Schüler meditieren zusammen mit Lehrer im Klassenzimmer

Keine Panik vor dem Schulschluss

Bald sind Ferien! Für viele von euch ist das ein Grund zu purer Freude, aber leider nicht für alle. Manche Schüler*innen fürchten sich vor einer schlechten Note oder sogar vor einem oder mehreren Fünfern im Zeugnis. Hier kannst du nachlesen, wie du trotzdem Ruhe bewahren kannst und auch wie du die Nachricht am besten deinen Eltern verklickern kannst.

Nicht den Mut verlieren

Schlechte Schulnoten sind noch lange kein Grund, den Mut zu verlieren. Schulerfolg ist wichtig, aber nicht alles im Leben. Negative Noten bedeuten keinen Weltuntergang, denn sie sagen nichts über den Wert eines Menschen aus, sondern lediglich über seine Leistungen in einzelnen Gegenständen. Auch bei einem negativen Zeugnis: Es gibt immer einen Ausweg - zumeist sogar mehrere. Oft ist eine Situation gar nicht so ausweglos, wie sie dir im ersten Moment vielleicht scheint.
 

Gib deinen Eltern rechtzeitig Bescheid

Viele Eltern reagieren oft viel gelassener und verständnisvoller als befürchtet. Meist sind die Eltern durch das Frühwarnsystem schon vorinformiert. Falls nicht, sollte man aber unbedingt bedenken, ihnen rechtzeitig Bescheid zu sagen und nicht bis zur letzten Sekunde zu warten.

Tipp

Tipps für ein Gespräch mit deinen Eltern

  • Wenn du Angst vor ihrer Reaktion hast, und sie noch nichts wissen, dann überleg dir zuerst, mit wem von beiden du besser sprechen kannst.
  • Geschickt ist, wenn du nicht einfach sagst, dass du ein schlechtes Zeugnis haben wirst, sondern wenn du dir schon vorher Gedanken darüber machst, wie es dazu gekommen ist und noch wichtiger, was du alles unternehmen willst, um deine Noten im nächsten Jahr auszubessern. Du könntest z. B. auch vorher mit deinen Lehrern sprechen, um zu erfahren, wo genau deine Schwächen liegen und wie du dich verbessern kannst.
    Das hat den großen Vorteil, dass du deinen Eltern schon etwas anbieten kannst und sie dadurch merken, dass du dir selber Gedanken gemacht hast.
  • Du könntest dich aber auch an einen Erwachsenen wenden, zu dem du Vertrauen hast und ihn um Unterstützung bitten, wenn du deinen Eltern von der schlechten Note oder dem schlechten Zeugnis berichten willst. Vielleicht findet sich ein guter Freund oder eine Freundin, um dir beizustehen.
  • Wenn deine Eltern bis jetzt noch nichts von deinen Schulschwierigkeiten mitbekommen haben, dann versuche ihnen ehrlich zu erklären, warum du ihnen erst jetzt davon erzählst. So gibst du ihnen die Möglichkeit, deine Entscheidung nachzuvollziehen.
  • Du kannst deine Eltern auch bitten, dich im nächsten Schuljahr zu unterstützen. Überlege allerdings, wie sie dir unter die Arme greifen könnten und mache ihnen konkrete Vorschläge. So zeigst du ihnen auch, wie ernst du es meinst, dich im nächsten Jahr verbessern zu wollen.

Nur keine Panik!

Nicht selten kommt es zu Panikreaktionen - Vielleicht spielst du mit dem Gedanken von zu Hause wegzulaufen, aus lauter Angst vor der Reaktion deiner Eltern, vor allem, wenn die Beurteilungen negativ sind. Doch das ist keine Lösung: im Gegenteil, du schaffst dir damit nur noch weitere Probleme!

Gerade in solchen Fällen ist es besonders wichtig, sich beraten zu lassen. Denn es gibt viele Möglichkeiten, einen Ausweg zu finden. Wichtig ist, sich in schwierigen Situationen helfen zu lassen: In jedem Bundesland stehen schulpsychologische Beratungsstellen zur Verfügung und auch 147 Rat auf Draht ist immer für dich da - auch in den Ferien!

Ferien auch bei Nachprüfung

Denk dran: Auch bei einer Nachprüfung sind die Ferien noch lange nicht verpatzt! Mach dir einen Lernplan. Durch genaue Einteilung kannst du deine Ferien genießen und dich trotzdem auf die Nachprüfung vorbereiten.

 

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