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Facebook, Instagram & Co - Pro&Contra

Worauf gilt es zu achten, wenn man soziale Netzwerke gerne nützt? Hier erfährst du mehr dazu.

Soziale Netzwerke sind beliebt und keine Frage, sie sind ein netter Zeitvertreib. Trotz alledem sollte man wissen, worauf man sich einlässt und welche eventuellen Gefahren lauern. Hier bekommst du einen Überblick.

 

Was ist ein soziales Netzwerk?

In sozialen Netzwerken präsentieren sich UserInnen in einem eigenen Profil mit mehr oder weniger persönlichen Angaben, wie z. B. Hobbys, Interessen, Fotos, Videos etc. Wenn zwei UserInnen zustimmen, "verlinken" sie ihre Profile. Dadurch entsteht ein Netzwerk von Personen, die miteinander in Kontakt stehen. In sozialen Netzwerken kann man sich mit anderen austauschen.

 

Möglichkeiten in sozialen Netzwerken

Facebook, Instagram & Co bieten jede Menge Möglichkeiten.

Tipp

Vorteile von sozialen Netzwerken

  • Kontakte pflegen und sich unterhalten
    Unterhaltung funktioniert in sozialen Netzwerken so einfach, wie kaum woanders und das auch noch gratis. Schnell ein paar Worte als Status veröffentlicht und schon wissen deine FreundInnen Bescheid. Und es sind auch keine Grenzen gesetzt. Es ist möglich gleichzeitig mit jemandem aus Österreich, aus Kroatien, aus England und aus Finnland zu plaudern.
  • Sich selbst präsentieren
    Im Profil kann man sich austoben. Wie gestaltet man es, wie stellt man sich dar. Hier kannst du dich so zeigen, wie du möchtest.
  • Eigene Website, auch für Nicht-Internet-Profis
    Eine eigene Website zu erstellen, braucht einiges an Zeit und auch an Wissen. In sozialen Netzwerken ein Profil zu erstellen, geht schnell und erfordert kaum Wissen. Und ein Profil ist einer Website schon recht ähnlich.
  • Neue Personen kennen lernen
    In sozialen Netzwerken kann man auch neue Leute kennen lernen. Z. B. FreundInnen von Freunden oder Personen mit gleichen Interessen.

Ab welchem Alter kann man sich anmelden?

Im Sinne des Jugendschutzgesetzes sind Anmeldungen bei sozialen Netzwerken erst ab einem bestimmten Alter möglich. Manche Netzwerke überprüfen die gemachten Angaben, andere nicht. Auf den meisten Plattformen ist das Mindestalter 13 Jahre (z. B. Facebook). Grundsätzlich bist du verpflichtet, die Angaben wahrheitsgetreu zu machen.

 

Spaß in sozialen Netzwerken mit Datenschutz

Wirklich wichtig und keine übertriebene Panikmache ist es, sobald du ein soziales Netzwerk nutzt, deine Daten zu schützen. In jedem Netzwerk gibt es die Möglichkeit die Datenschutzeinstellungen zu verändern. Manchmal ist es ein bisschen mühsam, diese zu finden, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus. Oder möchtest du, dass deine LehreInnen, Eltern, Fremde oder diejenigen, die du gar nicht leiden kannst, deine Fotos anschauen und alle deine Informationen lesen können? Wahrscheinlich nicht.

Dann investiere die Zeit und stelle ein, wer deine Daten sehen darf. Am besten du erlaubst das nur Freunden von dir! So können deine Daten nicht so leicht in falsche Hände kommen und z. B. für Cyber-Mobbing verwendet werden, wenn ein Freund, der sich später dann als nicht so nett entpuppt, Bilder von dir verunstaltet, diese auf Sex-Seiten stellt, u.s.w.

In vielen Netzwerken kannst du auch einstellen, ob andere Suchmaschinen, wie Google oder Yahoo auf deine Daten zugreifen dürfen. Auch das solltest du unbedingt blockieren. Denn spätestens, wenn du dich für eine Lehrstelle, einen Ferialjob oder einen Job bewirbst, suchen Firmen mittlerweile in diversen Personensuchmaschinen nach den BewerberInnen. Wenn du diese Suche durch die Sicherheitseinstellungen blockierst, wirst du zumindest mal nicht so einfach gefunden.
 

