Frau schaut verängstigt

Wenn Angst zum Problem wird

Starke oder häufige Ängste können auf eine Angststörung deuten. Hier gibt es Infos zu Angst und Angststörungen.

Angst als Warnsignal

Angst ist ein ganz natürliches Gefühl. Würden wir niemals Angst empfinden, würden wir uns häufig in Situationen begeben, die für uns bedrohlich sind. Insofern ist Angst manchmal sogar überlebensnotwendig, weil sie uns davor bewahrt, Dinge zu tun, die gefährlich sein könnten.
 

Wenn die Angst Probleme macht

Es kann aber auch sein, dass Angstgefühle für uns hinderlich werden. Nämlich dann, wenn wir Angst haben, obwohl eigentlich gar kein wirklicher Grund dafür besteht. Ein Beispiel dafür wäre zum Beispiel die "Prüfungsangst". Eine Prüfung ist eigentlich keine (lebens-)bedrohliche Situation. Und trotzdem empfinden manche Menschen so große Angst vor einer Prüfung, dass sie sich kaum noch konzentrieren können.

Körperliche Auswirkungen von Angst

Wenn man Angst empfindet, reagiert auch der Körper. Diese Reaktionen sind ganz natürlich und dienen dazu, den Menschen auf eine "Flucht-" oder "Kampfreaktion" vorzubereiten. "Flucht" oder "Kampf" sind die ganz normalen Schutzreaktionen, die tief in uns verankert sind.

Körperliche Symptome bei Angst:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher
     
  • Erhöhte Muskelanspannung und Reaktionsgeschwindigkeit
     
  • Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, sowie eine flachere und schnellere Atmung
     
  • Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
     
  • auch Übelkeit und Atemnot können auftreten
     

Arten von Angststörungen

Etwa fünf von 100 Menschen leiden an einer Angststörung. Das bedeutet allgemein gesagt, dass man übermäßig starke Angst empfindet, obwohl objektiv gesehen "kein Grund" dafür besteht. Das alltägliche Leben der Betroffenen ist durch diese übermäßige und häufig auftretende Angst meist stark beeinträchtigt.

Phobie

Unter Phobien versteht man eine bestimmte Art von Angststörung. Nämlich die Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen.
Eine häufig vorkommende Phobie ist die so genannte "Klaustrophobie" - die Angst vor engen oder geschlossenen Räumen. "Spezifische Phobien" beziehen sich auf die Angst vor ganz bestimmten Objekten (z. B. Schlangen, Blut, Spinnen, etc.).
Nicht jeder der sich vor einer Spinne ekelt leidet aber unter einer Phobie. Erst wenn die Angst wirklich übermäßig ist und man aus Panik davor auf Spinnen zu treffen, bestimmte Situationen ganz vermeidet, kann man von einer Phobie sprechen.

Panikattacken

Unter Panikattacken versteht man plötzlich auftretende Angstanfälle, ohne dass es dafür einen sichtbaren Auslöser gibt. Meist werden diese Attacken von den oben beschriebenen körperlichen Symptomen begleitet (u.a. Zittern, Schwindel, Schweißausbrüche, Atemnot und Herzrasen). Oft treten auch ängstliche Gedanken auf, z. B. die Angst einen Herzinfarkt zu bekommen, oder verrückt zu werden. Aus Angst wieder eine Panikattacke zu bekommen sind die Betroffenen oft ungern alleine oder scheuen sich davor aus dem Haus zu gehen.

Generalisierte Angststörung

Betroffene machen sich hier, die meiste Zeit im alltäglichen Leben, Sorgen und Befürchtungen. Generalisiert bedeutet, dass die Angst sich nicht auf einen einzelnen Auslöser bezieht, sondern auf verschiedene Bereiche des Lebens. Aufgrund der ständigen Besorgnis kommt es zu vielen weiteren Symptomen wie Nervosität, Reizbarkeit, Einschlafstörungen, Herzrasen, Bauch- oder Schluckbeschwerden, Anspannung, Beklemmung, Schwitzen, Schwindelgefühle usw. Die Befürchtungen beziehen sich z. B. auf Angehörige, z. B. große Angst davor, dass sie krank werden oder einen Unfall erleiden könnten. Die Sorgen können sich auch auf Schule, Beruf, das Auftreten von schlimmen Ereignissen oder auf Kleinigkeiten im alltäglichen Leben beziehen.

Behandlungsmöglichkeiten von Angsterkrankungen

Angststörungen lassen sich im allgemeinen sehr gut mit Psychotherapie behandeln. Nach PsychotherapeutInnen in deiner Nähe kannst du z. B. hier suchen:

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