Gesichtsaufnahme von einem weiblichen Model.
CC0 / Pixabay Nissor (bearbeitet)

Model - dein Traumberuf?

Du, egal ob männlich oder weiblich, willst Model werden? Da hast du dir ja einiges vorgenommen! Hier findest du etwas Einblick in die Welt der Models, Voraussetzungen, Werdegang, aber auch die Kehrseiten des Berufs.
 

Topmodels

Im Fernsehen fahren sie teure Autos, daten Stars und leben in Luxusvillen. Topmodels zählen zu den Topverdienern und vermitteln den Eindruck, ein absolutes Traumleben zu haben. Kein Wunder, dass viele Mädchen und Jungs anstreben, solch eine Karriere hinzulegen, doch der Ruhm hat auch seine Kehrseiten und ihn zu erlangen ist kein leichtes Unterfangen.

 

Wie werde ich Model?

Da gehört schon einiges dazu. Für dich haben wir die wichtigsten Punkte herausgefischt, damit du einen Überblick erhältst, was es heißt, Model zu sein und ob du für diesen Beruf geeignet bist. Außerdem geben wir dir Tipps, wie man in den Beruf einsteigt, welche Fallen das Modelleben bereithält und wie du nicht in diese tappst.

 

Voraussetzungen

Um als klassisches Model arbeiten zu können sind einige Voraussetzungen unabdingbar:
 

  • Ein Traumkörper, der nicht nur schlank, sondern auch gesund und sportlich ist. Als typische Maße (Brustumfang, Taille, Hüfte) gelten bei weiblichen Models (ca. in cm) 90-60-90 und bei männlichen Models (ca. in cm) 100-80-95.
  • Eine Mindestgröße von (ca.) 175 cm bei Frauen und (ca.) 185 cm bei Männern. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber allzu sehr sollte man von diesen Größenangaben nicht abweichen, da man sonst nur für wenige Auftraggeber (Leute, die ein Model buchen) in Frage kommt.
  • Beginnen sollte man mit dem Modeln zwischen 16 und 24. Besonders wichtig ist, dass man selber viel daran legt, ein zweites Standbein zu haben. Also, die Schule abzuschließen und eine Ausbildung zu machen. Auf Modeljobs ist nie Verlass, selbst wenn du in dem einen Jahr als Model gefragt bist, kann dies im nächsten ganz anders aussehen.
  • Tolle, gepflegte Haare sind ein Muss!
  • Persönlichkeit, Charakter und Aura machen dich bei Fotografen, Agenturen und Kunden beliebt. Dies ist sehr wichtig, da du andernfalls nicht wieder gebucht würdest.
  • Eine professionelle Arbeitseinstellung, Disziplin und Pünktlichkeit sind Pflicht. Modeln ist ein harter Job!
  • Ein äußerst gepflegtes, aber natürliches Aussehen.
  • Talent haben und Laufen, Posen und Gesichtsausdrücke üben.
  • Gute Englischkenntnisse
 
Männliches Model.
Foto © "Victor" von Markus Bollingmo unter creative commons Lizenz

Die Agentur

Bringst du oben genannte Voraussetzungen mit, brauchst du eine Agentur, die dir Jobs vermittelt. So gut wie nie wird man von einem Modelscout entdeckt, sondern man klappert seriöse Agenturen ab, bis man eine findet, denen der Typ, den du verkörperst, in der Datei fehlt oder die große Erwartungen in dich setzen und dich daher auch gut fördern.

Eine gute Agentur erkennst du daran, dass sie Aufnahmen und ev. Lauftrainings mit dir machen, OHNE dass du dafür bezahlen musst. Sie erstellen eine Sedcard (Fotokarte, die du für die Vorstellung bei Castings brauchst) für dich und vermitteln dir Castings.

Niemals verlangt eine seriöse Agentur Geld oder Sex! Solche Agenturen tun nur eines: Sie ruinieren eine Karriere als Model.

 

Casting

Hast du eine gute Agentur gefunden, wird diese dich von Casting zu Casting schicken. Castings sind Vorstellungsgespräche bei Kunden der Agentur, die ein Model suchen. Diese Vorstellungsgespräche sind sehr anstrengend und nicht jedermanns Sache. Viele Models bewerben sich für nur einen Job. Man muss lange warten und mögliche Zickereien ertragen.

Die Jobs fliegen einem als Model nicht zu, sondern man muss sich dauernd um Jobs bemühen und erhält dann oft nach einem langen Arbeitstag, an dem man von Casting zu Casting gerannt ist, keinen Auftrag und somit auch keinen Cent.

 

Model sein

Model sein ist kein Honigschlecken. Der Beruf bedeutet, dass man kein Mitspracherecht hat, sondern von der Agentur vermittelt wird. Man ist also ein reines Objekt, mit dem der Kunde später arbeitet. Du bist weiters einem ständigen Konkurrenzkampf mit den anderen Models ausgesetzt und solltest daher hart im Nehmen sein und Durchhaltevermögen besitzen.

Wichtig ist auch, den Kunden nicht zu enttäuschen und höchst professionell zu arbeiten. Liebeskummer oder Kopfweh müssen überspielt werden! Ein Model hat so zu sein, wie es von ihm verlangt wird. Stundenlanges (teils schmerzhaftes) Stylen oder Posen sind der Preis, den ein Model für mehr oder weniger Ruhm zu zahlen hat.

 
Fotoshooting.
Foto © "My Trend-Shooting" von Two for Fashion - Das OTTO-Fashion-Blog unter creative commons Lizenz

Verdienst

Einige Jobs als Model bringen auch gar nicht wenig Geld ein. Allerdings muss man bedenken, dass man nicht täglich solche Jobs an Land zieht. Es können lange Durststrecken zwischen zwei Aufträgen liegen.

Du darfst auch nicht vergessen, dass Model sein ein 24-Stunden-Job ist. Du musst ständig auf deine Ernährung achten, Sport betreiben, nicht zu spät schlafen gehen, enthaaren, den Friseur besuchen, deine Nägel machen, die Füße pflegen, etc. Gemessen an diesem Aufwand ist der Verdienst nicht so groß.

 

Zukunftsperspektive

Normale Models sind mit 25 Jahren out. Sehr lange kann man den Job also nicht machen. Umso wichtiger ist es deshalb, sich nicht nur auf diesen Beruf zu verlassen und seine Ausbildung nicht zu vernachlässigen.

 

Fazit

Modeln als Beruf dient vielleicht eher als Verdienst neben einem anderen Job oder dem Studium. So kann das Ganze auch Spaß machen.

 


Bringt man die Grundvoraussetzungen um Model zu sein nicht mit, sollte man lieber die Finger von dem Beruf lassen. Zu leicht tappt man sonst in eine Falle und vertraut den falschen Agenturen, nur weil diese einen nehmen.

 


Ist es dein Traum, spricht nichts dagegen, zu seriösen Agenturen zu gehen und zu sehen, wie weit du kommen kannst. Sei aber nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt und habe immer einen Plan B (eine andere Zukunftsperspektive) in petto.

 
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