 

Risiken

Wir nützen soziale Netzwerke mit viel Spaß. Es lohnt sich aber, sich zu informieren, was diese mit unseren Daten machen. Es geht uns darum, euch ganz realistisch zu zeigen, was täglich in Österreich passiert. Wir haben auch zu einigen Firmen Kontakt, um für euch herauszufinden, was hinter den Kulissen der beliebten Netzwerke geschieht und um euch möglichst rasch und einfach bei Problemen helfen zu können. Wirklich viele wissen gar nicht, was das Nutzen von sozialen Netzwerken bedeutet und sind dann überrascht, wo z. B. die von ihnen geposteten Beiträge und Fotos landen.

  • Bei vielen sozialen Netzwerken gibst du mit der Anmeldung den Firmen, die dahinter stehen, die Nutzungsrechte für die von dir geposteten Inhalte, Fotos und Videos. Facebook, Instagram & Co dürfen also deine Inhalte verwenden. Im Prinzip könnten sie sie auch kommerziell (also z. B. für Werbung) verwenden! Immer wieder kommt es auch vor, dass vermeintlich sexy Fotos auf Sex-Plattformen landen. Wir kennen mittlerweile viele Beispiele von Jugendlichen, die sich bei uns gemeldet haben und ihre Fotos auf Seiten gefunden haben, wo sie sie nicht haben wollten. Mit dem Foto aus Facebook eines Mädchens wurde z. B. Werbung für eine Erotik-Telefon-Hotline Werbung gemacht. Einer Bursch hat sein Foto auf einer homosexuellen Dating-Plattform gefunden.
  • LehrerInnen, Personen an deiner Lehrstelle und auch Fremde könnten Zugriff auf deine Inhalte bekommen.
    Dein Profil könnte von anderen verändert werden und du so dargestellt werden, wie es dir vielleicht nicht angenehm ist.
  • Wenn man sich irgendwo bewirbt, ist es mittlerweile an der Tagesordnung, dass nach den BewerberInnen im Internet gesucht wird. Das Auftreten in sozialen Netzwerken ist dann ein Auswahlkriterium, ob man in die nähere Auswahl kommt. Gerade alles, was dich mit Gewalt in Verbindung bringt (z. B. auch Videos von gestellten Schlägereien, gewaltvolle Sprache,...), ist ein klares Ausschlusskriterium. Die Firmen sprechen das immer öfter auch direkt aus.
  • Leider verkehren auch Personen mit kriminellen Absichten in sozialen Netzwerken. So kommt es immer wieder zu z. B. sexuellen Belästigungen. Da diese Personen oft sehr geschickt sind, ist es gar nicht so einfach sie zu entlarven.

    Hier findest du Tipps dazu:
  • Test zu Grooming
    Hier kannst du testen, wie gut dein Gefühl ist, um mögliche BetrügerInnen im Netz zu enttarnen.

Das sind nur einige Beispiele, was alles passieren kann, wenn man nicht vorsichtig ist. Viele dieser Risiken kann man ganz einfach minimieren, wenn man einige Grundsätze einhält:

 

Nutze soziale Netzwerke sicher

Tipp

Verrate möglichst wenige Informationen

Alles, was du im Internet veröffentlichst, kannst du nicht mehr kontrollieren und nur mehr schwer oder gar nicht löschen. Auch wenn es einen "Löschen"- Button gibt, eine Sicherheitskopie bleibt immer gespeichert. Also überlege genau, was du von dir selbst Preis gibst. Es geht wirklich darum, für dich festzulegen, was für dich privat ist. Denn wenn etwas in Umlauf gerät, dann bist ja auch du, die Person, die dafür gerade stehen muss.

Poste nie deine Telefonnummer und Adresse!! Wenn du sie wirklich jemandem geben möchtest, kannst du sie immer noch per E-Mail oder SMS schicken. Achtung Facebook und viele Anwendungen lesen auch bei den privaten Nachrichten mit!

Du musst bei einigen Netzwerken nicht deinen vollen Namen angeben. Das bringt den Vorteil, dass dich Personen, die etwas über dich in Erfahrung bringen möchten, nicht ganz so einfach finden. Denn auch potentielle ArbeitgeberInnen nutzen mittlerweile standardmäßig soziale Netzwerke, um sich über BewerberInnen zu informieren. Ohne deinen richtigen Namen bist du nicht so einfach auffindbar. Achte auch darauf, dass du keine E-Mail Adresse angibst, die deinen Vor- und Nachnamen verrät bzw. die du auch für Bewerbungen verwendest.

