Freier Oberkörper einer weiblichen Steinfigur.
CC0 /PixabayBarni1 (bearbeitet)

Der Busen

Eine Traumvorstellung: Der perfekte Busen! Doch, wie schaut der eigentlich aus, und gibt es ihn überhaupt - den perfekten Busen? Facts und Infos über die weibliche Brust!
 

Jede Brust ist einzigartig

So unterschiedlich wie wir alle sind, so unterschiedlich ist auch der Busen. Kein Busen gleicht dem anderen. Größe und Form des Busens, sowie der Brustwarzen, die Gewebebeschaffenheit, der "Sitz" des Busens (mal höher, mal tiefer, mal enger, mal weiter auseinander), all diese Merkmale können variieren und machen unseren Körper dadurch zu einem besonderen Einzelstück!

 

Was ist der Busen überhaupt und wozu braucht man ihn?

Der Busen zählt zu den sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmalen. Das heißt, er entwickelt sich im Laufe der Pubertät.
Die Brust besteht hauptsächlich aus Fettgewebe und übernimmt die wichtige Aufgabe der Muttermilchproduktion. Kurz nach der Geburt eines Babys beginnt die Milchdrüse Muttermilch zu produzieren, und das Baby erhält seine notwendige Nahrung, in dem es am Busen der Mutter saugt. Man nennt das auch "Stillen". Die Muttermilch enthält viele Nährstoffe und auch Antikörper, die das Kind vor Krankheiten schützen. Weiters vermittelt das Stillen dem Baby das wichtige Gefühl von Wärme und Geborgenheit.

 

Busen und Sex

Die weibliche Brust hat eine bestimmte sexuelle Signalwirkung. Umgangssprachlich zählt der Busen zu den so genannten "weiblichen Reizen". Das heißt, dass der Anblick oder die Berührung eines Busens uns sexuell erregen kann.
Wie empfindlich Mädchen oder Frauen auf Berührungen des eigenen Busens reagieren, ist sehr unterschiedlich. Die Brustwarze, sowie der Warzenvorhof, das ist die runde, etwas dünkler gefärbte Stelle rund um die Brustwarze, gelten als erogene (besonders erregbare) Zone - sowohl bei der Frau, als auch beim Mann.

 

Der Büstenhalter

Der Büstenhalter, kurz BH genannt, soll den Busen stützen. Die Brust an sich hat aber auch eine eigene Stützfunktion, den Brustmuskel. Man "muss" also nicht unbedingt einen BH tragen. Es ist mehr eine Frage der eigenen Vorlieben. Bei sportlichen Aktivitäten oder wenn man einen schweren Busen hat, kann ein spezieller BH aber sehr sinnvoll sein, damit sich das Gewebe nicht zu stark dehnt oder überbelastet wird.

 

75A, C-Cup, Doppel D

Weißt du, was diese Bezeichnungen bedeuten? Es handelt sich dabei um unterschiedliche BH-Größen.

Anders als bei den "normalen Konfektionsgrößen" bestehen die BH-Größen aus zwei Teilen: Erstens dem Unterbrustumfang (gemessen wird er direkt unter der Brust), damit sind die Zahlen 75, 80 usw. gemeint und der so genannten "Cup-Größe", also dem gesamten Brustumfang (dieser wird gemessen, indem das Maßband über die Brustwarzen geführt wird), bezeichnet durch Buchstaben (z.B. A, B, oder C). Die Cup Größe beschreibt die Größe der Körbchen beim BH, A ist die kleinste Größe.

So hat eine Frau, deren Unterbrustumfang 79 cm und der gesamte Brustumfang 92cm beträgt zum Beispiel die BH-Größe 80A. Wäre der Brustumfang größer z.B. 97cm, entspräche das der Größe 80C.

