Junge Frau mit Boxhandschuhen schaut selbstbewusst und hat die Hände mit den Boxhandschuhen vor sich erhoben.
CC0 / Pixabay vesnazajchenko (bearbeitet)

Verbal kontern will gelernt sein

Jeder kann mal in eine Situation geraten, in der man verbal attackiert wird und einfach nur sprachlos ist. Anstatt dich später über dein Schweigen zu ärgern, kannst du Schlagfertigkeit erlernen!
 

Was bedeutet Schlagfertigkeit?

Schlagfertig zu sein, bedeutet in unvorhergesehenen Situationen schnell die richtigen Worte zu finden, anstatt nichts zu sagen oder vor sich hinzustammeln. Die meisten kennen wahrscheinlich den Ärger darüber, wenn man einen Spruch oder Vorwurf zu hören bekommt und so außer sich ist, dass man erst mal gar nichts sagt. Später und in Ruhe fallen einem meist viele Dinge ein, die man erwidern hätte können. Aber leider eben erst später.

 

Schlagfertigkeit ist eine durchaus positive Eigenschaft, die einem Selbstvertrauen schenken und Menschen beeindrucken kann. Sowohl unter Freunden, als auch im Beruf kann diese Fähigkeit dich weiterbringen. Jemandem verbal Kontra geben zu können, heißt nicht unbedingt, dass man beleidigend wird. Es geht eher darum, dem Gegenüber sein Kommentar auf witzige Art und Weise zurückzuspielen.

Ein bekanntes Beispiel:
Der britische Premier Winston Churchill soll einmal zu Lady Astor auf ihren Kommentar: "Wenn ich Ihre Frau wäre, würde ich Ihnen Gift in den Kaffe schütten", gesagt haben: "Wenn ich Ihr Mann wäre, würde ich ihn trinken."

 

Mir fällt einfach nichts ein!

Wird man verbal bloßgestellt oder beleidigt, kommt man in eine Stresssituation. Man wird unlocker, verkrampft sich und blockiert sich selber. Das ist ähnlich wie bei einer Prüfung, wenn man vorher noch alles wusste, und während der Schularbeit hat man ein totales Blackout. Deshalb fällt einem auch oft erst später der passende verbale Konter ein.

 

Wie lernt man schlagfertig zu sein?

Im Grunde ist Schlagfertigkeit etwas, das man trainieren kann, wie die Regeln der Kommunikation zwischen zum Beispiel Mitschülern, Eltern und Kind oder Schüler und Lehrer. Mit jedem redet man anders.

Zur Hilfestellung haben wir ein paar Ideen für dich zusammengefasst, wie du im Gespräch die Oberhand behältst:

 
  • Aus peinlichen Situationen lustige machen: Unangenehme Bemerkungen zu einem Lacher werden zu lassen, entspannt Situationen schnell, und keiner fühlt sich angegriffen. Beispiel: Du bist auf einer Party und ein Gast meint, so dass es alle hören können, dass sich die Farbe deines Oberteils mit der deiner Hose schlägt. Eine Antwort mit einem Schmunzeln auf den Lippen könnte lauten: "Wenn ich schon nicht schlagfertig bin, dann zumindest mein Gewand."
  • Das Gespräch leiten: Stell dir vor, dir wird eine unangenehme Frage gestellt. Trau dich ruhig einmal und geh nur kurz darauf ein. Wechsle dann zu einem dir angenehmen Thema. Beispiel: Jemand fragt dich, ob du immer noch keine/n Freund/in hast. Ist dir die Frage unangenehm, antworte ganz locker, dass es keine/n Partner gibt und erzähle gleich weiter von deinem genialen Wochenende und leite so das Gespräch auf ein dir angenehmeres Thema.
 
Teenagergruppe diskutiert.
Foto © "teen discussion" von Leonard John Matthews (bearbeitet) unter creative commons Lizenz

 

  • Auch Übertreibungen führen oft zum gewünschten Ziel: Meint zum Beispiel jemand, du hast ja nur schlechte Noten, kannst du mit toternster und betrübter Miene antworten, wie recht derjenige doch hat, und dass es wirklich harte Arbeit sein wird, den Turnlehrer zu überreden dir auch eine schlechte Note zu geben.
  • Gegenangriff: Diese Taktik haben wir zuerst schon erwähnt, als wir das Beispiel von Churchill brachten. Ein weiteres Beispiel: Jemand fragt dich, was denn mit deiner Frisur passiert ist. Du könntest kontern, dass ihr glücklicherweise nicht das Gleiche widerfahren ist, wie der des Gegenübers.
  • Allgemein gehaltene Vorwürfe, wie Burschen können nicht kochen oder Mädchen sind in Mathe schlecht, kann man oft zurückspielen. Beispiel: Sagt jemand zu dir, du bist nur gut in Englisch, weil alle Mädchen gut in Englisch sind, kannst du erwidern, dass alle Burschen gut in Mathe sind - da er ja nicht gut in Mathe ist, ist er dann wohl ein Mädchen.
 


Oft ist es eine einfache Lösung, wenn man nicht die richtigen Worte parat hat, das Gesagte mit einem vielsagendem, starken Blick einfach zu ignorieren.

 

Routine bekommen

Schlagfertigkeit bekommt man, indem man sie auch übt. Das heißt nun nicht, dass du die ganze Zeit herumgehst und versuchst jemandem verbal Konter zu geben, der es nur gut mit dir meinte, sondern Augen und Ohren offen zu halten und ein bisschen Gehirnjogging zu machen. Egal ob in Büchern, aus Filmen, Serien, Pinnwandkommentaren, Chats, von Freunden, Eltern etc. man bekommt immer und überall mit, wie Leute geniale Sprüche von sich geben und verbal kontern. Sich diese Situationen ein bisschen genauer anzusehen, lohnt sich oft, denn so lernst du aus dem Gesehenem, Gehörtem und Gelesenem, bekommst viele Ideen und eine gewisse Routine.

 
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