Tipp

Verwende sichere Passwörter und behalte sie für dich

Sichere Passwörter sind unvorhersehbare Passwörter. Denke dir z.B. einen Satz aus, wie: "Ich werde auch in 100 Jahren kein Fan von Lady Gaga" und verwende die Anfangsbuchstaben als Passwort, also Iwai100JkFvLG. Verhindere, dass andere Zugriff auf dein Profil bekommen. Verrate auch deiner besten Freundin/deinem besten Freund dein Passwort nicht. Denn du weißt nicht, ob ihr euch nicht irgendwann streitet und was er/sie dann mit dem Passwort macht. Schließlich teilst du ja auch deine Zahnbürste nicht mit deinen FreundInnen, oder?

Tipp

Unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Netzwerke

Wenn du in mehreren Netzwerken aktiv bist, solltest du jeweils auch andere Passwörter verwenden. Denn sollte jemand ein Passwort von dir herausfinden, kann er so weniger Missbrauch betreiben.

Tipp

Lies die Nutzungsbedingungen

Auch wenn es wirklich mühsam ist, lohnt es sich, sich einmal durch die Nutzungsbedingungen zu quälen. Zumindest weißt du dann, worauf du dich einlässt.

Tipp

Sei vorsichtig mit Spielen in sozialen Netzwerken

Jede Menge Spiele und Anwendungen in Facebook bringen zwar Spaß, allerdings bekommt dadurch noch jemand Dritter, nämlich die BetreiberInnen dieser Anwendungen, Zugriff auf deine Daten. Deshalb schau, dass du nicht zu viele dieser Anwendungen gleichzeitig verwendest!

So kannst du nachschauen, wie viele Anwendungen du gerade verwendest und auch gleich diejenigen löschen, die du gar nicht mehr verwendest. Du solltest darauf achten nicht mehr als 10-20 Anwendungen gleichzeitig zu verwenden. So verkleinerst du das Risiko, dass Firmen mit deinen Daten Geschäfte machen!

Gehe in Facebook auf: Einstellungen (findest du, wenn du auf den kleinen Pfeil klickst) - und dann links auf "Apps". Dann siehst du alle Apps, die du verwendest aufgelistet und kannst alle, die du nicht mehr nützt, löschen!

Tipp

Achte auf deine "digitale Identität"!

Überlege, wie du dich im Internet darstellst. Vor deinen FreundInnen findest du es vielleicht lustig, dich als partyfest darzustellen, mit Bierflasche in der Hand. Aber willst du dich so auch vor deinen späteren ArbeitgeberInnen, deinen Eltern oder LehrerInnen präsentieren? Stell dich so dar, wie es für dich, vor wirklich allen passt, nicht nur vor deinen FreundInnen!

Tipp

Beachte: Du bist für die Inhalte auf deinem Profil selbst verantwortlich

Veröffentlichte Bilder dürfen die Abgebildeten nicht bloßstellen oder herabsetzen. Bevor du ein Foto, ein Musikstück oder ein Video hoch lädst, ist abzuklären:
Habe ich das Urheberrecht für dieses Werk? D.h., habe ich die Musik selbst aufgenommen, das Foto selbst gemacht oder den Film selbst produziert bzw. hat der Urheber / die Urheberin einer Veröffentlichung zugestimmt? Wenn das nicht zutrifft, darfst du es auch nicht veröffentlichen!!

 

Tipp

Lösche aktive Profile, die du nicht mehr nutzt

Lösche Profile, sobald du sie nicht mehr wirklich nutzt, z. B. weil du jetzt eher ein anderes Netzwerk verwendest. Auch wenn die Löschfunktionen oft nur schwer zu finden sind, solltest du dir die Mühe machen. Oft ist ein Löschen nicht möglich, nur ein Deaktivieren. Ist aber besser, als jemand bekommt durch nicht mehr aktuelle Informationen ein völlig falsches Bild von dir.

Tipp

Achtung vor "Mitlesern"

Wenn du soziale Netzwerke in Internetcafes oder auch in Firmennetzwerken vielleicht an deinem Lehrstellenplatz oder in der Schule öffnest, dann musst du damit rechnen, dass dein Datenverkehr sehr leicht mitverfolgt werden kann. Denn viele der Netzwerke senden deine Daten unverschlüsselt!

Rat auf Draht in sozialen Netzwerken

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