 

Ein Exkurs in die Geschichte

Der BH entwickelte sich aus der Mode des Korsetts etwa um 1890. Das Korsett oder das Mieder wurde von den Frauen um ihren ganzen Oberkörper herum getragen und hatte den Sinn die "weiblichen Rundungen" zur Geltung zu bringen. Doch auch schon früher versuchten Frauen die Reize ihrer Brust hervorzuheben. So gab es z.B. schon im alten Griechenland den so genannten Brustgürtel.

 

"Der perfekte Busen"

In unserer Gesellschaft gibt und gab es immer bestimmte Vorstellungen über das gerade herrschende Schönheitsideal. So galt z.B. in der Renaissance ein Doppelkinn als besonders attraktiv, während sich heute deshalb sogar einige Menschen einer Schönheitsoperation unterziehen würden. Auch die Idealvorstellung des Körpergewichts hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. In den 20er Jahren waren rundlichere Formen noch total angesagt und auch ein Zeichen für gute Gesundheit. Während in den 70ern ganz dünne Frauen dem Schönheitsideal entsprachen.
Ähnlich ist es auch mit den Vorlieben um die Größe und Beschaffenheit des Busens bestellt. Während in Griechenland der Busen durch den Brustgürtel betont wurde, versuchten die Mädchen im alten Rom oder auch im mittelalterlichen Spanien ihren Busen am wachsen zu hindern, indem sie ihn fest einbanden oder sogar Bleiplatten am Busen trugen.

 

"Oben ohne"?

Auch der Umgang mit der weiblichen Brust ist kulturell verschieden. Während in den westlichen Kulturen der Busen in der Öffentlichkeit verhüllt wird, ist es in vielen Naturvölkern ganz natürlich, auch im Alltag, den Busen nackt zu zeigen.
Wie freizügig man sich z.B. im Sommer beim Sonnen zeigen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Ist man jedoch auf Urlaub, so muss man sich den kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten des Gastlandes anpassen. So ist z.B. in Tunesien oder der Türkei "oben ohne" tabu, während es in Dänemark inzwischen mehr Nacktbadestrände gibt, als welche, an denen man Badekleidung trägt.

 

Ich bin mit meinem Busen unzufrieden :-(

Den "optimalen Busen" gibt es nicht! So unterschiedlich jeder Busen ist, so unterschiedlich sind auch die einzelnen Vorlieben! Ob groß, klein, rund, spitz, jedem gefällt etwas anderes, und jeder hat sein eigenes Verständnis für Schönheit!

 

 

  • Akzeptiere deinen Busen, so wie er ist. Denn er ist einzigartig!
  • Frag deine Freundinnen, ob sie mit ihrem Busen zufrieden sind, und sprecht über eure Vorzüge!
  • Wenn du einen kleinen Busen optisch größer erscheinen lassen willst, versuch es mit einem Push-Up BH und einem Shirt mit raffiniertem Ausschnitt.
  • Möchtest du deinen Busen lieber nicht betonen, trag einfärbige Oberteile mit einfachem (V-)Ausschnitt
  • Damit dein Busen immer schön in Form bleibt, kannst du ihn trainieren: Aufrecht hinstellen, Hände auf Brusthöhe zusammenpressen, Ellbogen nach außen heben und die Hände fest zusammendrücken. Ein paar Mal wiederholen. Das stärkt die Brustmuskulatur!
  • Beim Duschen, den Busen mit dem kalten Wasserstrahl umkreisen. Das festigt das Gewebe!

 

 

Ist das Aussehen wirklich so wichtig?

Nein! Wichtig ist, dass du dich in deinem Körper wohlfühlst. Zur Zeit der Pubertät macht man viele körperliche Veränderungen durch. Versuch dich schrittweise mit deinem Körper anzufreunden. Denn wenn du dich selber magst, wirkst du natürlich, und das kommt bei anderen an! Und wenn du mal Zweifel über das Aussehen deines Busens hast: Mal ganz ehrlich, wenn du dich in jemanden verliebst und mit ihm/ihr zusammen bist, würdest du ihn/sie verlassen, weil die linke große Zehe größer ist als die Rechte?

 

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