Mädchen liegt in der Wiese, sie ist am Handgelenk tätowiert und hat ein Piercing im Ohr und eines in der Augenbraue.
CC0 / Pixabay Nikasucha (bearbeitet)

Piercings und Tattoos

Piercings und Tattoos sind eine Form des Körperschmucks. Manchen gefällt es, anderen wieder nicht. Hier kannst du nachlesen, wie weit du selbst entscheiden darfst, wie du deine Eltern vielleicht überzeugen kannst, worauf du achten solltest und noch vieles mehr.
 

Piercing und Tattoos - eine Form des Körperschmucks

Jeder von uns unterstreicht seine Persönlichkeit und Individualität durch sein Aussehen. Sei es die Frisur, die Kleidung, das Handy oder auch der favorisierte Sport. Ein wichtiger Teil dieser Darstellung ist auch der Schmuck des Körpers, wie z. B. Ketten, Ringe, Armbänder, Mützen etc. Auch Tattoos und Piercings sind eine Möglichkeit seinen Körper zu schmücken. Und doch gibt es aber einen Unterschied zu den anderen oben genannten Schmuckformen.

 

Tattoos und Piercings sind ein Eingriff in deinen Körper und somit auch mit Risiken verbunden. Das ist nicht eine Geschichte der Erwachsenen, um Verbote auszusprechen, sondern das ist tatsächlich so. Deshalb müssen Tattoos und Piercings gut überlegt sein und es ist wichtig, sich genau zu informieren.

 
 

Rechtliche Situation

Rechtlich geregelt ist in Österreich einerseits wer piercen und tätowieren darf – es gibt strenge hygienische und ausbildungstechnische Richtlinien - und andererseits auch, ab welchem Alter man sich piercen bzw. tätowieren lassen darf. Rein rechtlich gesehen handelt es sich sowohl beim Piercen, als auch beim Tätowieren um einen operativen Eingriff.

 

Was darfst du?

Willst du dich piercen oder tätowieren lassen, dann gelten folgende Altersgrenzen, die vom Gesetzgeber festgelegt wurden:
 

  • Tätowieren ist mit schriftlicher Einwilligung deiner Erziehungsberechtigten, im Normalfall sind das deine Eltern, ab dem 16. Lebensjahr erlaubt. Erst mit 18 kannst du selbst über eine Tätowierung entscheiden.
  • Bist du unter 14 Jahre alt, ist das Piercen vom Gesetz her generell verboten!
  • Wenn du mindestens 14 Jahre alt bist, brauchst du keine Unterschrift von Erziehungsberechtigten, wenn anzunehmen ist, dass die gepiercte Stelle innerhalb von 24 Tagen verheilt, wie z. B. ein Nasenpiercing.
  • Du und deine Eltern müsst über die Risiken (Allergien, Entzündungen, Komplikationen …) und die Nachbehandlung (Hygiene, Entfernung des Piercings…) informiert werden und dies schriftlich bestätigen.
  • Wenn es Hinweise auf bestimmte Krankheiten gibt (Hämophilie, Diabetes, HIV, Hepatitis, Ekzeme, Allergien…) ist das Piercen/Tätowieren verboten.

 

 
Foto © "one, only one" von photographer padawan *(xava du) unter creative commons Lizenz

Sicherheit - darauf solltest du achten

 

  • Informiere dich genau über gute Piercing- bzw. Tattoostudios. Schau dich ruhig im Studio um. Wichtig ist, dass es sauber ist und dass Einwegnadeln aus sterilen Verpackungen verwendet werden.
  • Ein gutes Studio erkennst du auch daran, dass du ungefragt über mögliche Risiken, Folgen, Nachbehandlungen und rechtliche Aspekte informiert wirst.
  • In einem seriösen Studio müssen du bzw. deine Eltern schriftlich bestätigen, dass du über Risiken aufgeklärt wurdest, und du dein Einverständnis gibst.
  • Wichtig ist auch, dass du dir für dich selbst genau überlegst, welche Art von Körperschmuck du haben möchtest und dass dieser Wunsch auch über einen längeren Zeitraum besteht.
    Spontanaktionen sind beim Piercen und Tätowieren absolut nicht angebracht! Bevor du dir das Piercing machen lässt, könntest du einmal Schmuck zum Ankleben oder Anstecken ausprobieren, um zu sehen, ob es dir wirklich gefällt.
ACHTUNG:

Versuche nicht, dich selbst zu piercen bzw. zu tätowieren. Das Risiko einer Infektion ist groß. Hauptproblem ist aber, dass du einen Nerv verletzen könntest, das kann zu teilweisen Gesichtslähmungen führen. Und das kommt gar nicht so selten vor. Wir wollen dir keine Panik machen, sondern dich informieren, was dir passieren kann.

 

 

Eltern überzeugen

  • Wenn immer du Eltern von etwas überzeugen möchtest, ist es wichtig, dass du gute Argumente hast.
  • Überlege dir also genau, warum dir eine bestimmte Form des Körperschmucks wichtig ist.
  • Zeige deinen Eltern, dass du dich schon über mögliche Risiken informiert hast. Das zeigt ihnen, dass du vernünftig an die Sache herangehst.
  • Biete deinen Eltern an, mit dir gemeinsam ein Studio zu besuchen, damit sie mögliche Fragen dort stellen können und sich Informationen direkt vor Ort holen können.

 

 

Alternativen


Sollte es nicht klappen, deine Eltern zu überzeugen, dann gibt es auch Alternativen zum echten Piercing oder Tattoo. Es gibt Glitzersteine zum Aufkleben oder auch Ringe, die man einfach anstecken kann. Es gibt auch Körperfarben mit denen du dir selbst Tattoos aufmalen kannst oder auch Tattoostempel. Eine Alternative kann auch ein Henna Tattoo sein, das nach kurzer Zeit wieder ausbleicht. Und spätestens mit 18, wenn dann dein Wunsch noch besteht, kannst du sowohl über das Piercen, als auch über das Tätowieren selbst bestimmen.

 
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