg dich gemütlich hin, hör' dir ruhige Musik an, leg dabei eine Hand auf dein Herz und eine Hand auf deinen Bauch. Atme bewusst und schau, dass du deinen Atem immer länger werden lässt und bis zum Bauch schickst, sodass sich dein Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt. Mach das für 2-3 Lieder lang oder so lange, wie es für dich angenehm ist.

Wenn du das Gefühl hast, diesen inneren Druck endlich los werden zu wollen, kann auch tanzen helfen. Mach dir Musik an und lass alles raus.

Spazieren Gehen und Malen bzw. Zeichnen haben auch einen entspannenden Effekt.

 

Wer macht so etwas?

Viele fragen sich, wie Menschen überhaupt so etwas tun können. Wir haben versucht zusammenzufassen, wie Radikalisierung ablaufen kann.

Du warst selbst vor Ort?

Solche Erlebnisse lösen heftige Gefühle und oft auch einen Schock aus! Bleib nicht allein!  Begib dich in Sicherheit und schau, dass immer jemand bei dir ist. Vielleicht spürst du auch, was dir helfen könnte, trau dich, sprich es aus. Manche wollen viel darüber reden, andere gar nicht, manche brauchen Bewegung. Du kannst dich auch in der Nacht, wenn du nicht schlafen kannst melden! Es gibt professionelle Hilfe! Wir sind da und wir können dir auch Anlaufstellen in ganz Österreich für akute Hilfe nennen!

So kannst du unterstützen

* Biete Freund*innen an, euch auszutauschen, wenn das gerade für dich passt.

* Du kannst auch Freund*innen von uns erzählen, dass man sich rund um die Uhr und anonym bei uns aussprechen kann.

* Nimm dir Zeit für jüngere Geschwister.

* Falls du trotz Vorsicht auf gewalthaltige Videos in sozialen Medien stößt, melde sie. Je mehr melden, umso eher werden sie gelöscht!

Liebe >  Hass! Gemeinschaft und Zusammenhalt ist das stärkste Mittel, das wir als Gesellschaft gegen Terror und Hass zur Verfügung haben. Lasst uns füreinander da sein!

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