Händewaschen.

Vom Ritual zum Zwang

Was, wenn sich immer wieder zwanghaft Gedanken aufdrängen, oder es schwerfällt mit bestimmten Handlungen aufzuhören?


Was ist ein Ritual

Das Wort "Ritual" wird häufig im Zusammenhang mit Religion verwendet. Es handelt sich um einen immer wiederkehrenden Ablauf von Verhalten. Jeder von uns hat ganz bestimmte Rituale. Dinge an die man sich gewöhnt hat und an denen man sich gerne festhält. Beispiele dafür wären der Gute-Nacht-Kuss im Kindesalter von den Eltern, ohne den man nicht einschlafen kann oder der Blick in den Spiegel, bevor man das Haus verlässt.

Rituale bringen Struktur in den Alltag. Gewohnte und bekannte Abläufe im Alltag tragen zu unserem Wohlbefinden bei. Sie geben uns ein Gefühl von Sicherheit.
 

Was ist ein Zwang

Im Gegensatz zum Ritual, welches wir auch bewusst weglassen oder verändern können, ist der Zwang, wie der Name schon sagt, etwas, wodurch wir auf eine bestimmte Art und Weise gezwungen sind.

Bei der Zwangsstörung handelt es sich um eine psychische Erkrankung. Es gibt unterschiedliche Arten der Zwangsstörung und auch die Intensität, in der sie auftritt, ist meist ganz verschieden. Ein typisches Beispiel wäre der Waschzwang. Betroffene müssen sich zum Beispiel extrem häufig die Hände waschen und leben in der ständigen Angst, sich durch schmutzige Hände mit Krankheiten anzustecken.

Vielleicht gehörst du auch zu einem der vielen Menschen, die, bevor sie das Haus verlassen, kontrollieren, ob alle Geräte abgeschaltet sind. Dieses Verhalten ist ja auch sehr sinnvoll, denn wenn man vergisst, den Herd abzuschalten, könnte es zu einem Brand kommen. Manche Menschen aber müssen diesen "Kontrollgang" durch die Wohnung immer und immer wieder durchführen. Der Zwang, die Geräte vor dem Verlassen der Wohnung zig mal zu kontrollieren, kann im Alltag sehr anstrengend werden und die Lebensqualität des Betroffenen stark einschränken.
 

Wie kommt es zu einer Zwangsstörung?

Wie es zu einer Zwangsstörung kommt, ist nicht eindeutig feststellbar. Oft spielen verschiedene Ursachen zusammen. Einerseits können schwierige Ereignisse in der Lebensgeschichte Auslöser sein, oder auch bestimmte Veränderungen im Gehirn oder eine Störung des Serotoninhaushalts (Serotonin ist ein Botenstoff, der Einfluss auf viele Körperfunktionen hat).
 

Kann man eine Zwangsstörung behandeln?

Ja, das kann man. Einerseits haben spezielle Medikamente einen positiven Einfluss auf die Krankheit und andererseits kann eine Psychotherapie helfen, in der man lernt mit den Zwangsgedanken und -handlungen umzugehen.

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